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Vereine zahlen weniger für das Training im Eisstadion

Die Stadt Niesky ändert die Entgeltordnung für den Freizeitpark. Nicht alles wird billiger.

© Jens Trenkler

Von Steffen Gerhardt

Mit dem neuen Eisstadion wird es neue Preise geben. Das ist vorhersehbar. Zudem ist die Eröffnung des Eisstadions am 27. Oktober Anlass für die Stadt Niesky, über die Entgeltordnung für den gesamten Freizeitpark nachzudenken. Das wurde gemacht und Kämmerer Steffen Kluske erläuterte jetzt im Verwaltungsausschuss, was dabei herausgekommen ist. Was die Besucher des Eisstadions am meisten interessiert, ist die Frage, ob der Eintritt teurer wird. Nein, sagt der Kämmerer. Erwachsene und Kinder zahlen im neuen Stadion den bisherigen Eintrittspreis von 3,50 beziehungsweise 2,50 Euro. Auch am Eintritt für behinderte Menschen, für die letzte Stunde und die Zehner-Karte ändert sich bei beiden Gruppen nichts.

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Das Gleiche gilt auch für das Waldbad nebenan ab der neuen Saison. Erwachsene zahlen vier, Kinder drei Euro. Was billiger wird ist die Feierabendkarte für zwei Stunden vor Schließung. Sie wird um einen Euro auf zwei (Erwachsene) beziehungsweise einen Euro (Kinder) verringert.

Anders sieht es mit der Nutzung der Eisfläche aus. Hier wird fortan nach Winter- und Sommerhalbjahr unterschieden. Im Winter ist der Nachwuchs mit 65 Euro pro Stunde dabei (bisher 65,45 Euro) und im Sommer mit zehn Euro. Für Vereine, Sportgruppen und Privatpersonen werden im Winter 110 Euro pro Stunde fällig. Bisher mussten sie 130,90 Euro bezahlen. Im Sommer sind das 40 Euro. Neu aufgenommen hat die Stadt die Miete für den Spielbetrieb mit Eintritt. Werden also Veranstaltungen durchgeführt, bei denen der Zuschauer bezahlen muss, wie bei den Punktspielen des ELV, dann haben die Ausrichter eine höhere Miete zu zahlen. Im Winterhalbjahr sind das für den Nachwuchs 85 Euro pro Stunde und für Vereine 155 Euro. Im Sommer reduzieren sich die Preise auf 40 und 80 Euro.

Die Stadt begründet das damit, dass zum einen Einnahmen erzielt werden und zum anderen den Veranstaltern mit dem neuen Eisstadion ein besserer Komfort geboten wird. Nach vorläufiger Kalkulation kostet die Stadt das Eisstadion im Betrieb 185 Euro pro Stunde. Mit den Einnahmen allein ist kein Ausgleich zu erzielen, sagte Steffen Kluske. Aber die Stadt will die Preise auch nicht über Gebühr erhöhen, „sonst gehen die Vereine woanders hin“, begründete der Kämmerer. So soll das Eisstadion wieder die Spielstätte des Eislaufvereins Niesky sein, zumal der ELV der Dauernutzer der Einrichtung ist. Außerdem soll für alle anderen großen und kleinen Schlittschuhläufer das Eisstadion zu einem beliebten Treffpunkt werden.

Deshalb blieben im Verwaltungsausschuss Fragen nach den traditionellen Veranstaltungen nicht aus. Die wird es wieder geben, versicherte der Kämmerer. Er nannte das freie Laufen, das Freitag, Sonnabend und Sonntag am Nachmittag möglich sein wird. Und auch die beliebte Eisdisco soll es unter neuem Namen wieder geben. Besucher ohne Schlittschuhe haben weiterhin die Möglichkeit, sich diese im Eisstadion auszuleihen. Nur fallen die Staffelungen nach Schuhgröße und der letzten Stunde weg. Fortan gibt es einen Einheitspreis von drei Euro für das Paar.

Ob diese Preise für den Freizeitpark so festgeschrieben werden, darüber entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. Oktober. Sollten sie in dieser Form beschlossen werden, gelten sie ab sofort.