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Streitschlichtung am Arbeitsplatz

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Dort wo viele Menschen aufeinander treffen kann es zu Komplikationen kommen. Aus kleinen Missverständnissen wachsen Streitigkeiten, die vom subtilen Mobbing bis hin zu offenen Auseinandersetzungen führen. Clevere Arbeitnehmer ziehen sich aus solchen Situationen sofort zurück, doch in manchen Fällen bietet eine Diskussion auch Grundlage zur Schaffung neuer Lösungen. Wenn sie allerdings in Streit ausartet und Beleidigungen den Raum erfüllen ist es Zeit den weiteren Verlauf mit der Hilfe eines Anwalts zu bewältigen.

Wann lohnt es sich rechtlich gegen Streitigkeiten vorzugehen?

arbeitsplatz streit schlichtenWenn die eigenen Worte und Argumente nicht mehr zählen und Brüllen oder Wutausbrüche sowie Beleidigungen an der Tagesordnung sind, hilft nur noch der Gang zum Chef oder zum Team-/Personalleiter. Wenn diese allerdings ebenfalls im Streit eingebunden sind oder keinerlei Optionen zur Beilegung sehen, bleibt nur noch der rechtliche Gang übrig. In den meisten Situationen erledigt dies ein Unternehmen im Sinne des Friedens über eine fristlose Kündigung des Streitverursachers, wenn konkrete Abmahnungen nicht zu einer Änderung des Verhaltens führten. Ein vom Chef oder Abteilungsleiter verursachter Streit ist schwieriger zu klären, insbesondere dann, wenn er die Entscheidungsgewalt der Entlassung trägt.

Ohne rechtlichen Schutz an seiner Seite haben Arbeitnehmer oft das Nachsehen. Psychologisch betrachtet empfehlen viele Experten den Weg zu einem neuen Job. Lässt sich das schlechte Verhältnis der Streitparteien am Arbeitsplatz nicht mehr reparieren, sollte künftigem Mobbing vorgebeugt werden. Oft ist es für beide Seiten von Vorteil, getrennte Wege zu gehen, um nicht weitere Streitgespräche miterleben zu müssen.

Kommt ein Job-Wechsel in Frage?

Glück hat, wer problemlos einen neuen Arbeitsplatz findet und seinen ausstehenden Lohnzahlungen nicht hinterherlaufen muss. Es kommt häufig vor, dass Arbeitnehmer im Streitfall nach dem Wechsel des Jobs auf ihre Leistungszahlungen warten. Da kein persönlicher Bezug mehr zum Unternehmen besteht und der Kontakt lediglich via Telefon, E-Mail oder auf postalische Weise durchführbar ist, sollte ein Anwalt mahnend ausstehende Zahlungen einklagen. Je nach Summe lohnt sich sogar der Gang zum Gericht.

Streitschlichtungen in Firmen

In kleineren Firmen sitzen manchmal geschulte Personen, die ein offenes Ohr für die Probleme ihrer Kollegen haben und im Streitfall zu einer Schlichtung beitragen können. Wie so oft bietet eine dritte, neutrale Person als Moderator eine vollkommen neue Sichtweise und kann dabei helfen beide Parteien zueinander zu bringen.

Größe Unternehmen schulen sogar alle ihre Teams und zeigen auf, wie sich passive Aggressivität erkennen und ausmerzen lässt oder wie Diplomatie dazu eingesetzt wird, einen Streit nicht eskalieren zu lassen. Dadurch entspannt sich die allgemeine Arbeitsatmosphäre der Abteilungen und führt zu effizienteren Strukturen.

Wie entsteht ein Streit auf der Arbeit?

