merken

Verein betreibt jetzt Pethauer Katzenpension

Die Kühnemanns haben mit anderen Mitstreitern die Katzennothilfe gegründet. Investitionen sollen so einfacher werden.

© Rafael Sampedro

Von Jan Lange

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Das haben die Filmnächte zu bieten

Deutschlands größtes Freilicht-Kino ist zurück! In der 29. Saison finden vor der schönen Kulisse Dresdens zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt statt. 

Pethau. Einen Verein, der sich um Katzen kümmert, wollte Annegret Kühnemann schon lange gründen. Doch die Bürokratie hielt sie bisher davon ab. Nun hat die Katzenfreundin ihre Bedenken aufgegeben und gemeinsam mit sieben weiteren Mitstreitern die „Katzennothilfe Zittau-Pethau“ ins Leben gerufen. Für die 54-Jährige ist es eine Premiere: „Ich habe bisher in meinem Leben noch nie einen Verein gegründet.“

Die neue Vereinigung betreibt jetzt die Katzenpension „Schnurri“ in Pethau. Die haben Kühnemanns in Eigenregie aufgebaut und geführt. Erst im Vorjahr sind sie mit der Einrichtung von Jonsdorf in den Zittauer Ortsteil, in die Nummer 43, umgezogen. Im Gebirgsort hatte es Probleme mit der Gemeindeverwaltung gegeben – unter anderem wegen des dort geltenden Baurechts. In Pethau haben die Kühnemanns diesbezüglich weniger Sorgen. Am neuen Standort wird sich in den nächsten Monaten auch einiges tun. So soll die Katzenpension einen Abwasser- sowie Wasseranschluss bekommen. Außerdem wird der Zugang zum Haus gepflastert. Investieren wollen die Kühnemanns ebenso in der Pension: Der Futterraum wird umgestaltet und der Quarantänebereich soll mit neuen Boxen ausgestattet werden. Derzeit sind die Katzenfreunde damit beschäftigt, Kostenvoranschläge einzuholen.

Obwohl das Haus am Ortsrand von Pethau nur angemietet ist, soll auch ins Gebäude und in den Außenbereich investiert werden. Der Vermieter sei froh, dass das Objekt bewirtschaftet wird, berichtet Annegret Kühnemann. Überhaupt habe sich die Katzenpension gut in das neue Umfeld integriert. Die Nachbarn werden von den Katzen nicht belästigt, da die sich nur im Haus aufhalten.

In der Vereinsgründung sieht Annegret Kühnemann einen großen Vorteil: Die „Katzennothilfe Zittau-Pethau“ kann jetzt staatliche Fördermittel beantragen. Aber es gibt noch mehr Vorzüge. „Wir haben nun einen anderen Status gegenüber dem Veterinäramt, sind faktisch einem Tierheim ähnlich“, erklärt die 54-Jährige, die in der Gründungsversammlung zur zweiten Vorsitzenden gewählt wurde. Ihr Mann Klaus ist der erste Vorsitzende des Vereins.

Die Eintragung im Vereinsregister ist inzwischen abgeschlossen und so kann sich die „Katzennothilfe Zittau-Pethau“ jetzt voll und ganz dem Vereinszweck widmen. Um möglichst vielen Vierbeinern helfen zu können, braucht es noch mehr Mitglieder, weiß Annegret Kühnemann. Neben den acht Gründungsmitgliedern, die hauptsächlich aus Zittau kommen, gebe es nach ihren Worten noch weitere Interessenten, die gern in den Verein eintreten wollen.

Mit noch mehr Mitstreitern wird auch der Betrieb der Katzenpension einfacher, ist sich die Pethauerin sicher. Die Monatsbeiträge von fünf Euro dienen zur Deckung der laufenden Kosten. Und die sind bei der großen Anzahl der zu betreuenden Katzen nicht gerade gering. Zurzeit kümmern sich Kühnemanns um 25 Vierbeiner, darunter einige „Urlauber“, die nur für eine bestimmte Zeit in der Pension bleiben, sowie eine Reihe von Fundkatzen, für die neue Besitzer gesucht werden. „Jungtiere gibt es bis jetzt noch keine, aber es wird bald Nachwuchs kommen“, glaubt Annegret Kühnemann. Für die Betreuung zahlen entweder die Besitzer, wenn es sich um „Urlauber“ handelt, oder bei Fundkatzen die Behörden. Alle Einnahmen, die nicht zum Betrieb der Katzenpension verwendet wurden, haben Kühnemanns in diverse Baumaßnahmen gesteckt. Nun kann dieses Geld – wenn Fördermittel für die geplanten Umbauten bewilligt werden – teilweise wieder in die Betreuung der Tiere fließen.

Große Sprünge können sie dennoch nicht machen. So ist der Verein „Katzennothilfe“ weiterhin auf Spenden – ob finanziell oder Sachspenden – angewiesen. „Jetzt können wir den Unterstützern auch eine Spendenquittung ausstellen“, sagt Frau Kühnemann. Da sie die Katzenpension bisher nur privat betrieben haben, war das nicht möglich. Die 54-Jährige hofft auch, dass vielleicht jemand ein gebrauchtes Fahrzeug dem Verein zur Verfügung stellen kann. Bisher haben Kühnemanns alles mit dem privaten Auto erledigt.

www.katzenpension-schnurri.de

Telefon: 03583 7965300