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Goodbye Handschaltung

Viele haben das Autofahren und das damit verbundene Gänge-schalten mit einem manuellen Schaltwagen gelernt. Den Gang einlegen, die Kupplung kommen lassen und dann - doch abgewürgt. Auch später wurden die Schaltautos weitergefahren. So mancher hat vielleicht noch nie bis äußerst selten in seinem Leben ein Auto mit Automatikgetriebe gefahren. Die eine Hand am Lenkrad und die andere Hand am Schaltknüppel, so sah es wohl für die meisten deutschen Fahrer aus. Für viele war die Automatik sogar nur etwas für alte Leute, lahme Enten und Nichtkönner. Keiner der jung und sportlich wirken wollte, hätte einen Automatikwagen haben wollen.

Das mag man kaum glauben, wenn man heute sieht, dass die Handschaltung immer mehr verschwindet. Und das liegt nicht nur daran, dass die Elektroautos sie nicht brauchen. Es soll eher so sein, dass die deutschen Autofahrer nun immer häufiger mit einem Automatikgetriebe als mit einem Schaltgetriebe unterwegs sind. Das sollen die Herstellerdaten der Deutschen Automobil Treuhand belegen. Demnach soll im vergangenen Jahr mit fast 50 Prozent äußerst knapp jeder zweite Neuwagen mit Automatik ausgestattet gewesen sein. So berichtet es unter anderem auch das Handelsblatt*. Vor acht Jahren sah das wohl noch anders aus. Da war die Rede von knapp unter 30 Prozent und man sagt, im Jahre 2000 wären es sogar nur knapp unter 20 Prozent gewesen.

Die Zukunft scheint den Automatikgetrieben zu gehören

Man spricht davon, dass die Anzahl der Fahrzeuge mit einem Automatikgetriebe immer weiter steigen wird. Das dieser Trend voranschreitet, dafür werden mehrere Gründe verantwortlich gemacht. Zum Beispiel kann es an den vielen Assistenzsystemen liegen, die u.a. den Abstand regeln oder auch die Beschleunigung kontrollieren können. Dann kommt noch hinzu, dass die sogenannten Hybrid- und auch die Elektrofahrzeuge nur mit Automatikgetriebe gefahren werden können. Viele Firmen sollen dazu gerne für ihre Fuhrparks Automatikwagen anschaffen. Man ist der Meinung, dass dies der Grund ist, warum viele Hersteller diese Modelle auch zuerst den Verbrauchstests nach dem WLTP-Standard unterziehen. Die Schaltgetriebe können dann deswegen erst später bestellt werden. Diese über Jahrzehnte lang gehegte und gepflegte Liebe der Deutschen für die Schaltautos scheint tatsächlich abzukühlen. Und trotzdem könnte der Weg bis zu nordamerikanischen Verhältnissen noch weit sein, wo Autofahrer wiederum schon seit Jahrzehnten hauptsächlich mit Automatikautos fahren.

Die alten Vorurteile halten sich hartnäckig

Der Grund dafür könnte sein, dass sich die alten Vorurteile doch hartnäckig halten. Die Rede ist tatsächlich immer noch häufig davon, dass Automatikwagen als eher schwerfällig, unsportlich und besonders hoch im Spritverbrauch gelten. Aber diese Vorbehalte würden nur noch zum Teil stimmen. Es käme da immer auf die Bauart des Automatikgetriebes an. Besonders die Doppelkupplungs-Getriebe** sollen sehr genau schalten und damit recht effizient im Verbrauch sein.

Der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) soll sogar neulich angekündigt haben, dass der Führerschein mit einem Automatikfahrzeug attraktiver werden könnte. Dann soll ein zusätzliches Training schon ausreichen, um auf ein Schaltgetriebe umsteigen zu dürfen. Eine zusätzliche Prüfung wäre dann nicht mehr erforderlich. Das könnte es unter anderem auch den Fahrschulen leichter machen, mehr auf das Elektroauto zu setzen.

Quellenverzeichnis:
* https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autoindustrie-deutsche-kaufen-immer-mehr-autos-mit-automatik-getriebe/24933776.html
** https://www.motor-talk.de/forum/verbaucht-ein-automatikgetriebe-mehr-kraftstoff-als-schaltgetriebe-t6604448.html

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