Der aus Unachtsamkeit umgeworfene Kaffeebecher, der eingesteckte Kugelschreiber oder ein vergessener Gruß zum Geburtstag: Manche Personen reagieren gereizt in angespanntem Umfeld und führen ihre eigenen Erwartungen in den Vordergrund. Werden diese nicht oder nur mäßig erfüllt kann es zu Eskalationen kommen, bei denen die betroffene Person sich meist gar nicht bewusst ist einen Fehler gemacht zu haben. Hier helfen nur schnelle Entschuldigungen und transparente Erklärungen, um dem Streitpotenzial den Wind aus den Segeln zu nehmen. Auch scheinbare Bevorzugung setzt Streitereien in Bewegung, wenn der Chef laut Ansicht eines Arbeitnehmers eine Person mit scheinbar schlechterer Leistung den Vortritt gibt oder sie bei Lohnerhöhungen berücksichtig. Deshalb ist es auch für Personen in Führungspositionen wichtig, die Mitarbeiter und ihre Probleme zu kennen um jeglichen Streit im Keim zu ersticken.

Wie wird der Streit in der Firma gelöst?

Ursachenforschung:

An erster Stelle steht die Bewahrung eines kühlen Kopfes, um die Situation genau im Blick zu halten und zu verstehen, wieso die wütende Person einen Streit provoziert.

Auswahl möglicher Ursachen für Streitigkeiten zwischen Kollegen:

  • Festhalten am eigenen Standpunkt
  • Extreme Ansichten, die sich in Diskussionen emotional entladen
  • Indirekte Beschuldigungen und angriffe sowie unsachliche Äußerungen
  • Fehlen konstruktiver Vorschläge
  • Überzogene Vorstellungen und Ignoranz
  • Missverständnisse in der Kommunikation, die als Beleidigung aufgefasst werden

Als Ursache kommen in fast jeder Situation unterschiedliche Meinungen zum tragen. Dabei können es zu Beginn sachliche Diskussionen sein, die mit definierten Standpunkten daher kommen. Sturheit und Ignoranz wühlen auf und führen zu ersten Verhärtungen. Im Kampf der überlegenen Meinung drückt das eigene Ego nach außen. Deshalb sind nicht selten beide Seiten Schuld an der Eskalation, denn wer clever ist gibt bereits an dieser Stelle nach oder bleibt ruhig, um zu besänftigen.

Dabei hilft es die Stimme zu entspannen, leise zu reden und sachliche Worte zu finden, die mögliche Beimengung von Emotionen behindern. Wenn dieser Schritt bereits übergangen wurde und beide Seiten nur noch an einer Auseinandersetzung interessiert sind, bleibt zunehmend die Logik auf der Strecke, Argumente verlieren an Bedeutung. Nach erfolgloser Konfrontation folgen erste verbale Drohungen auf die der Gegner häufig mit Gegenangriffen reagiert. Nicht mehr der Sieg des Standpunktes steht im Mittelpunkt, sondern die totale Vernichtung des Gegenübers. Als letztes spielt auch dies nicht mehr in die eigentliche Konfliktsituation hinein, denn die Fronten sind so verhärtet, dass sie lediglich emotional agieren und ihr ganzes Umfeld in einen Strudel von Wahnsinn und Chaos reißen.

Auch wenn das Resultat zunächst überzogen klingen mag, so beschreibt es doch relativ anschaulich, wie ein Streit aus Belanglosigkeiten über das eigene Ego am Arbeitsplatz hinweg zu einem wutentbrannten Krieg der Worte und manchmal sogar Taten folgen lässt. Beherrschung, Analyse und Deeskalation sind von Anfang an zielführend, auch wenn es manchmal schwer fällt.


Entschärfung:

richtig streiten und diskutierenWas und wie kommuniziert wird bestimmt den weiteren Verlauf von Eskalationen. Personen in solchen Situationen sollten sich bewusst darüber sein, ihre Botschaft möglichst auf der Sachebene auszudrücken und keinesfalls negative Aspekte zu übermitteln, die zu Missverständnissen führen. Konstruktivität ist er einzige, wahre Weg, um eine Entschärfung voranzutreiben.

