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Robo Adivsor im direkten Überblick - Jetzt verschiedene Anbieter vergleichen!

Robo Advisor – Anlageberatung im Computerzeitalter

robo advisor testMit dem Robo Advisor ist vor wenigen Jahren eine Dienstleistung auf dem FinTech-Markt erschienen, die insbesondere für Kleinanleger völlig neue Möglichkeiten der Gestaltung eines individuellen Portfolios und seiner langfristigen Verwaltung eröffnet.

Die Deutschen sind seit jeher gute Sparer. Im Jahr 2018 lag die Summe der Spareinlagen, des am Jahresende auf deutschen Konten frei verfügbaren Betrages, in Deutschland bei mehr als 560 Millionen Euro. Das Geldvermögen deutscher Haushalte, die Summe aus Bargeldbeständen, Bankeinlagen und Wertpapieren, lag bei 6.016 Milliarden Euro.

Egal ob Großverdiener oder kleiner Angestellter, die meisten Menschen versuchen gezielt Geld für individuelle Wünsche oder für die Altersvorsorge beiseitezulegen. Inzwischen ist jedem klar, dass Geld unter der sprichwörtlichen Matratze wenig sinnvoll verwahrt ist und durch Inflation dauerhaft an Wert verliert. Besonders bei kleinen Sparern galt lange Jahre eine konservative Anlage, sei es in Bausparverträge, in eine Lebensversicherung oder zumindest auf ein gut verzinstes Sparbuch als sichere Alternative. Spekulative Anlagen mit hohen Renditen aber gleichzeitig hohem Verlustrisiko galten dagegen als Anlagemethode für Glücksspieler, die entweder über das erforderliche Insider-Wissen verfügten oder selbst einen Totalverlust leicht verschmerzen konnten.

Seither hat sich der Finanzmarkt radikal verändert. Althergebrachte Anlageformen sind kaum mehr rentabel. Lebensversicherungen, die noch vor wenigen Jahren Garantiezinsen im hohen einstelligen Prozentbereich einbrachten, erzielen heute oft nur noch Renditen unterhalb eines Prozents. Dem klassischen Sparbuch oder dem Girokonto gelingt es nicht einmal mehr, die Inflation aufzufangen.

Den Schritt in stärker spekulative Anlagen wagt der einfache Sparer nur begrenzt. Um Aktien sinnvoll nutzen zu können, denken zumindest die meisten Sparer, benötigt es genauere Kenntnisse des Finanzmarktes. Diese zu erlangen und eine Anlage dauerhaft zu überwachen, dazu fehlt den meisten das Interesse an der Materie und nicht zuletzt die Zeit. Aktienfonds oder fondsgebundene Anlagen sind dagegen beliebt, erweisen sich aber immer wieder als Risiko, wenn sie langfristig nicht die erhoffte Rendite einbringen. Wer hier nicht rechtzeitig erkennt, dass er auf das falsche Pferd gesetzt hat, kann mit Fonds viel Geld verlieren. Besonders breit gestreute Fonds mit niedrigem Risiko sind dagegen selten außergewöhnlich einträglich.

Eine zeitgemäße Alternative versprechen Anbieter sogenannter Robo-Advisor Dienstleistungen. Hierbei soll für Anleger die Möglichkeit bestehen, spekulative Finanzmarktprodukte nutzen zu können, ohne selbst über das erforderlich Know-how zu verfügen. Die Kontrolle und Steuerung übernimmt der Computer.


Finanzdienstleistung gestern, heute und morgen

robo advisor online vergleichenDie Mechanismen des Finanzmarktes sind für den Laien nur schwer nachvollziehbar. Wer in der Schule vielleicht noch die Zinseszinsrechnung vermittelt bekam, betreibt einigen Aufwand, um im Ansatz nachvollziehen zu können, wie der Aktienmarkt funktioniert. Nicht jeder Anleger hat hierzu die Zeit und die Muße. Aus diesem Grund sind Finanzberater seit vielen Jahren gefragt und erfolgreich.

Neben dem klassischen Bankberater konnten sich in den letzten Jahrzehnten einige unabhängige Finanzdienstleister etablieren, die Kunden in Anlagefragen beraten. Klassischerweise handelt es sich hierbei um eine reine Anlageberatung, das heißt um die Vermittlung einzelner Finanzprodukte. Eine dauerhafte Vermögensverwaltung, die Überwachung und Steuerung des Anlagevermögens war wenigen finanzkräftigen Investoren vorbehalten, die mit größeren Summen spekulierten und die erforderlichen Kosten einkalkulieren konnten.

Wer mit kleineren Beträgen zum Beispiel an der Börse spekulieren wollte, war gezwungen, sich intensiv mit der Materie zu befassen und das erforderliche Wissen zu erwerben. Selbst wenn dies gelang, fehlte meist der Zugang zu wichtigen Informationen, die ein effektives Steuern des eigenen Aktienportfolios ermöglichten. Als Alternative boten sich lediglich Investmentfonds, in den letzten Jahren vorzugsweise in Gestalt von Exchange-Trade Funds (ETFs), die passiv am Aktienindex orientiert zusammengestellt sind. Ohne kostenintensive professionelle Unterstützung sind dieser Anlageform Grenzen gesetzt.

