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Hundert Euro Belohnung für Hinweise zum Flaschenwurf

Dynamoschmierer waren wieder am Werk. Und auch für einen Fall an der Naundorfer Straße werden Zeugen gesucht.

„Großenhain steht zu Dynamo“ ist seit Kurzem auf der Lärmschutzwand an der Auffahrt zur Bundesstraße 98 zu lesen. Nicht jedem Dynamo-Fan wird das gefallen. © Anne Hübschmann

Großenhain. Irgendwie war es zu erwarten. Und doch ist es ärgerlich. Wieder mal haben Schmierer das Großenhainer Stadtbild verschandelt. Dabei handelt es sich offenbar um Jugendliche. Denn wenn irgendwo in Großenhain neue Graffitis an Wänden auftauchen, dann meistens in den Ferien. 

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So auch in den zurückliegenden schulfreien Tagen. Da sind wieder der oder die Dynamo-Schmierer durch die Stadt gegangen und haben ihre Zeichen und Parolen hinterlassen. Während der schwarz-gelbe Schriftzug „Großenhain steht zu Dynamo“ an der Auffahrt von der Elsterwerdaer Straße zur B 98 bei Fans des Fußball-Zweitligisten vielleicht noch einigermaßen positiv ankommt, ist es ein anderes Graffiti nicht mehr. 

Am Tunnel an der Großraschützer Straße hat jemand das Dynamo-Symbol drangeschmiert. ©  Anne Hübschmann

An der Bahndammdurchfahrt Großraschützer Straße prangt seit Kurzem ein Dynamo-Symbol, wie es sie in Großenhain mittlerweile schon zuhauf gibt. Der Handschrift nach zu urteilen, stammen sie von ein und demselben „Künstler“.

Erst wenige Wochen vor Weihnachten waren sämtliche Schmierereien an der Bahnbrücke entfernt worden. Noch am vergangenen Freitag war der Sichtbeton frei von jeglichen Graffitis.

„Aber eine saubere Wand lädt ein. Das ist leider nun mal so“, sagt die Leiterin des Polizeireviers Großenhain, Sandra Geithner, und fügt hinzu: „Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.“ 

Der Klecks an der Naundorfer Straße hat sein Ziel verfehlt. © privat

Zu einer weiteren Sachbeschädigung ist es am Heiligabend zwischen 13 und 21.30 Uhr an der Naundorfer Straße 15 gekommen. Neben dem Lotto- und Presseshop Riedel war eine Glühweinflasche – mit schwarzer Farbe befüllt – an die Fassade geworfen worden.

„Der Verursacher wollte vermutlich den Stein mit meinen Initialen treffen, hat ihn aber verfehlt“, sagt Suela Riedel. Sie konnte den Eingangsbereich, wo die Scherben lagen, mit heißem Wasser wieder sauber bekommen.

Doch der Sandstein über der Tür muss wahrscheinlich abgeschliffen werden. Suela Riedel vom Lotto- und Presseshop hat Frank Witschel von der Steinmetzfirma an der Herrmannstraße zurate gezogen. Dabei sei der Schaden auf rund 1 000 Euro geschätzt worden, so Suela Riedel.

Sie hat einen Verdacht zu dem Täter und startet einen Zeugenaufruf. „Ich bitte dringend um sachdienliche Hinweise, wer etwas gesehen hat“, sagt die geschädigte Hausbesitzerin. Dafür setzt sie auch eine Belohnung von 100 Euro aus. Zeugen sollen sich bitte bei ihr im Laden melden.