Im Streitfall fühlen sich Personen meist dann angegriffen, wenn per Ansprache mit „Du“ oder „Sie“ gezielt und verbal auf sie gezeigt wird. Besser ist es die Last des Konfliktes nicht abzuladen, sondern auf die eigenen Schultern zu packen und per „Ich“-Aussage zu antworten.

Empathie ist wichtig, denn nur so verstehen Menschen innerhalb von Diskussionen die mögliche Ansicht und Gefühlswelt des jeweils anderen. Es sollte ausführlich darüber gesprochen werden, was die Beweggründe der Eskalation sind.

Anschuldigungen helfen nicht weiter, sondern führen zu weiteren Verschärfungen. Besser ist es zu loben, positive Aspekte des anderen hervorzuheben und Meinungen oder Ansichten und Aussagen mit Vorteilen auszuschmücken, anstelle ihnen mit ablehnender Haltung zu begegnen. Dabei sagt die Körpersprache ebenfalls einiges aus. Eine ausgestreckte Hand oder eine sanfte Auflage derselbigen auf die Schulter des anderes kann ebenfalls zur Beruhigung beitragen. Verschränkte Arme oder ein Blick in andere Richtungen zeugen hingegen meist von Anspannung, Abwehr und Desinteresse.


Tipp: Eine Rechtsschutzversicherung hilft weiter

Falls jeder Versuch der Deeskalation scheiterte, bietet rechtliche Hilfe den letzten Ausweg. Einen Anwalt zu buchen kann jedoch teuer werden. Deshalb raten manche dazu, bereits weit im Vorfeld eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, die im Streit- oder Schadensfall zum Einsatz kommt und genau zu solchen Fällen passt.

Dabei ist es insbesondere die Unterkategorie des Rechtsschutzes, der Berufsrechtsschutz oder die Berufsrechtsschutzversicherung, die im Streitfall am Arbeitsplatz ihre Wirkung zeigt.

Wenn Arbeitskollegen absichtlich Eigentum zerstören oder stehlen, im Beruf Lohnzahlungen ausbleiben und der Chef im Streit sich zu weiteren Gesprächen weigert oder wenn eine Kündigung ohne Rechtfertigung eingeht, bietet eine Berufsrechtsschutzversicherung die beste Lösung. Dazu passt eine Privatrechtsschutz, die als Basis zum Abschluss dient.

Vorteile einer Rechtsschutzsicherung im Überblick:

  • Präventiv für potenzielle Streitsituationen mit rechtlichem Beistand gerüstet
  • Hilft auch bei ungerechtfertigter Kündigung oder ausstehenden Lohnzahlungen uvm.
  • Ideal für Arbeitnehmer mit bereits vorhandener Privatrechtsschutzversicherung

Fazit zum Streit am Arbeitsplatz

Eskalationen können überall auf der Welt entstehen, auch am Arbeitsplatz. Wer mit konstruktiven Ideen und genügend Sachlichkeit überzeugende Gespräche führt, verhindert meist bereits einen ausufernden Streit. Wichtig ist es, Gesprächspartner mit Respekt zu begegnen und bei aufkeimendem Disput zu Entschärfungen beizutragen. Falls es darüber hinaus zu gravierenden Problemen kommen sollte und Arbeitnehmer größere Einschnitte in ihrem Leben erfahren, gilt es auf rechtlichen Beistand zu vertrauen. Eine Rechtsschutzversicherung speziell für Berufe bietet dabei eine ausgezeichnete Wahl, um stressfrei in den Kampf gegen unrechtmäßige Kündigungen oder ausstehende Lohnzahlungen und ähnliche Fälle ohne größere Verluste ziehen zu können.

Quellenverzeichnis:
https://karrierebibel.de/konfliktmanagement/
https://www.impulse.de/management/personalfuehrung/konflikte-loesen/7314919.html
https://www.liebenswert-magazin.de/was-bei-wut-mit-dem-koerper-passiert-2264.html
https://www.financescout24.de/rechtsschutzversicherung

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