Info

Eine neue Form der Steuerung einer individuellen Geldanlage bietet der Robo Advisor, mit dessen Hilfe es kleinen Anlegern ohne Kenntnisse des Finanzmarktes ohne großen Aufwand und mit geringen Kosten möglich sein soll, eine individuelle Anlagenberatung umzusetzen und die eigene Investition langfristig orientiert am aktuellen Marktgeschehen zu steuern.


Was ist ein Robo Advisor?

Für viele Sparer und Kleinanleger ist der Begriff des Robo Advisors oder des Robo Advice noch unbekannt.

Während diese Form der digitalisierten Finanzberatung vor allen Dingen in den USA in den letzten Jahren zunehmend Verbreitung findet, stehen Dienstleister in Europa und speziell in Deutschland noch am Anfang.

Der Begriff leitet sich von den englischen Bezeichnungen für Roboter (engl. Robot) und Berater (engl. Advisor) ab. Das Kunstwort beschreibt verständlich den Kern der Dienstleistung: Die Aufgabe, die in der Vergangenheit einem klassischen Anlageberater und Vermögensverwalter oblag und aufgrund des verbundenen Aufwands entsprechend teuer war, übernimmt in gleicher oder sogar höherer Qualität ein Roboter oder genauer gesagt ein Computerprogramm.


Was leistet der Robo Advisor?

Die grundlegende Technologie hinter dem neuen Begriff des Robo Advisors setzen Finanzberatern intern schon länger ein. Durch verbesserte technische Möglichkeiten und Verbreitung der Digitalisierung steht sie zunehmend auch dem Endverbraucher zur Verfügung. Mithilfe eines Robo Advisors, einer entsprechend programmierten und mit Daten versorgten Software, können in einem ersten Schritt individuell passende Anlagen ausgewählt und Investments automatisiert gesteuert werden.

Das heißt, zuerst gibt der Robo Advisor aufgrund individueller Informationen zu finanziellen Möglichkeiten und bevorzugten Anlagestrategien eine präzise Analyse, welches Investment geeignet ist. Erfolgt anhand dieser Empfehlung eine Anlage, betreut der digitale Anlageberater dauerhaft diese Finanzmarktprodukte. Der Anleger erteilt dem Dienstleister die Befugnis, in seinem Namen, ohne zusätzliche Rücksprache, das erworbene Portfolio zu verändern, das heißt Bestandteile zu verkaufen oder hinzuzukaufen. Der Robo Investor bewegt sich im zu Anfang festgelegten finanziellen Rahmen und agiert mit Rücksicht auf die bevorzugte Anlagestrategie.

In welche Finanzmarktprodukte investiert der Robo Advisor?

Die digitalen Anlagehelfer sind darauf ausgerichtet, Anlagevermögen in Wertpapiere zu investieren. Üblicherweise handelt es sich nicht um Einzelwerte, einzelne Aktien in einem individuellen Depot, sondern um Aktienfonds, Indexfonds und ETFs. Obwohl diese bereits eine Anlage streuen, aus Aktien verschiedener Unternehmen und zum Teil unterschiedlicher Branchen zusammengesetzt sind, beobachtet der Robo Advisor selbstständig die Kursentwicklung und entscheidet, ob eine Veränderung durch Verkauf und Neukauf anderer Fonds sinnvoll sein könnte.

Was sind Indexfonds?

robo advisor kostenlos vergleichenGrade für private Kleinanleger ist eine Investition in einzelne Aktien ein Glücksspiel. Wertpapiere eines Unternehmens zu kaufen bietet die Chance, an dessen zukünftigen Erfolg zu profitieren, birgt aber das Risiko, durch Misserfolg Geld zu verlieren, bis hin zum Totalverlust. Wer nicht auf das  angelegte Geld verzichten kann und deshalb ein großes Risiko in Anbetracht der ebenfalls hohen Chancen in Kauf nimmt, sollte eine andere Strategie wählen. Die verbreitete Variante ist das Streuen des Investments. Anstatt in größerer Zahl ausschließlich Aktien eines Unternehmens zu kaufen, investiert der Anleger in Aktien unterschiedlicher Unternehmen. Der Gedanke hierbei ist, dass Gewinne mit einem Teil dieses Portfolios Verluste durch einzelne Aktien ausgleichen können. Da sich positive wie negative Entwicklungen auf ganze Wirtschaftszweige beziehen können, investieren viele Anleger zusätzlich in verschiedenen Brachen, beispielsweise in Technologie, Pharmazie, Immobilien, Luftfahrt und zahlreiche weitere. Eine solche Strategie ermöglicht keine Traumgewinne, verhindert aber herbe Verluste.

Ein solches Aktiendepot zusammenzustellen erfordert einige Kenntnisse. Für den Anfänger ist es in der Praxis kaum möglich, sinnvoll und einigermaßen zuverlässig zu entscheiden, welche Einzelwerte zusammengenommen den eigenen Zielen entsprechen.

Indexfonds sind eine beliebte Alternative zur komplizierten eigenständigen Gestaltung eines Portfolios. Es handelt sich bei ihnen um sogenannte passiv gemanagte Investmentfonds, gewissermaßen Aktienpakete, an denen sich einzelne Anleger anteilig, abhängig vom Anlagebetrag, beteiligen können.

