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Görlitz

Verdi setzt Streiks im Einzelhandel fort

Die Beschäftigten in ostsächsischen Kaufländern und bei H&M in Görlitz sollen die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaftler haben konkrete Forderungen.

Streikende Kaufland-Beschäftigte stehen vor der Zentrale des Konzerns in Neckarsulm.
Streikende Kaufland-Beschäftigte stehen vor der Zentrale des Konzerns in Neckarsulm. © dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Montag und Dienstag die Beschäftigten in ostsächsischen Kaufland-Filialen sowie der in H&M-Filiale in Görlitz zum ganztägigen Streik auf. "Auch bei den zweiten Tarifverhandlungen am 19. Juni in Weimar machten die Arbeitgeber kein akzeptables Angebot zur Steigerung der Löhne und Gehälter sowie der Ausbildungsvergütung", teilt Gewerkschaftssekretärin Sonja Menke. "Das Billigangebot von 1,7 im ersten und 1,2 Prozent im zweiten Jahr genügt nicht, um die Preissteigerungsrate auszugleichen."

Bereits vor zweieinhalb Wochen hatte Verdi Kaufland-Mitarbeiter in Ostsachsen zum Streik aufgerufen. Solche niedrigen Lohnerhöhungen, wie zuletzt beschlossen, führen laut Menke dazu, dass die Beschäftigten am Ende des Monats mit ihrem Mehr an Geld weniger kaufen könnten als vorher. Das entspreche auch nicht den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Einzelhandelsunternehmen bei guter Umsatzentwicklung, steigenden Gewinnen und einem positiven Konsumklima, sagt die Gewerkschaftssekretärin.

Wer den Pfennig nicht ehrt

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Die Streikversammlung findet am Dienstag vor dem Kaufland in Görlitz-Weinhübel statt. Damit der Tarifvertrag auch allen Beschäftigten im Einzelhandel zu Gute komme, wolle Verdi gemeinsam mit den Arbeitgebern die Allgemeinverbindlichkeit für die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels beantragen, heißt es.

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