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Vaatz entschuldigt sich für Dresden

Der Bundestagsabgeordnete kritisiert, dass kein Vertreter der Stadt bei der Trauerfeier für Henning Voscherau war.

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© dpa

Die Stadt habe Henning Voscherau viel zu verdanken, sagt der Dresdner CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz. Bei der Trauerfeier für den am 24. August verstorbenen SPD-Politiker war aber kein offizieller Vertreter Dresdens. „Nur so viel zum Thema ,menschlicher Anstand´ im Rathaus“, kritisiert Vaatz.

Voscherau war von 1988 bis 1997 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Er habe der Partnerstadt Dresden beim Start in die kommunale Selbstverwaltung, die Marktwirtschaft und den Rechtsstaat geholfen.

Vaatz war bei der Trauerfeier in Hamburg und hat nun einen Brief an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) verfasst. Darin erklärt er, er habe sich beim jetzigen Ersten Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) für „seine“ Stadt entschuldigt.

Doch der OB war in Hamburg entschuldigt. „Herr Hilbert musste am 9. September einen anderen wichtigen, längerfristig geplanten Termin wahrnehmen“, so Pressesprecher Kai Schulz. „Eine Vertretung war in der Einladung aus Hamburg nicht vorgesehen.“

Dem CDU-Mann Vaatz ist die Mehrheit aus Linken, Grünen und SPD im Stadtrat ein Dorn im Auge, OB Hilbert hatte er im Wahlkampf um diesen Posten attackiert. Ende kommender Woche will Vaatz von der CDU als Direktkandidat für den Bundestag wiedergewählt werden. (SZ/awe)