Weiteres zu Indexfonds

Indexfonds verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sich ihre Zusammensetzung aus einzelnen Aktien an einem Aktienindex, zum Beispiel dem Deutschen Aktienindex (DAX) orientiert. Ein solcher Aktienindex überblickt einen Abschnitt des gesamten Finanzmarkts und dokumentiert die Kursentwicklung (Performance) einzelner Aktien. Anhand der Entwicklung der enthaltenen Werte im Verhältnis zu einem festgelegten Gesamtwert des Index setzt dieser sich aus Einzelwerten in unterschiedlicher Gewichtung und Stellung zusammen.

Ein Indexfond bildet diesen Aktienindex nach. Das heißt er setzt sich aus Einzelwerten im gleichen Verhältnis zusammen, wie sie der Index vorgibt und verändert sich parallel. Verliert die Aktie eines Unternehmens an Wert, steigt im Index die Wertung anderer Aktien. Im Aktienindex ändert sich das Verhältnis der enthaltenen Aktien parallel dazu.

Worin liegen die Vorteile eines Indexfonds?

Als passiv gemanagte Fonds erzeugen Indexfonds nur geringe Verwaltungskosten.

Da sich Indexfonds an Aktienindizes orientieren, bietet der Finanzmarkt eine größere Auswahl. Ob DAX, Dow Jones, EuroStoxx oder MSCI World – Indizes enthalten zum Teil eine sehr große Zahl an einzelnen Werten und sind durch breite Streuung eine sichere Anlagestrategie. Aktiv gemanagte Investmentfonds, bei denen ein qualifizierter Fondsmanager die Zusammensetzung bestimmt, bringen zwar in Einzelfällen eine höhere Rendite als Indexfonds, im Durchschnitt sind letztere erfolgreicher, da der “Faktor Mensch” sie weniger beeinflusst – weder positiv noch negativ.


Was sind ETFs?

Viele Fachinformationen zum Thema Investment nutzen die Begriffe Indexfond und ETF weitgehend synonym oder erklären zumindest, dass es sich bei ETFs um Indexfonds handelt. Diese Gleichsetzung ist nur bedingt korrekt.

Grundsätzlich bildet ein Exchange Traded Fund (ETF) einen ausgewählten Aktienindex nach, ist insofern tatsächlich ein klassischer Indexfond. Unterschiede finden sich in Details. Der Handel mit ETFs erfolgt tatsächlich an der Börse. Das heißt die Kurse der enthaltenen Aktien verändern sich in Echtzeit und können im Sekundentakt schwanken. Der klassische Indexfonds hingegen bilden den Index einmal täglich anhand der Schlusskurse nach und An- und Verkauf erfolgen zu diesem Tagespreis. Börsengehandelten ETFs erzielen durch Kursschwankungen durchaus signifikante Kursgewinne im Vergleich zum Indexfond.

Außerdem handelt es sich bei ETFs im Gegensatz zum normalen Indexfond nicht zwingend um eine physische Anlage. Das heißt, der Fond kauft nicht unbedingt real Aktien, sondern arbeitet mit sogenannten Swaps, außerbörslichen Kaufvereinbarungen.

Hier gilt, dass der klassische Indexfond die sichere und aufgrund geringerer Kosten preisgünstigere Variante ist, ETFs aber im Gegenzug durchaus höhere Gewinne ermöglichen.


Worin liegen die Vorteile eines Robo Advisors?

robo advisor verwendenDer Gedanke, Entscheidungen über die Verteilung und Überwachung einer Anlage einem Computer zu überlassen, mag Kleinanlegern mit begrenztem Budget nicht unbedingt auf den ersten Blick behagen. Die neueste Errungenschaft der Finanztechnologie hat eindeutige Vorteile, die selbst Skeptiker überzeugen können.

An erster Stelle stehen hier klar die Kosten. Zum einen ist eine vergleichbare Dienstleistung durch einen individuellen Vermögensberater bzw. einen langfristigen Vermögensverwalter für Kleinanleger unerschwinglich und  überhaupt erst für deutlich höhere Investments im Angebot. Zum anderen investieren Robo Advisor üblicherweise in Indexfonds bzw. ETFs, passiv gemanagte Fonds, die deutlich geringere Kosten erzeugen als aktive Fonds.

Robo Advisor sind dem menschlichen Anleger, vor allem jenem ohne entsprechende Erfahrung und Routine im Anlagegeschäft, noch in anderen Bereichen erkennbar überlegen. Kleinanleger legen ihren persönlichen Fokus oftmals allein auf die angestrebte Rendite. Bei der Auswahl der bevorzugten Anlage zählen an erster Stelle die prognostizierten Zinsen. Anleger übersehen leicht Risiken einzelner Investitionen oder bewerten diese geringer als objektiv vernünftig wäre. Ein Computerprogramm lässt sich hier nicht von Versprechungen blenden, sondern agiert ausschließlich nach Aspekten der Logik im Rahmen vorgegebener Algorithmen. Entscheidend ist hierbei, dass Risiken in der Praxis deutlich zuverlässiger vorherzusagen sind als Renditen.

Robo Advisor lassen sich nicht von Emotionen lenken. Wer Geld in börsenorientierte Anlageformen investiert, sollte bildlich gesprochen etwas kaltblütig sein. Über Erfolg und Misserfolg beim Kaufen und Verkaufen entscheidet der richtige Zeitpunkt. Wer aus Angst oder übermäßigen Enthusiasmus zu spät kauft oder zu früh verkauft oder umgekehrt, der kann leicht viel Geld verlieren. Angst und Leichtsinn sind dem Robovisor fremd.

