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Vereinsmitglieder und Helfer packen an

579 Stunden sind bei der Sanierung des Gebäudes geleistet worden. Die Zeit für Veranstaltungen ist da nicht mitgerechnet.

Die neue Bar im Wilden Mann. © André Braun

Ostrau. Die Vorsitzende des Vereins Kulturdenkmal Wilder Mann spricht von einem erfolgreichen Jahr 2018, in dem viel geschaffen wurde. Schwerpunkt bei den Baumaßnahmen sei der Ballsaal gewesen, der wieder ein ganzes Stück schöner geworden ist. Die Restauratoren haben unter anderem von der Saaldecke die klassizistischen Fassungsbefunde freigelegt.

Auch der Parkettfußboden im Saal sieht aus wie neu. Um das zu erreichen, war viel Arbeit notwendig. „Das alte Parkett und die stellenweise Dielen wurde vierfach geschliffen, Löcher gekittet, dreifach versiegelt und mit Hartwachs behandelt“, erzählt Monika Fischer. In Absprache mit den Restauratoren seien Tischler- und Malerarbeiten von Vereinsmitgliedern und Helfern erledigt worden. Zusammengekommen sind in diesem Jahr allein für die Bauarbeiten 579 Stunden, die die ehrenamtlichen Helfer geleistet haben. „Ohne ihre Unterstützung und Spenden hätten wir das nicht geschafft. Wir freuen uns, dass unser Kulturdenkmal von vielen Institutionen als ein solches anerkannt und finanziell unterstützt wird“, sagte die Vereinsvorsitzende.

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Sie bedankt sich vor allem bei der Bundestagsabgeordneten Veronika Bellmann. Durch ihr Engagement sei der Traum, den Ballsaal wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen, Wirklichkeit geworden. Sie habe sich dafür eingesetzt, dass der Verein Bundeskulturmittel bekommt. „Mit dieser Zusage und den Landesmitteln für die Kofinanzierung sowie die Förderungen durch die untere Denkmalbehörde, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und letztlich die Vereinsförderung durch die Gemeinde war und ist es möglich, unsere Zielstellung zu erreichen“, sagte Fischer. Wie bei jedem Bauvorhaben sind bei der Gesamtfinanzierung auch Eigenkapital und Leistungen, die durch den Verein erbracht werden, nachzuweisen. Das Geld erwirtschaften die Mitglieder unter anderem durch Arbeitseinsätze und Vermietungen. Immerhin gab es in diesem Jahr 35 Familienfeiern und sieben Tagesveranstaltungen im Wilden Mann. Hinzu kommen die Events, die der Verein selbst organisiert. Dazu gehören unter anderem das Frühlingsfest, der Frühschoppen zum Männertag oder das Adventssingen. Wie viele Stunde die Vereinsmitglieder da geleistet haben, hat Monika Fischer gar nicht aufgerechnet.

Als echte Hilfe bezeichnet die Vereinsvorsitzende, dass der alte Aufzug von einem heimischen Elektriker mit geringem Aufwand wieder in Gang gesetzt worden ist. „Das erleichtert uns die Arbeit enorm. Wir können nun die Getränke oder andere Dinge viel leichter von der Küche in den Saal transportieren“, sagte Monika Fischer. Nicht nur im Wilden Mann, sondern auch am Gebäude hat sich etwas getan, wenn auch nicht für alle sichtbar. So wurde die Ostfassade mit Durchfahrt zum Grundstück saniert. Steinmetzarbeiten waren unter anderem notwendig, um die Fenstergewände aufzuarbeiten und einzelne Sandsteinteile auszuwechseln. „Ein lang ersehntes Bauvorhaben war die Erneuerung des Plattenbelages vor dem Eingangsbereich unseres Objektes“, so die Vereinsvorsitzende. Der Verein sei mit dem Erreichten in diesem Jahr sehr zufrieden und werde 2019 mit neuem Elan unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ weiterarbeiten, so Fischer. Dann sei bald das ersehnte Licht am Ende des Tunnels zu sehen – ein komplett saniertes Gebäude.

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