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Uschi Brüning jazzt in Großenhain

Die Grand Dame des deutschen Jazz und ihre Band stellen am 26. Februar die neue CD „So wie ich“ im Kulturschloss vor.

© PR

Großenhain. Auf ein ganz besonderes Konzerthighlight dürfen sich alle Großenhainer am Freitag, dem 26. Februar, freuen. Uschi Brüning und Band gastieren um 20 Uhr im Großenhainer Kulturschloss. Es ist ein Konzert zu ihrer neuen CD „So wie ich“. Uschi Brüning bringt Matthias Bätzel an Piano und Hammond B3, Matthias Eichhorn am Kontrabass, Heiko Jung an Schlagzeug, Percussion und Andreas Bicking an Tenorsaxofon und Flöten mit. Als Gast wird Ernst-Ludwig Petrowsky an Altsaxofon und Flöte die Band verstärken.

Gut 40 Jahre nach ihrem Bühnendebüt in der damaligen DDR platzierte sich Uschi Brüning 2014 erstmalig in den gesamtdeutschen Charts. Seit Jahren ist sie die Gesangs-Ikone aus dem Osten Deutschlands. Musiker und Musikfans verehren sie. Einer dieser Verehrer ist auch Manfred Krug. Er erfüllte sich 2014 den Wunsch, gemeinsam mit ihr das Album „Auserwählt“ aufzunehmen. Neben dem immensen Charterfolg, den das Album hatte, wurde es außerdem mit dem „Jazz-Award“ ausgezeichnet.

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Aua dem Vollen

Der richtige Zeitpunkt also für ein neues Album. Mit ihren knapp 70 Jahren schöpft sie musikalisch aus dem Vollen und zieht ihre Zwischenbilanz. Für ihr neues Album „So wie ich“ wählt sie Titel, die sie früher bereits gesungen hat, und Titel, die sie seit Jahren begleiten und die schon lange auf ihrer Wunschliste stehen. Darunter sind auf den ersten Blick auch einige Überraschungen: „Mit 17 hat man noch Träume“ – ein Schlager von Peggy March. Eine Swingnummer von Uschi Brüning. Jede Nummer für sich ist ein Juwel. Der Opener „So wie ich“ geht auf eine Burt-Bacharach-Komposition zurück, mit der schon Richard Chamberlain 1963 und noch einmal die Carpenters 1970 Riesenhits hatten. Geradezu atemberaubend, was Uschi Brüning aus dem steinalten „Windmills Of Your Mind“ macht. Von einer ungewöhnlichen Herangehensweise profitiert auch das Robert-Stolz-Stück „Das Lied ist aus“, mit dem schon Marlene Dietrich und Hildegard Knef Erfolge feierten.

Eine neue Version

In „Der Sohn meiner Nachbarin“ beweist sie sich erneut als brillante Jazzsängerin. Die neue Version von „Dein Name“ verzichtet trotz derselben Kraft konsequent auf die Wucht der ursprünglichen Fassung und unterstreicht die neuen Qualitäten der gereiften Interpretin. Hier und in drei weiteren Songs gibt es ein gefühlvolles Sax-Solo ihres fast lebenslangen Partners Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky, dessen Name wie kaum ein zweiter mit dem wild-aufmüpfigen Freien Jazz in der DDR verbunden ist. In Liedern wie „Vergangene Nacht“ und „Du bist mein Mann“, die Andreas Bicking und Gisela Steineckert eigens für dieses Album schrieben, wird die jahrzehntelange Partnerschaft charmant und treffend thematisiert. Den großen Holger-Biege-Klassiker „Wenn der Abend kommt“ wollte Uschi Brüning schon seit Jahrzehnten einmal interpretieren und tut dies nun zur Freude ihrer Fans als Gänsehaut-Highlight der Platte.

Bei Uschi Brüning wird aus Schlager Jazz, aus Chanson wird Schlager und Jazz sprüht vor Leichtigkeit - ein Genre, das in Deutschland gerade mal von Hildegard Knef, Caterina Valente und Götz Alsmann bedient wurde, während international neben Frank Sinatra, Sarah Vaughan und Ella Fitzgerald eine Jazzgröße neben der anderen steht. Nicht ohne Grund wird Uschi Brüning daher als die Grand Dame des deutschen Jazz bezeichnet und die singt nun zum Glück wieder. (SZ)

Karten gibt es im Kulturschloss,Telefon 505555.