App

Neben all diesen Vorteilen der digitalen Anlageberatung und Investmentverwaltung punkten Robo Advisor vor allen Dingen durch ihre Transparenz gegenüber dem Anleger. Zwar überlässt dieser dem Dienstleister im Rahmen der vereinbarten Parameter die Verfügungsgewalt, als digitale Dienstleistung erhält er zu jeder Zeit Einblick. Dies geschieht über eine Online-Plattform und meist über eine Smartphone-App. Der Anleger kann sein Investment damit oft sogar in Echtzeit beobachten, was sich als klarer Vorzug gegenüber bisher oft üblichen turnusmäßigen Depotauszügen erweist.

Selbst junge Start Up Anbieter können im Bereich Robo Advice gegenüber alteingesessenen Banken beim Kunden punkten. Das hat nachvollziehbare Gründe. Für viele Kleinanleger war bisher die Hausbank der gebräuchliche Ansprechpartner, wenn es darum geht Kapital anzulegen. Jeder Bankkunde der über längere Zeit größere Summen auf dem Girokonto „parkt“ kann früher oder später mit einer Einladung zum Gespräch von einem Bankberater rechnen. Banken bieten mehrheitlich unterschiedliche Finanzmarktprodukte, die individuell mehr oder weniger gut als Anlageform geeignet sind. Hierzu zählen sowohl klassische Sparprodukte vom guten, alten Sparbuch, über das Tagesgeldkonto bis hin zum vergleichsweise hoch verzinsten Festgeld. Banken haben natürlich auch Wertpapiere, vor allen Dingen Investmentfonds im Angebot.

Insgesamt handelt es sich jedoch üblicherweise ausschließlich um eigene Produkte oder um solche von Kooperationspartners. Das heißt, die Anlageberatung in einer Bank ist alles, nur nicht unabhängig. Außerdem sollte klar sein, dass Banken in diesem Fall vorrangig Verkäufer sind. Das heißt, nachdem der Kunde für ein Anlageprodukt unterschrieben hat, ist er mit diesem meist allein. Kauft ein Anleger zum Beispiel Anteile eines Investmentfonds, landen diese im oft bankeigenen Depot und der Käufer erhält in regelmäßigen Abständen, meist einmal im Jahr, einen Depotauszug, in dem der aktuelle Wert dokumentiert ist. Ob sich eine Anlage auch nach einem Jahr oder nach längerer Zeit lohnt und die erhoffte Rendite bringt oder ab es zwischenzeitlich ratsam wäre, Veränderungen vorzunehmen, obliegt allein der Beurteilung und Entscheidung des Kunden. Ob seitens des Bankberaters das erforderliche Know how vorhanden wäre, dies zu beurteilen oder ob dieser nur darauf geschult ist, die eigenen Produkte zu bewerben und den Verkauf abzuwickeln, ist nicht in jedem Fall zu Gunsten der Bank zu beantworten.

Liefert sich der Anleger einer Maschine aus?

Computer sind objektiv, emotionslos und unbestechlich – alles Faktoren, die zu Gunsten ihrer Eignung als Anlageberater und Investmentverwalter anzuführen sind. Trotzdem hegen Anleger vielleicht Zweifel, ob einem Roboter in letzter Konsequent vertrauenswürdig ist. Außerdem stellt sich ihnen die Frage, ob Robo Advice bedeutet, dass sie ausschließlich mit einer Software kommunizieren.

Wer sich für den Robo Advisor entscheidet, fällt keine Entscheidung gegen den menschlichen Ansprechpartner und unterwirft sich nicht digitalisierter Willkür mit allen Schwachpunkten, die Computerprogramme im Alltag zeigen.

Grundlagen für Entscheidungen

Der Computer liefert in der Praxis nur die Grundlagen für Entscheidungen, die letztlich Menschen ausführen. Außerdem arbeiten Dienstleister im Robo Advising selbstverständlich mit menschlichen Ansprechpartner, die per Mail, per Telefon oder im Online-Chat allen Kundenfragen Rede und Antwort stehen.

Für wen eignet sich der Robo Advisor?

Grundsätzlich zielen Dienstleister für Robo Advice auf ein jüngeres, technikaffines Klientel ab. Mit einem entsprechend hohen Einkommen sind sie in der Lage und bereit, Geld anzulegen und nicht alleine auf konservative Anlageformen fixiert. Trotzdem fehlt ihnen die Zeit und das erforderliche Know how, um auf eigene Faust den Finanzmarkt und seine Regeln zu erkunden, um ein individuelles Portfolio anzulegen, zu überwachen und zu steuern.

Interessenten sollte bewusst sein, dass sich der Robo Advisor bevorzugt für längerfristige Anlagen eignet. Grade im langfristigen Vermögensaufbau bewährt sich der Robo Advisor, indem er dem Anleger wiederholte Entscheidungen abnimmt und im Endergebnis bei geringem Risiko über die Laufzeit optimale Renditen erzielt.

Wie sicher ist der Robo Advisor?

robo advisor investierenDie Beauftragung eines Robo Advisors ist mit der Eröffnung eines Wertpapier-Depots verbunden.

