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Politik

Trump kritisiert Lockdowns in Europa

Ungeachtet der hohen Corona-Zahlen schließt der US-Präsident ein Herunterfahren des öffentlichen Lebens in seinem Land aus.

Donald Trump bei einer seiner Wahlkampfkundgebungen.
Donald Trump bei einer seiner Wahlkampfkundgebungen. © Evan Vucci/AP/dpa

Washington. US-Präsident Donald Trump hat Kritik an den "drakonischen Lockdowns" in Europa geübt und solche Maßnahmen für die USA trotz stark steigender Infektionszahlen ausgeschlossen. "Schauen Sie sich an, was in Europa passiert ist", sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Hickory im Bundesstaat North Carolina. "Die Menschen begehren auf, sie wollen und können das nicht mehr tun." 

Trump fügte hinzu: "Europa hat drakonische Lockdowns verhängt, und trotzdem explodieren ihre Fallzahlen, die Zahl ihrer Toten nimmt stark zu, und ihre Wirtschaften sind - seien wir ehrlich, Sie sehen, was passiert - sie sind in Trümmern." Er fügte hinzu, natürlich wünschten die USA Europa nur Gutes.

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Der Republikaner warf seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden vor, im Fall seines Sieges bei der Präsidentenwahl am Dienstag einen Lockdown in den USA verhängen und "Amerika in einen Gefängnisstaat" verwandeln zu wollen. "Der Biden-Lockdown wird zu unzähligen Toten führen und eine ganze Generation an Träumen auslöschen." 

Trump lobte erneut sein Krisenmanagement in der Corona-Pandemie, das eine Mehrheit der Amerikaner seit Monaten negativ bewertet. Biden hat keinen Lockdown angekündigt, sondern versprochen, auf den Rat der Wissenschaftler zu hören. Er schrieb am Sonntag auf Twitter: "Donald Trump hat den Versuch aufgegeben, das Virus unter Kontrolle zu bringen."

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In Deutschland hatte kurz vor Trumps Ansprache ein vierwöchiger Teil-Lockdown begonnen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) überschritten die USA am Freitag erstmals die Marke von 99.000 registrierten Neuinfektionen. Mit ihren 330 Millionen Einwohnern sind die Vereinigten Staaten etwa vier Mal so groß wie Deutschland, hatten am vergangenen Freitag aber rund fünf Mal so viele Neuansteckungen. Nach den JHU-Statistiken hat die Pandemie in den USA bisher mehr als 230.000 Menschen das Leben gekostet - mehr als 20 mal so viele wie in der Bundesrepublik. (dpa)

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