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Verband begrüßt Mehrweg-Initiative

Die Fleischer-Lobby findet den Plastik-Verzicht gut. Priorität müsse aber die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften haben.

Im Kommen: Immer mehr Kunden lassen sich ihre selbst mitgebrachten Behälter mit Wurst oder Fleisch füllen. © Sebastian Schultz

Wie viele Fleischer-Fachgeschäfte von ihren Kunden selbst mitgebrachte Behälter füllen oder ein „Mehrweg-Verpackungssystem“ mit firmeneigenen Behältern anbieten, ist nicht klar. „Uns liegen keine wirklich belastbaren Zahlen vor“, sagt der Sprecher des Deutschen Fleischer-Verbandes Gero Jentzsch. Aber: „Wir stehen solchen Initiativen grundsätzlich offen und positiv gegenüber.“ Wichtig sei allerdings die Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften. Die nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln muss weitestgehend ausgeschlossen werden können, erklärt Gero Jentzsch.

So eine Beeinflussung könne zum Beispiel dann passieren, wenn Kunden eigene Verpackungen aus ihren Haushalten in den Hygienebereich – also hinter die Ladentheke oder in die Produktions- und Vorbereitungsräume – einbringen. „Gibt der Fleischer von ihm gereinigte Mehrwegbehälter an die Kunden aus, ist dies deutlich weniger problematisch“, so der Verbandssprecher. Allerdings dürfte der Kunde die benutzte Mehrwegverpackung auch nicht einfach über die Theke zurückreichen. Der Verband schlägt dafür eine Art Geschirrwagen vor. (SZ/ste)

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