Als Verrechnungskonto unterliegen diese Konten der gesetzlichen Einlagensicherung. Bis zu einer Höhe von 100.000 Euro sind Anlagen über den Einlagensicherungsfond des Bundesverbands deutschen Banken abgesichert. Das heißt, selbst bei einer Insolvenz muss die Bank ausreichend finanzielle Mittel bereitstellen, um Kunden bis zur genannten Höhe zu entschädigen.

Diese Einlagensicherung bezieht sich ausschließlich auf liquide Mittel auf dem Verrechnungskonto, welches dazu dient Verkaufserlöse zwischenzulagern und neue Investments abzuwickeln. Der eigentliche Sinn des Robo Advisors besteht dagegen darin, Mittel immer wieder neu zu investieren.

Beauftragte Banken verwalten Vermögen in Form von Fondsanteilen nur treuhänderisch. Bei einer Insolvenz zählen Aktien nicht zum Vermögen der Bank und der Eigentümer, der Anleger, kann eine Herausgabe jederzeit verlangen.

IT Sicherheit

IT-Sicherheit spielt darüber hinaus für Anbieter eine übergeordnete Rolle. Finanzentscheidungen in Echtzeit basierend auf online verfügbaren Daten, sind auf eine sichere und zuverlässige IT-Infrastruktur angewiesen. Außerdem arbeiten Dienstleister mit sensiblen Kundendaten und müssen deshalb den Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) entsprechen.

Was kostet der Robo Advisor?

Die Kosten für die Dienstleistung eines Robo Advisors setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen:

  • Pauschalgebühren
  • Wertpapierkosten
  • Performance-Gebühren
  • Mindestgebühren

Eine jährlich zu entrichtende Pauschalgebühr orientiert sich bei den meisten Anbietern prozentual an der Höhe der Gesamteinlage und erreicht üblicherweise maximal drei Prozent.

Die Kosten für einzelne Wertpapiere rangieren bei ETFs zwischen 0,1 und 0,3 Prozent pro Jahr. Deutlich höhere Gebühren können für die zusätzliche Nutzung anderer aktiver Anlageformen anfallen. Bei der Performance-Gebühr handelt es sich um eine erfolgsabhängige Provision, die machen Anbieter in Rechnung stellen. Sie bezieht sich prozentual auf die jährlich erzielte Rendite.

Besonders bei geringen Anlagesummen setzen einige Anbieter eine Mindestgebühr fest, welche die prozentuale Pauschalgebühr immer dann ersetzt, wenn diese in Bezug auf die Anlage niedriger ausfallen würde.


Wie läuft die Zusammenarbeit mit einem Robo Advisor ab?

robo adviser anlageDie erste Aufgabe besteht darin, sich für einen passenden Anbieter zu entscheiden. Ist diese Hürde genommen, sind die Beauftragung und die Zusammenarbeit für den Kunden denkbar unkompliziert.

Vor der konkreten Investition erfolgt die Auswahl geeigneter Anlagemodelle. Dies geschieht bereits softwarebasiert. Anhand einer Reihe von Fragen analysiert der Robo Advisor welcher Anlagetyp der Kunde ist. Dabei geht es zum einen um die finanziellen Möglichkeiten zum anderen um die grundlegende Risikobereitschaft.

Anhand dieser Einstufung schlägt der Robo Advisor die passenden Anlagen, zum Beispiel einzelne ETFs oder andere Investmentfonds vor. Diesen Vorschlag kann der Anleger sofort annehmen oder nach eigenen Vorstellungen verändern. Anschließend eröffnet der Dienstleister im Namen des Kunden das erforderliche Wertpapierdepot und kauft die ersten Aktien bzw. Fondsanteile.

Prinzipiell können Anleger Robo Advisor nur als Anlageberatung nutzen. In einem solchen Fall kann der Kunde die Anlageempfehlung selbständig umsetzen und das Depot eigenständig überwachen und verwalten. Die eigentliche Aufgabe und die Stärke des Robo Advisors kommt aber erst nach Eröffnung und Erstinvestition zum Tragen. Er überwacht die Entwicklung des Portfolios parallel zum Geschehen am Investmentmarkt und passt seine Zusammenstellung wahlweise komplett selbständig durch Verkäufe und Ankäufe an oder informiert den Anleger über empfehlenswerte Schritte, falls dieser die Entscheiungsgewalt nicht vollständig abgeben möchte.

Was versteht man unter Rebalancing?

Den Prozess der autorisierten Veränderung des Investments bezeichnet man als Rebalancing.

Gleichzeitig beschreibt der Begriff eine grundlegende Anlagestrategie. Das Rebalancing steht im Kontrast zum klassischen Buy & Hold, das Finanzexperten vielfach empfehlen. Diese Strategie hält einmal gekaufte Wertpapiere über die gesamte geplante Anlagedauer. Die Methode geht von der Annahme aus, dass sich breiter gestreute Investments über einen längeren Zeitraum insgesamt positiv entwickeln.

