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Verbotener Spielplatz

CDU-Stadtverbandschef Ricardo Baldauf schlägt Alarm: Der Lessinggraben wird von Kindern als Abenteuerspielplatz genutzt.

© Dietmar Thomas

Von Verena Toth

Waldheim. Ricardo Baldauf, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Waldheim, beobachtet das verbotene Treiben am Lessinggraben bereits seit geraumer Zeit: „Der Lessinggraben wird zunehmend von Kindern im Alter zwischen fünf und 14 Jahren als Erlebnisspielplatz genutzt und das, obwohl er nicht ungefährlich ist“, schreibt er am Sonntagabend in einer E-Mail an die Stadtverwaltung.

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An der Brücke über dem Lessinggraben habe er in den vergangenen Wochen immer wieder Kinder angetroffen, die teilweise sogar im Wasser des Grabens spielen und dort „ihr Unwesen treiben“, so Baldauf. Die Kinder seien auf seinen Hinweis hin zwar aus dem Gewässer heraus gekommen. Doch an diesem Wochenende habe sich das Szenario wiederholt. Dieses Mal habe er rund 15 Kinder beobachtet, die das zum Teil verwucherte Areal als gefährliche Spielstätte nutzten. „Unbeaufsichtigt wird auf den Mauern herumgeklettert, die Fußgängerbrücke überklettert und über den Seitenarm bis zum Wehr vor gelaufen. Wie ich mitbekam, haben sie irgendetwas kaputt gemacht und über eine tote Ratte gesprochen“, berichtet der Lokalpolitiker weiter.

Und tatsächlich konnte er beim genaueren Hinschauen und Fotografieren einen weißen Eimer mit einer toten Ratte darin feststellen. Zudem werde im Graben offenbar auch Müll abgelagert: Flaschen, Autoanbauteile und andere Sachen lägen darin. „An den Eimer mit dem Inhalt kam ich nicht heran, weswegen ich diesen auch nicht entsorgen konnte. Wobei eine tote Ratte ohnehin nicht einfach nur über den Hausmüll entsorgt werden darf“, gab er weiter zu bedenken.

Er wolle vor allem Eltern darauf aufmerksam machen, wo ihre Kinder spielen und dass sie sich dabei in Gefahr bringen, so Ricardo Baldauf in seinem Schreiben. „Ich finde es durchaus wichtig, dass Kinder ihr Umfeld erforschen, sehe aber an genannter Stelle wirklich eine große Gefahr für diese, sich zu verletzen. Auf alle Fälle ist es kein Spielplatz für Kinder und es sollte schnellstmöglich eine weitere Vorgehensweise besprochen werden“, schlug er vor.

Mandy Thümer, zuständige Sachbearbeiterin im Waldheimer Ordnungsamt, war am Montag nicht zu erreichen. „Wir werden uns aber umgehend darum kümmern“, versprach Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Geklärt werden müsse zudem, wer für diesen Bereich verantwortlich sei, ob beispielsweise auch Privatgrundstücke angrenzen.