merken
Politik

USA kündigen Gespräche mit Taliban an

Eine US-Delegation will sich am Wochenende mit Vertretern der radikal-islamistischen Taliban aus Afghanistan in der katarischen Hauptstadt Doha treffen.

Die USA haben für dieses Wochenende Gespräche mit den Taliban in Katar angekündigt.
Die USA haben für dieses Wochenende Gespräche mit den Taliban in Katar angekündigt. © Susan Walsh/AP/dpa

Eine US-Delegation will sich an diesem Wochenende mit hochrangigen Vertretern der radikal-islamistischen Taliban aus Afghanistan in der katarischen Hauptstadt Doha treffen. Bei den Gesprächen gehe es nicht um eine Anerkennung oder Legitimierung der Taliban in Afghanistan, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Freitagabend (Ortszeit) mit. Es handle sich vielmehr um eine Fortsetzung der "pragmatischen" Gespräche über Fragen von nationalem Interesse der USA. Wichtigste Priorität sei dabei die weitere sichere Ausreise von US-Bürgerinnen und Bürgern, anderen ausländischen Staatsangehörigen sowie von Afghanen.

Es gehe ebenfalls um die "Einhaltung der Verpflichtung der Taliban, es Terroristen nicht zu gestatten, afghanischen Boden zu benutzen, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten zu gefährden", hieß es weiter. Man wolle die Taliban dazu drängen, die Rechte aller Afghanen, einschließlich der Rechte von Frauen und Mädchen, zu respektieren und eine inklusive Regierung mit breiter Unterstützung zu bilden.

Anzeige
20 schnelle Ideen für Naschkatzen
20 schnelle Ideen für Naschkatzen

Wenn der Herbstwind über die Straßen fegt, ist es Zeit zum Schlemmen. Eine Portion Pudding wärmt Herz und Seele.

Das Außenministerium gab nicht bekannt, wer konkret zu den Gesprächen nach Doha reisen werde. Seit Ende der militärischen Evakuierungsmission in Kabul mit dem Abzug der letzten US-Soldaten bemühen sich westliche Länder wie Deutschland und die USA, ihren Staatsangehörigen und ihren früheren afghanischen Ortskräften die Ausreise zu ermöglichen. Die letzten US-Truppen hatten Afghanistan Ende August verlassen. Damit endete der internationale Militäreinsatz in dem Land nach fast 20 Jahren. (dpa)

Mehr zum Thema Politik