Info

Anleger können Buy & Hold mit Rebalancing kombinieren. Da sich in einem Portfolio durch Kursentwicklungen der prozentuale Anteil einzelner Werte verändert, kann Nachregulierung das Ausgangsverhältnis aktiv wiederherstellen. Bei dieser klassischen Form des Rebalancings handelt es sich um ein einfaches Umschichten, durch den Verkauf von Teilen angewachsener Werte und den aus den Erlösen finanzierten Ankauf der prozentual im Vergleich zur Ausgangssituation unterrepräsentierten Werte. Alternativ kann beim sogenannten Cash-Flow Rebalancing zusätzliche Kapital dazu dienen, um allein durch Zukäufe das gewünschte Verhältnis wieder herzustellen.


Wie findet man den richtigen Robo Advisor?

Robo Advice ist in Deutschland noch eine junge aber aufstrebende Beratungs- und Betreuungsdienstleistung, die immer mehr Finanzdienstleister anbieten.

Die Auswahl an Anbietern ist derzeit noch begrenzt, trotzdem ist ein genauerer Blick auf verschiedene Merkmale der einzelnen Robo Advisor erforderlich, um den individuell besten auszuwählen.


Umfang der Services

Wie bereits angesprochen können Robo Advisor in unterschiedlichem Umfang aktiv Einfluss auf das individuelle Investment eines Anlegers nehmen.

Abhängig von dieser Servicetiefe unterscheiden sich drei Arten von Robo Advisorn bzw. Leistungsangeboten:

  • Robo Advisor als Anlageberater

Die einfachste Variante des Robo Advisors beschränkt sich auf die reine Anlageberatung. Die Software dient als Tool, das anhand unterschiedlicher Datenbanken eine Übersicht über verfügbare und geeignete Fonds liefert.

  • Robo Advisor als Anlagevermittler

Anhand der Bestimmung der Anlegerpersönlichkeit und der Abfrage der individuellen Ziele und wirtschaftlicher Voraussetzungen spricht der Robo Advisor Empfehlungen für die Zusammensetzung eines Portfolios aus.

Nach § 34f der Gewerbeordnung (“Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler”) vermittelt er als Makler zwischen dem Anleger und Fondsanbietern.

Die Dienstleistung beschränkt sich hierbei auf die einmalige Zusammenstellung eines Portfolios.

  • Robo Advisor als Vermögensverwalter

Der Robo Advisor beurteilt die Anlegerpersönlichkeit, empfiehlt eine Portfoliozusammenstellung, kauft die Wertpapiere und überwacht die Entwicklung des Investments dauerhaft und engmaschig. Anhand der professionellen Beurteilung der Risikobereitschaft und potentiellen Belastbarkeit des Anlegers trifft der Robo Advisor nach eigenem Ermessen, vom Anleger umfassend autorisiert, alle erforderlichen finanziellen Entscheidungen. Als Portfolioverwalter agiert er nach § 32 Kreditwesengesetz mit Befugnis und unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und ist darüber hinaus ausschließlich an vertraglich vereinbarte Anlagerichtlinien gebunden.

  • Art der Anlagemodelle

Robo Advisor verschiedener Dienstleister arbeiten mit unterschiedlichen Anlagemodellen. Vorrangig lassen sich hier zwei Prototypen unterscheiden.

  • Anlagemodelle mit statischer Gewichtung

Basierend auf dem Standardwerk “Moderne Portfoliotheorie” des US-amerikanischen Ökonoms Harry Max Markowitz aus den 50er Jahren wählen traditionelle Anlagemodelle vieler Robo Advisor eine statische Gewichtung verschiedener Anlagebestandteile. Sie verteilen das Investment zum Beispiel zu festgelegten prozentualen Anteilen auf Aktien und Anleihen.

Die Theorien Markowitz’ gelten heute überwiegend als überholt, die statische Gewichtung ist trotzdem unverändert das bevorzugte Anlageverfahren vieler Robo Advisor.

Wie bereits erklärt, bietet die statische Gewichtung in Verbindung mit einem Rebalancing ein sicheres Investment bei gleichzeitig hohen Renditen.

  • Renditeorientierte Anlagemodelle

Auch wenn durch Rebalancing mit dem statischen Anlagemodell gute Renditen erzielt möglich sind, stehen Sicherheit und Stabilität im Vordergrund. Technologiegetriebene Anlagemodelle akzeptieren ein größeres Risiko in Erwartung höherer Renditen. Zu diesem Zweck nutzen Anbieter die technischen Möglichkeiten des Robo Advisors um die Zusammensetzung eines Portfolios dynamisch zu verändern. Die Höhe des vertretbaren Risikos orientiert sich an der anfänglichen Ermittlung der Anlegerpersönlichkeit. Das Ziel des Rebalancings ist bei diesem Ansatz nicht, wie bei der statischen Gewichtung, die Beibehaltung einer Anlageverteilung sondern des vereinbarten Risikos.


Kostenfaktor

Die Zusammensetzung der Kostenstruktur eines Robo Advisors haben wir bereits ausführlich beschrieben. Strukturell finden sich hier nur wenige Unterschiede zwischen einzelnen Anbietern. In einem individuellen Robo Advisor Vergleich kann der Anleger trotzdem die Höhe der einzelnen Posten, der Pauschalgebühr, der Wertpapierkosten, einer Performace-Gebühr sowie eine meist vorhandene Mindestgebühr vergleichen und sich parallel zu anderen Kriterien für den günstigsten Robo Advisor entscheiden.

