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Verfolgungsjagd endet im Bauzaun

Die Odyssee eines in Hessen gestohlenen Audi findet in Dresden ihr Finale. Ein Passant bremst den mutmaßlichen Autodieb aus.  

Steht ein Audi in der Baustelle. © Polizei Dresden

Morgens um 5.30 Uhr auf der A4 bei Siebenlehn: Zivilfahnder folgten auf der Autobahn in Richtung Dresden einem Audi A6 und prüften dessen Kennzeichen. Da die abgerufenen Informationen zum Halter des Wagens offenbar nur wenig korrespondierten mit dem jungen Mann am Steuer des Kombis, signalisierten sie dem Fahrer, auf einen nahen Parkplatz zu fahren und dort zu stoppen.

Der mutmaßliche Autodieb erkannte seine ziemlich ausweglose Situation, ergriff die Flucht nach vorn und raste den Polizisten davon. Die Beamten hinterher. Nach der Vollgas-Tour über die A4 wechselte der Flüchtende am Dreick Dresden-West auf die A17 und verließ die Rennstrecke an der Anschlussstelle in Gorbitz. Mit überhöhter Geschwindigkeit sei er weiter durch den Stadtteil gerast, bis die verbotene Ausfahrt abrupt in einer Baustelle auf der Gompitzer Straße endete, wie die Polizei mitteilte. 

In der Baustellenkurve verlor er die Kontrolle über sein Gefährt und bretterte in einen Bauzaun, wo der Wagen dann steckenblieb: Die Straße "Freiheit" entpuppte sich führ ihn als ziemliche Sackgasse. Der mutmaßliche Autodieb aber wollte nicht aufgeben und den Zivilfahndern davonrennen. Was ihm anfangs auch gelang, doch habe die "tatkräftige Hilfe eines Passanten" die finale Flucht vereitelt. Die Beamten bedankten sich für die frühmorgendliche Unterstützung und nahmen ihren Fang vorläufig fest. Die Identität des Mannes sei bislang noch nicht geklärt, dafür aber sein Konsum von Amphetaminen, unter deren Einfluss er stand  sowie sein Besitz von einer geringen Menge Crystal, die er bei sich trug. 

Erste Prüfungen ergaben, dass der Audi nur Stunden zuvor im hessischen Rödermark gestohlen worden war. Die weiteren Ermittlungen führt nunmehr die Soko „Kfz“ des Landeskriminalamtes Sachsen in enger Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hessen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Angaben vor. (SZ/stb)

Die Flucht endete an der Straße namens "Freiheit". © Polizei Dresden