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Döbeln

Veolia unterstützt Leisniger Eigenbetrieb

Die Betriebsführung der Abwasserentsorgung wird neu ausgeschrieben. Aber das dauert.

Bürgermeister Tobias Goth hat eine Übergangslösung gefunden, bis am 1. Januar 2021 ein neuer Betriebsführer eingestellt werden soll.
Bürgermeister Tobias Goth hat eine Übergangslösung gefunden, bis am 1. Januar 2021 ein neuer Betriebsführer eingestellt werden soll. © André Braun/Döbelner Anzeiger

Leisnig. Der neu eingestellte technische Leiter für den Eigenbetrieb Abwasserentsorgung hat das Unternehmen nach nur sechs Monaten wieder verlassen. Nun wird die Stelle für den Betriebsführer öffentlich ausgeschrieben. Der soll zum 1. Januar 2021 eingestellt werden. Deshalb ist für das kommende Jahr eine Interimslösung notwendig.

Die hat die Stadt Leisnig mit der Veolia Wasser Deutschland GmbH gefunden. „Ein Mitarbeiter wird mindestens einmal pro Woche vor Ort sein“, erklärt Bürgermeister Tobias Goth (CDU). Dies hätten sehr konstruktive Gespräche mit dem Unternehmen ergeben. Nun müsse vor dem 1. Januar 2020 noch eine Bestandsaufnahme im Eigenbetrieb erfolgen.

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Außerdem übernimmt die Veolia vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 die Entsorgung des Klärschlamms aus der Leisniger Kläranlage. Diese Dienstleistung musste die Stadt neu ausschreiben, weil sie die KEM nicht mehr leisten konnte. Drei Unternehmen, die die Stadt mündlich angefragt hat, lehnten das Angebot aufgrund geänderter rechtlicher Bedingungen in der Düngemittelverordnung ab.

Die Veolia gab dagegen ein Angebot in Höhe von 108 Euro je Tonne Klärschlamm ab. In den Betrag eingeschlossen sind das Stellen des Containers, die Disposition des Fahrzeuges, der Transport und die Entsorgung des Schlamms. Maximal entsorgt die Veolia 600 Tonnen pro Jahr.

Obwohl der Preis pro Tonne um rund 28 Euro höher ist als der bisherige, stimmten die Stadträte der Vergabe an die Veolia zu. Damit ist der Betrieb der Kläranlage gesichert.

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