Tipp

Neben den Kosten ist bei vielen Dienstleistern außerdem eine Mindestanlagesumme zu beachten.


Welche Anbieter gibt es?

robo advisor sparen anlegenAktuell ist die Auswahl an Anbietern für Robo Advice in Deutschland noch überschaubar. Daraus ergeben sich Vor- aber auch Nachteile. Die Suche nach einem passenden Anbieter ist weniger aufwendig, wenn in einem individuellen Robo Advisor Vergleich weniger Kandidaten einander gegenübergestellt sind. Im Gegenzug belebt größere Konkurrenz meist sprichwörtlich das Geschäft, was bessere Konditionen für Kunden nach sich ziehen kann.

Die folgende alphabetische Auflistung von Robo Advisorn stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie nennt aber die aktuell (Stand Mai 2019) maßgeblich vertretenen Finanzdienstleister aus diesem Segment, gemessen an der Höhe des verwalteten Vermögens. Ob einer der genannten als bester Robo Advisor betrachtet werden kann, ist grundsätzlich eine individuelle Bewertung.

  • Cominvest

Als Tochtergesellschaft der Commerzbank präsentiert Cominvest seit Mitte 2017 einen eigenen Robo Advisor.

Die Basis der Zusammenarbeit mit Anlegern bildet ein Online-Fragebogen, anhand dessen Kunden einer von fünf Anlagestrategien zugeordnet wird.

Cominvest arbeitet mit insgesamt etwa 4.000 aktiv gemanagten Fonds, ETFs und ETCs (Exchange Traded Commodities, börsengehandelte Rohstoffe und Edelmetalle). Der Anleger kann sich zwischen zwei Varianten entscheiden: dem Modell “Wir gemeinsam”, bei dem der Robo Advisor Vorschläge zum individuellen Rebalancing unterbreitet, die der Anleger eigenständig durchführen kann oder dem Modell “Wir für Sie”, in dem der Robo Advisor volle Verfügungsgewalt erhält und die als sinnvoll ermittelten Maßnahmen automatisch vornimmt.

Anlagen sind bei Cominvest bereits in einer Höhe von 3.000 Euro möglich, als Sparplan liegt das Minimum bei einer monatlichen Einlage von 100 Euro. Als Pauschalgebühr berechnet Cominvest 0,95 % des Anlagevolumens, neben den zusätzlichen Fondskosten fallen darüber hinaus keine weiteren Gebühren an.

  • Liqid

Die Liqid Investments GmbH aus Berlin präsentiert sich seit August 2015 als Kooperation eines “international erfahrenen Management-Teams” mit Kapitalmarkt-Experten der HQ Trust aus Bad Homburg. Bei letzterer handelt es sich um die Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt, Spross der Industriedynastie Quandt deren Mitglieder seit Jahrzehnten regelmäßig auf der Liste der 500 reichsten Deutschen des Manager Magazins auftreten und unter anderem als bedeutende Anteilseigner von Unternehmen wie der BMW AG bekannt sind.

Liqid arbeitet mit drei unterschiedlichen Arten der Vermögensverwaltung. Während es sich beim Programm “Liqid Select” um eine klassische, von Experten gesteuerte Portfolioverwaltung handelt, sind “Liqid Global” und “Liqid Global Impact” von Robo Advisorn automatisiert gesteuerte Portfolios.

Die Robo Advisor bauen auf passive Strategien für Indexfonds und ETFs, die das Anlagevermögen individuell, orientiert am Anlegerprofil des Kunden, auf verschiedene Anlageklassen verteilen. Beide Varianten nutzen automatisiertes Rebalancing. Liqid Global beurteilt regionale Aktienmärkte nach ihrer Wirtschaftskraft. Liqid Global Impact berücksichtigt zusätzlich Nachhaltigkeitskriterien.

Die Mindestanlage für den Liqid Robo Advisor liegt bei 100.000 Euro bei jährlichen Kosten zwischen 0,5 und 0,9 % zuzüglich der Fondskosten.

  • Quirion

Quirion war im August 2018 Testsieger im Vergleich von 14 Robo Advisorn durch die Stiftung Warentest.

Quirion ist ein unabhängiger Finanzberater und Vermögensverwalter, gegründet 2013 als Quirin Privatbank AG. Diese Unabhängigkeit hat zur Folge, dass es Quirion gesetzlich untersagt ist, Provisionen für vermittelte Geldanlagen zu beziehen.

Als Privatbank führ Quirion die erforderlichen Konten und Depots selber und garantiert geringe Kosten durch den Verzicht auf Depotgebühren, Transaktionskosten, Ausgabeaufschläge, Kosten für Depotanpassungen sowie Performancegebühren. Eine Anlage ist im Basis-Paket Portfolio ohne Coach bereits ab 5.000 Euro, im Comfort-Paket Portfolio mit Coach ab 10.000 Euro möglich, bei 0,48 % Jahresgebühr.

  • Scalable Capital

Scalable Capital ist mit einem verwalteten Anlagevermögen von rund einer Milliarde Euro und mehr als 35.000 Anlegern derzeit der finanzstärkste Anbieter für Robo Advice.

Eine Anlage ist ab 10.000 Euro ohne Mindestlaufzeit möglich. Nach dem klassischen Verfahren bewertet der Scalable Capital Robo Advisor die Risikobereitschaft des Anlegers, investiert in ETFs und führt automatisch eine erforderliche Umschichtung und Reinvestition durch, um die Risiken des Portfolios anzupassen.

