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Vatervorfreude beflügelt Dumperfahrer

Als Maik Schurig auf die Geburt seines ersten Kindes wartet, fährt der 29-Jährige das Dumperrennen seines Lebens.

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© Dumperteam Quersa

Quersa. Werdende Väter haben es eilig. Wenn sie nicht zu Hause sind, wollen sie wenigstens so schnell wie möglich wissen, wie es ihrer Frau geht. Vielleicht ist das ja der Grund, warum der Quersaer Maik Schurig beim vierten Lauf der Deutschen Dumpermeisterschaft (DDM) in Drebkau so schnell gefahren ist wie kein anderer. Selbst der erfolgverwöhnte Deutsche Meister Filip Krahl musste sich geschlagen geben.

Schurig zählt zu den besten Dumperfahrern Deutschlands und damit der Welt. Denn nur hier gibt es diese Meisterschaft. Aktuell liegt er auf Platz vier der DDM-Einzelwertung. Der 29-jährige Quersaer fährt regelmäßig in die Punkte, aber sein letzter Sieg ist schon zwei Jahre her. Das war auch in Drebkau. Die dortige Rennstrecke scheint ihm zu liegen. „Aber etwas Glück war auch dabei“, sagt Daniel Hoffmann, der Mannschaftsleiter des Dumperteams Quersa. Dem haushohen Favoriten Krahl sei im entscheidenden Lauf der Gang rausgesprungen. Dadurch verlor er wertvolle Zeit. Im Ziel war Krahl dann zwei Hundertstelsekunden langsamer als Maik Schurig. Der werdende Vater konnte sein Glück kaum fassen. Und auch seine Freunde vom Dumperteam Quersa freuten sich mit ihm. „Doch wir haben noch gar nicht richtig auf den Sieg angestoßen, denn er wollte natürlich so schnell wie möglich zurück zu seiner schwangeren Freundin“, erzählt Hoffmann. Alle Quersaer Dumperfahrer drücken jetzt ihr und Maik Schurig die Daumen für die Geburt ihres ersten Kindes. In jeder Minute kann es soweit sein.

In der DDM ist dem Rosentaler Filip Krahl nur noch theoretisch der dritte Meistertitel in Folge zu nehmen. Er führt vor dem abschließenden Rennen am 19. Oktober in Storcha die Einzelwertung mit 20 Punkten vor dem Adelsdorfer Frank Domsch an.

Vom benachbarten Adelsdorfer Dumperteam fuhren drei Fahrer in die Punkte. Allerdings ist ihr Rückstand in der Mannschaftswertung auf die führenden Lehndorfer größer geworden. Die Quersaer bleiben dank Schurigs Sieg Dritte. (SZ)