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Sachsen

Mann nach Ausschreitungen ermittelt

In Chemnitz gab es nach dem Tod eines Deutschen ausländerfeindliche Ausschreitungen. Einen daran Beteiligten hat eine wiederbelebte Soko ermittelt.

Polizisten sichern im September 2018 eine Demo der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz ab. Ende August war es in Chemnitz zu schweren Ausschreitungen gekommen.
Polizisten sichern im September 2018 eine Demo der rechtspopulistischen Bewegung Pro Chemnitz ab. Ende August war es in Chemnitz zu schweren Ausschreitungen gekommen. © ZB/dpa

Chemnitz. Mehr als ein Jahr nach den Ausschreitungen im Anschluss an die Tötung eines Deutschen in Chemnitz hat die Polizei einen weiteren Tatverdächtigen ermittelt. Wie das Landeskriminalamt (LKA) am Montag mitteilte, haben Einsatzkräfte der wiederbelebten Soko Rex am Vormittag die Wohnung eines 47-Jährigen in Lichtenau (Landkreis Mittelsachsen) durchsucht. Dabei wurden unter anderem ein Mobiltelefon, IT-Technik sowie Bekleidung sichergestellt. Die Soko Rex ist im Kampf gegen rechts motivierte Straf- und Gewalttaten tätig.

Der Mann steht laut LKA im Verdacht des Landfriedensbruchs, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung. Die Ermittlungen führt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden/Zentralstelle Extremismus Sachsen. Nach Angaben des LKA ist der 47-Jährige "der fünfte Beschuldigte, dem durch die intensiven Ermittlungen der Soko Rex eine maßgebliche Tatbeteiligung an den gewalttätigen Ausschreitungen im Rahmen der Demonstrationen am 26. August 2018 auf dem Johannisplatz in Chemnitz nachgewiesen werden konnte".

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In den frühen Morgenstunden des 26. August 2018 war in Chemnitz ein 35-Jähriger erstochen worden. Ein tatbeteiligter Syrer war kürzlich zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein mutmaßlicher Mittäter wird weltweit gesucht. Nach der Tat war es zu fremdenfeindlichen Übergriffen und rechten Demonstrationen gekommen.

Die Soko Rex bestand bereits von 1991 bis 2013 und war im Juli wieder ins Leben gerufen worden. Die Sonderkommission gehört zum Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ). (dpa)

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