Merken

Verfolgungsjagd auf der Autobahn

Diebe ließen in Bautzen zwei Audis mitgehen. Sie flohen über die Autobahn und wurden von der Polizei gejagt. Die Jagd nahm einen ungewöhnlichen Ausgang. Das und mehr im Polizeibericht.

Teilen
Folgen
© Polizei

Bautzen. Eine wilde Verfolgungsjagd lieferte sich die Polizei in der Nacht zum Sonntag auf der Autobahn zwischen Bautzen und Görlitz. Dem vorausgegangen waren zwei Autodiebstähle. So entwendeten Diebe an der Karl-Liebknecht-Straße in Bautzen einen Audi Q 5 sowie an der Dr.-Peter-Jordan-Straße einen Audi A 4. Eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf und des Zolls erkannte die beiden Autos, als sie in der Dunkelheit über die A 4 in Richtung Görlitz fuhren.

Auf das Anhaltesignal der Beamten reagierten die Fahrer der beiden entwendeten Wagen jedoch mit Vollgas. Die Autos trennten sich und flüchteten mit hoher Geschwindigkeit. An der Anschlussstelle Görlitz errichtete die Polizei eine provisorische Straßensperre. Der Fahrer des Q 5 rammte sich jedoch den Weg frei. An einem der Funkwagen entstand Schaden, verletzt wurde niemand.

Wenig später entdeckte die Polizei den Q 5 auf dem Autobahnparkplatz An der Neiße. Der SUV war aufgrund des Rammmanövers nicht mehr fahrbereit. Der Schaden betrug etwa 9 000 Euro. Auf dem Parkplatz Wiesaer Forst unweit des Autobahntunnels fanden die Polizisten auch den beteiligten Audi A 4 und stellten beide Wagen sicher.

Parallel zu diesem Vorfall kontrollierten Polizisten auf der Autobahn in der Nähe von Görlitz ein Auto mit polnischem Kennzeichen. In diesem saßen zwei Personen im Alter von 24 und 27 Jahren. Die Beamten wollen jetzt prüfen, ober die beiden Polen in die Diebstähle verwickelt sind, da sie bereits in der Vergangenheit mit Autodiebstahl in Erscheinung getreten sind. (szo)

Der Polizeibericht vom 23. Oktober

Holzverschlag am Bahnhof angezündet

Großpostwitz. Zwei Jugendliche kokelten Sonntag am leerstehenden Bahnhof in Großpostwitz und entzündeten einen Holzverschlag. Ein Augenzeuge konnte mit einem Feuerlöscher Schlimmeres verhindern. Außerdem sah er noch die beiden Täter mit ihren Fahrrädern flüchten. Der Zeuge informierte gegen 13:30 Uhr die Polizei und die Feuerwehr Großpostwitz. Diese löschte den Entstehungsbrand vom Hausinneren aus. Zur Suche nach den beiden flüchtigen Tätern waren mehrere Polizeistreifen und ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt. Dennoch konnten sie nicht ermittelt werden. Das Polizeirevier Bautzen hat ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung eingeleitet. Sachdienliche Hinweise, die zur Identifizierung der beiden Täter führen könnten, nimmt die Polizei unter Telefon: 03591 3560 entgegen.

Betrunken und ohne Ticket im Zug

Bautzen. Am Bahnhof Bautzen war die Weiterreise eines Mannes, der ohne Fahrschein mit dem Zug von Görlitz nach Dresden unterwegs war, beendet. Die Zugbegleiterin übergab den Schwarzfahrer am Sonntagmittag der Bundespolizei. Der 49-jährige Pole verhielt sich aggressiv, unkooperativ und machte einen stark alkoholisierten Eindruck. Die Identität konnten die Beamten erst nach einer Durchsuchung des Mannes feststellen. Um den Atemalkohol zu kontrollieren wurde er auf das Polizeirevier gebracht. Die Kontrolle verweigerte er dort mehrfach. Plötzlich bekam der Mann einen leichten Krampfanfall, woraufhin der Notarzt verständigt wurde. Nach einer eingehenden Untersuchung stellte dieser fest, dass es sich um entzugsbedingte Anfälle handelt, die keiner weiteren ärztlichen Behandlung bedürfen. Im Anschluss konnte der Mann die Dienststelle verlassen.

Opelfahrer bei Unfall schwer verletzt

Wachau. Am Sonntagabend fuhr ein 67-Jähriger mit seinem Opel Meriva gegen 18.45 Uhr auf der Radeberger Straße in Wachau in Richtung Seifersdorf. Am Ausgang einer Linkskurve geriet der Wagen aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Der 56-jährige Fahrer eines Opel Frontera samt Anhänger konnte die Kollision nicht mehr verhindern. In der Folge streifte der Meriva noch den entgegenkommenden Honda eines 35 Jahre alten Mannes sowie den VW einer 47-jährigen Frau. Bei dem Unfall verletzte sich der Meriva-Fahrer schwer. Ein Rettungswagen brachte den Mann in ein Krankenhaus. Zudem entstand Schaden in Höhe von rund 18000 Euro. Abschleppunternehmen nahmen die beiden nicht mehr fahrbereiten Opel sowie den Volkswagen an den Haken.

Randalierer auf frischer Tat ertappt

Radeberg. Vier junge Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren sind am frühen Montagmorgen in Radeberg randalierend durch die Stadt gezogen. Sie warfen auch an einer Baustelle an der Badstraße 30 Meter Zaun, einige Warnbaken, ein Verkehrsschild und mehrere Mülltonnen um. Ein Zeuge beobachtete das Treiben und verständigte die Polizei. Eine Streife stoppte das Quartett, nahm die Personalien der Beteiligten auf und leitete Strafverfahren zum Vorwurf der Sachbeschädigung sowie eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein. Bei den Tätern handelt es sich um Deutsche.

Benzin aus Auto abgezapft

Bischofswerda. Am Sonntag haben Diebe am Drebnitzer Weg in Bischofswerda den Tankdeckel eines BWM aufgebrochen. Aus dem Wagen entwendeten sie rund 20 Liter Kraftstoff und verursachten so Schaden im Wert von etwa 80 Euro.

Autodieb festgenommen

Bautzen. Die Polizei stoppte am Montag gegen 6.10 Uhr auf der A4 bei Bautzen einen BMW. Das Auto war in Richtung Görlitz unterwegs. Am Steuer saß ein 27-jähriger Pole, der zwar im Besitz des Zündschlüssels des SUV war, allerdings keine Dokumente zu dem Mietwagen vorweisen konnte. Erste Ermittlungen ergaben, dass der BMW wenige Stunden zuvor in Mannheim gestohlen worden war. Unbekannte waren in das Büro einer Autovermietung eingebrochen und hatten insgesamt vier Autos der Fahrzeugflotte entwendet. Die Polizisten nahmen den 27-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest und stellten den erst wenige Monate alten SUV sicher. Den Zeitwert des Wagens bezifferte das Unternehmen mit mehreren 10000 Euro. Auch in diesem Fall dauern die Ermittlungen der Soko Kfz an und werden in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei in Mannheim geführt.

1 / 6