Das Angebot umfasst über 2.000 Anlagen mit Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe.

Hierfür ist eine jährliche Kostenpauschale in Höhe von 0,75 % der Anlagesumme zuzüglich 0,19 % Wertpapierkosten fällig.


Wie viel Rendite bringt ein Robo Advisor?

Eines ist wichtig zu bedenken: die Verwendung eines Robo Advisors ist keine Renditegarantie. Kein Anbieter ist so leichtsinnig, Erträge zu garantieren oder Verluste auszuschließen. Selbst wenn ein Robo Advisor mit hochmodernen Techniken und erprobten Algorithmen arbeitet, handelt es sich bei den Anlagen um spekulative Finanzprodukte. Als solche beinhalten sie ein grundlegendes Verlustrisiko. Marktentwicklungen sind nur bedingt vorauszusagen und unterliegen immer unvorhersehbaren Eventualitäten.

Aussagen zu Renditen von Wertpapieren sind nur rückblickend möglich. Die Berechnung der erzielten Zinsen dienen als Anhaltspunkt für eine zukünftig mögliche Entwicklung.

Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bescheinigen deutschen Robo Advisorn Renditen von mehr als 10 Prozent in 12 Monaten. Damit liegt diese Anlagemethode noch vor dem globalen Finanzmarkt aus Aktien und Staatsanleihen mit 7,40 % oder Immobilien (1,5 %) und Tagesgeldern (0,25 %). Ein Vergleich ist aufgrund des deutlich unterschiedlichen Risikos nur bedingt aussagekräftig.

Schutzmechanismus

Auch wenn wie beschrieben die zeitgemäß moderne Vorgehensweise des Robo Advisors nicht über das Verlustrisiko hinwegtäuschen sollte, besteht für den Anleger ein wichtiger Schutzmechanismus: der Anleger erteilt die Vollmacht zur eigenständigen Portfolioverwaltung nur im Rahmen des anfänglich festgelegten Risikos. Das heißt, die empfohlenen und im Auftrag erworbenen Wertpapiere müssen diesem individuellen Anlegerprofil entsprechen, tun sie dies nachweislich nicht und kommt es zu Verlusten, ist der Robo Advisor haftbar.


Fazit – zeitgemäße Technik statt Science Fiction

robo advisor alternativeHart verdientes Geld zu investieren und damit ohne eigenes Zutun, gewissermaßen im Schlaf, ein kleines Vermögen zu erwirtschaften, das ist der Traum, den viele Kleinanleger träumen.

In Zeiten niedrigster Zinsen auf altbekannte, konservative Sparverträge und Geldanlagen, ist Interessierten mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten schnell klar, dass Renditeerfolge in größerem Maße seriös nur noch mit Wertpapieren zu erzielen sind.

Der Aktienmarkt ist für Normalsterbliche oft ein Buch mit sieben Siegeln. Nur wenige Sparer oder Kleinanleger haben Zeit und Muße, sich intensiv mit dem Thema zu befassen und das erforderliche Know how für eigene Spekulation zu erwerben. Zwar bieten inzwischen die meisten Banken ihren Kunden unterschiedliche wertpapierbasierte Finanzprodukte, vor allen Dingen Aktienfonds, einmal erworben ist der Bankkunde aber selten in der Lage, sein Investment eigenständig zu überwachen, seine Entwicklung zu beurteilen und abzuschätzen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Rendite zu verbesser oder zumindest Verluste zu vermeiden.

Klassische Bankberatung gerät hier schnell an ihre Leistungsgrenzen und ist zudem meist auf eigene Produkte beschränkt. Einen echten Vermögensverwalter können sich dagegen die wenigsten Kleinanleger leisten, zumal diese Branche mit Anlagesummen rechnet, die nur für einen kleinen Teil der Gesellschaft realistisch sind.

Ein Robo Advisor gibt diesen Anlegern die Möglichkeit, von den Renditen des Aktienmarkts zu profitieren und Know How zu nutzen, das bisher nur Insidern oder zahlungskräftigen Kunden qualifizierter Vermögensverwalter zur Verfügung stand.

Robo Advisor verwalten selbst Anlagen unter 10.000 Euro für geringe monatliche Gebühren. Sie ermitteln softwaregestützt das Risikoprofil des Anlegers, wählen aus einem größeren Fundus an Wertpapieren, vor allen Dingen Indexfonds und ETFs, die passende Anlage, erledigen alle Formalitäten einer Depoteröffnung, kaufen und verwalten die ausgewählten Wertpapiere. Vor allen Dingen aber überwachen sie dieses Portfolio und bewerten es regelmäßig anhand aktueller Marktdaten. Wenn ratsam oder erforderlich erfolgt eine Veränderung des Portfolios durch Umschichtung und Nachkauf, durch die es erneut den einmal festgelegten Zielen und individuellen Voraussetzungen des Anlegers entspricht und in diesem Rahmen optimale Renditen erzielt.

Robo Adviser sind damit keine Wundermaschinen, die Gewinne garantieren können, sie entlasten den Anleger deutlich und nutzen modernste Technik, um klassische menschliche Fehler beim Investment zu vermeiden und Anlagen langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg zu führen.

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