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Verbeugung vor Kult-Komikern

Anruf bei Maria Israel, die in der Löbauer Johanniskirche die DDR-TV-Grantler Herricht & Preil aufleben lässt.

© privat

Hallo Frau Israel, wie und warum haben Sie denn die beiden DDR-Fernsehhelden auferstehen lassen?

Gesund und Fit

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Es sind natürlich nicht die Originale, sondern eine Verbeugung vor deren zeitlos genialer Komik. Herricht und Preil im speziellen Fall sind durch die Vielfalt der Sketche, in denen Lebensweisheiten aufgegriffen und verarbeitet werden, immer mit aktuellen Themen in Verbindung zu sehen. Dennoch ist es auch schön, wenn man in alten Erinnerungen schwelgen darf. Ich denke, dass diese Mischung den Charakter der Veranstaltung ausmachen wird. Denn im grauen Alltag der DDR haben sie gekonnt mit satirischen Seitenhieben zum Nachdenken angeregt, deshalb sind sie auch heute noch in guter Erinnerung bei vielen Menschen.

Warum sollte kein Lausitzer diesen Abend verpassen?

Wie Herr Preil schon einmal sagte: „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst!“

Wie war für Sie als junge Löbauerin Ihr Werdegang in den Kulturbetrieb?

Ich habe mein Abitur vor fast acht Jahren am Geschwister-Scholl-Gymnasium abgelegt und bin im Anschluss für mein Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Russistik und Hispanistik nach Dresden gegangen. 2014 habe ich mich nach unterschiedlichsten Auslandsaufenthalten – so in England, Spanien, Georgien, Russland, der Ukraine und Lettland – für einen Master im Management entschieden, da mir die Kombination von Sprachen, Wirtschaft und juristischen Inhalten als sinnvoll erschien.

Und damit zurück nach Löbau?

Ja, meine ersten Erfahrungen im Veranstaltungswesen durfte ich 2015 bei dem sächsischen Landeserntedankfest in Löbau machen. Im Rahmen eines Praktikums bei der Landesgartenschau Löbau entbrannte meine Faszination für das Organisieren von Veranstaltungen. Im Herbst 2016 schaffte ich im Rahmen des „Tages der Sachsen“ den Berufseinstieg als Projektleiterin.

Aber wieso Comedy unterm Kreuz?

Die Johanniskirche ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt – ihre erste Erwähnung als Klosterkirche des Franziskanerordens stammt von 1336. Aber sie war nur bis 1956 Kirche, dann bis zur Wende als Lagerraum verpachtet. 1994 wurde sie nach Absprache mit dem Landeskirchenamt Dresden Eigentum der Stadt Löbau, ab 1996 saniert und seit 2001 als kommunales Kulturzentrum betrieben. Sollten andere Themen wie Reisevorträge, aktuell politisches Kabarett oder Konzerte einen Besucher mehr interessieren, dann bieten wir auch dafür unterschiedliche Veranstaltungen.

Gespräch: Andreas Herrmann

Veranstaltungen für die Region gibt‘s im SZ-Veranstaltungskalender.