merken

Dresden

Prozess wegen tödlichen Unfalls

Nach Ostern steht ein Unternehmer wegen fahrlässiger Tötung des Dresdner Schulamtsleiters Falk Schmidtgen vor Gericht. 

Nach dem Unfall stand an der Stelle ein sogenanntes Geisterrad © Arvid Müller

Es war ein aufsehenerregender Unfall. Jetzt beginnt der Prozess. Am 23. April ab 9 Uhr findet am Amtsgericht Meißen die Hauptverhandlung wegen der fahrlässigen Tötung des Dresdner Schulamtsleiters Falk Schmidtgen statt. Das hat das Amtsgericht am Freitag mitgeteilt.

Einem 43-jährigen Selbstständigen aus Niederau wird vorgeworfen, am 27. November vorigen Jahres auf der Staatsstraße 81 aus Friedewald kommend in Fahrtrichtung Auer unter Alkoholeinfluss mit seinem Auto den Dresdner Schulamtsleiter Falk Schmidtgen als Fahrradfahrer tödlich verletzt zu haben. Ein Blutalkoholtest ergab 1,7 Promille. Verschärfend kommt hinzu, dass der Niederauer einen Monat zuvor schon einmal erwischt worden war, als er betrunken mit dem Auto fuhr.

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Der 54-jährige Schmidtgen war an jenem Tag mit dem Fahrrad auf dem Heimweg von Dresden nach Weinböhla, als er auf der S 81 zwischen Friedewald und Auer, etwa 300 Meter nach dem Abzweig Friedewald, von dem Fiat Ducato des Angeklagten von hinten gerammt wurde. Der Vater dreier Kinder erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. 

Nach dem Unfall gab es Diskussionen, ob der Unfall hätte verhindert werden können, wenn es einen Radweg gegeben hätte. In einer Petition unterschrieben 3 000 Personen für den Bau eines solchen Radweges. Die Verhandlung findet vor dem Schöffengericht statt. Das ist immer dann der Fall, wenn eine Strafe zwischen zwei und vier Jahren zu erwarten ist.