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Usti verliert Elefantendame

Dem Bergzoo in Aussig droht aus Geldmangel der Verlust weiterer Tiere.

Der Zoo in Usti leidet unter Geldmangel.
Der Zoo in Usti leidet unter Geldmangel. © PR

Der Zoo in Usti nad Labem (Aussig) ist um eine Attraktion ärmer. Am Montag starb die Elefantendame Kala. Immer wieder war sie hingefallen und konnte nicht wieder aufstehen, sodass der Zoo sich gezwungen sah, das Tier einzuschläfern. Kala wurde 33 Jahre alt. Probleme mit den Füßen wie Entzündungen des Nagelbettes und Abszesse in den Beinen begleiteten sie schon seit Jahren. Eine große Operation im vergangenen Jahr zeigte nicht den gewünschten Erfolg. Damit bleibt dem Zoo mit Delhi nur noch ein weibliches Elefantentier. An das hatten sich vor Jahren auch die Hoffnungen auf Jungtiere geknüpft. Doch zwei Schwangerschaften waren nicht erfolgreich. Wie es nun mit der Elefantenzucht weitergeht, ist offen. Denn es droht, dass dem Zoo die Zucht entzogen wird. Grund ist der fehlende Neubau eines Asienhauses.

Dort hätten die Elefanten mehr Platz, getrennte Haltung und der Erwerb eines Bullen wären möglich. Das Problem sind fehlende Finanzen. Von dem Asienhaus redet der Zoo bereits seit über zehn Jahren. Es würde rund sechs Millionen Euro kosten. Da der Zoo eine städtische Einrichtung ist, müsste das Geld die Stadt Usti bereitstellen, das sie nicht hat. Wie Zoodirektor Koncel in einem neuen Bedarfsplan errechnete, ist der Investitionsstau inzwischen auf 30 Millionen Euro in den kommenden 15 Jahren angewachsen. Derzeit wirtschaftet der Zoo jährlich mit etwas mehr als zwei Millionen Euro. Rund die Hälfte kommt als Zuschuss von der Stadt. Der Zoo gehört zu den ältesten in Tschechien und ist einer der wenigen Bergzoos in Europa.

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