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Verdiene ich genug Geld?

Zu Jahresbeginn ist der Mindestlohn auf 8,84 Euro gestiegen. Eine Gewerkschaft warnt vor Arbeitgeber-Tricks.

© Symbolbild/dpa

Freital/Pirna. Egal ob Küchenhilfe, Verkäufer oder Kellnerin: Wer im Landkreis bisher nur den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Stunde bekommen hat, muss seit dem Jahreswechsel stündlich 34 Cent mehr bekommen. Das sind bei einer Vollzeitstelle etwas mehr als 50 Euro brutto zusätzlich im Monat. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft alle Mindestlohn-Beschäftigten auf, einen Lohn-Check für den Januar zu machen.

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„Sobald die Lohnabrechnung vorliegt, sollte jeder seinen Stundenlohn bis auf den letzten Cent nachrechnen“, sagt NGG-Geschäftsführer Volkmar Heinrich. „Die tatsächlich geleisteten Stunden und das Geld müssen am Ende passen.“ Zudem warnt er vor Lohn-Tricksereien. Es sei eine beliebte Masche von Arbeitgebern, die Beschäftigten länger arbeiten zu lassen, die Überstunden dann aber nicht zu bezahlen. Das ist jedoch gesetzlich verboten.

Arbeitgeber, die den Mindestlohn vor seiner Einführung 2015 noch lautstark kritisierten, seien nun kleinlaut geworden, so Heinrich. „Der Pflichtlohn hat sich bewährt und dazu beigetragen, die Dumpinglohnspirale nach unten zu stoppen.“ Im Landkreis profitierten besonders Frauen vom Mindestlohn. „Viele von ihnen wurden mit Niedrigstlöhnen abgespeist.“

Jetzt spricht sich der NGG-Geschäftsführer für eine schnelle Anhebung des untersten Lohnniveaus aus, besonders im Gastrogewerbe. „Wir müssen Richtung zehn Euro pro Stunde kommen – und dann weiter. Alles unter einem Stundenlohn von 11,50 Euro brutto ist Niedriglohnniveau. Und das bedeutet später Altersarmut“, sagt Volkmar Heinrich. (SZ/wer)