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Verfassungsschutzchef soll aussagen

Im Prozess gegen die mutmaßlich rechte Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" soll Gordian Meyer-Plath in den Zeugenstand.

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Gordian Meyer-Plath
Gordian Meyer-Plath © Karlheinz Schindler/dpa

Dresden. Sachsens Verfassungsschutzpräsident, Gordian Meyer-Plath, soll beim Prozess gegen die mutmaßlich rechte Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" aussagen. Wie die Sprecherin des Oberlandesgerichtes Dresden, Gesine Tews, am Donnerstag bestätigte, soll der Behördenleiter Ende Januar in den Zeugenstand. 

Hintergrund sind laut dem Zeitungsbericht mögliche Verbindungen eines der insgesamt acht Beschuldigten zum Verfassungsschutz. Dabei handelt es sich um den mutmaßlichen Rädelsführer der Gruppe, die laut Anklage zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2018 in Berlin einen "Systemwechsel" geplant haben soll.

Laut Tews soll die Zeugenaussage von Meyer-Plath unter der Überschrift "Erkenntnisse des Verfassungsschutzes zur Gruppe Chemnitz" am 23. Januar stattfinden. Der nächste Verhandlungstag ist an diesem Freitag.

Die acht mutmaßliche Rechtsextremisten stehen seit Ende September in Dresden vor dem Oberlandesgericht. Den acht Männern im Alter von 21 bis 32 Jahren wird die Gründung einer terroristischen Vereinigung sowie die Mitgliedschaft darin vorgeworfen. Die Gruppe plante laut Anklage eine "Revolution mit allen Konsequenzen", die einen "Wendepunkt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" darstellen sollte.

Zur Planung ihrer Vorhaben hatten sich die Beteiligten laut Anklage am 10. September 2018 in einem Chat zur Gruppe "Revolution Chemnitz" zusammengeschlossen. Für den geplanten Umsturz hätten sie sich um Waffen bemüht. Die Anklage basiert auf Chatprotokollen. (epd)