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Ein Haufen Müll

Klimaschutz ist in aller Munde. Doch das Klima als ein Bestandteil der Umwelt wird durch mehr beeinflusst als alleine durch Co2. Eigentlich müsste der Fokus weg vom Klima, hin auf die Umwelt gerichtet werden, um die generellen Zusammenhänge zu verstehen und die Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können. Panikmache und Hysterie und Klima-streikende Schüler allein, können in den Augen vieler nicht die Mittel sein, adäquate Lösungen für die Probleme der modernen Konsum- und Wegwerfgesellschaft finden.

Lebensdauer von elektronischen Geräten immer kürzer?

Ob Fernseher, Computer, Waschmaschinen, Staubsauger oder Smartphones – die Lebensdauer elektronischer Geräte scheint immer kürzer zu werden. Es soll sogar schon in Einzelfällen bewiesen worden sein, dass beispielsweise Hersteller von Druckern ihre Geräte so manipulieren, dass sie nach einer bestimmten Anzahl an Druckvorgängen eine Fehlermeldung ausgeben und nicht mehr funktionieren. Diese Taktik wird als geplanter Verschleiß bezeichnet und findet sich nicht nur bei Druckerherstellern wieder. Was ein offensichtlicher Betrug am Kunden ist, ist allerdings mehr als ein offenes Geheimnis, vielmehr eine gängige Praxis. Hundertprozentig nachweisen lässt sich dies in den meisten Fällen allerdings kaum. Allerdings ist eine solche Ressourcenverschwendung angesichts der kritischen Situation in Sachen Klima, wohl schon lange nicht mehr zeitgemäß.

elektronische PlatineDas Problem liegt an sich in der Technik an sich. Vor einigen Jahrzehnten lernten Grundschüler beispielsweise noch ein einfaches Radio zu bauen oder die Grundregeln von elektronischen Schaltungen. Heute hingegen weiß kaum jemand mehr wie die Technik, die unseren Alltag beeinflusst überhaupt funktioniert, geschweige denn wie man sie reparieren könnte. Smartphones, Computer, Smart-TVs oder gleich smarte Technik im ganzen Haus – wenn die Elektronik streikt, ist der moderne Mensch meist machtlos. Das hat gravierende Folgen. Während Technik, die der Mensch versteht, auch eigenhändig repariert werden kann (man denke beispielsweise an Fahrräder), müssen technische Geräte aufwendig repariert lassen werden oder direkt durch neue ersetzt werden. Die Fehleranfälligkeit moderner Geräte ist aber auch in der Komplexität dieser Geräte selbst begründet, wie die Nachhaltigkeitsforscherin Melanie Jaeger-Eben im Deutschlandfunk berichtet*.

Erschreckendes Abfallproblem

Woran auch immer es liegen mag, dass die Lebensdauer von technischen Geräten scheinbar oder nachweislich abnimmt, eines lässt sich in jedem Fall nachweisen. Die Menge an Abfall und Schrott, die unsere moderne Gesellschaft produziert wird seit Jahren kontinuierlich mehr. Elektroschrott, Plastikverpackungen und. Co. werden ein immer größeres Problem für die Gesellschaft. Bislang konnten gerade Länder wie Deutschland einen Großteil des hierzulande entstehenden Mülls ins ferne Ausland verschiffen. Seit China Anfang 2018 jedoch die Notbremse gezogen hat und keinen weiteren Müll mehr importiert, müssen andere Lösungen gefunden werden, um der wachsenden Müllmenge Herr zu werden.

Conatiner mit AbfallEin weiterhin nicht zu unterschätzendes Problem sind Akkus. Moderne Lithium-Ionen-Akkus bündeln unglaublich viel Energie auf kleinem Raum. Eine Vielzahl an elektronischen Geräten funktionieren akkubetrieben. Mit einem kaputten Staubsauger, Akkuschrauber, Smartphone oder Lautsprecher landet in vielen Fällen auch der Akku im Müll. Sofern ein solcher Akku durch thermische, mechanische oder elektrische Einflüsse beschädigt werden, kann er sich bis zu 1.000 Grad erhitzen und so zu einem enormen Sicherheitsrisiko werden, wie der Brandschutzexperte Professor Roland Goertz im Magazin Test erklärt**. Daher sind Akkus genau wie normale Batterien oder Glühbirnen an entsprechenden Sammelstellen abzugeben und keinesfalls in den Müll zu werfen.

Alternativen wahrnehmen

Sicher ist es nicht von heute auf morgen möglich, ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Auswirkungen des modernen Lebens auf die Umwelt zu wecken. Jeder Einzelne hingegen kann alternative Möglichkeiten nutzen. So nimmt beispielsweise die Anzahl an sogenannten Reparaturcafés stetig zu. Dort können Verbraucher ihre elektronischen Geräte oft kostenlos oder zu einem geringen Entgelt reparieren lassen. Auch vertreiben sicher nicht alle Hersteller Produkte, die darauf ausgelegt sind möglichst schnell kaputt zugehen. Der Spruch:

Wer spart, zahlt doppelt.

Stimmt leider all zu oft. Es gibt auch Hersteller, die diesem Trend nicht folgen und Produkte bauen, die darauf ausgelegt sind lange zu halten und hohe Belastungen auszuhalten. So findet man beispielsweise im Gastronomiebedarf Haushaltsgeräte wie Herde, Öfen, Spülmaschinen und Co., welche sich nicht nur durch das Äußere von Verbraucher Geräten unterscheiden. Geräte, wie etwa Spülmaschinen, die speziell für die Gastronomie ausgelegt sind***, weisen im Schnitt eine wesentlich längere Lebenszeit auf und sind zudem für höhere alltägliche Belastungen ausgelegt, was auch Privatverbrauchern zugute kommen kann. Wer auf solche Qualitätsprodukte setzt, kann diese meist über Jahrzehnte hinweg ohne funktionale Einbußen nutzen.

Das ökologische Bewusstsein kehrt allmählich wieder zurück in die Gesellschaft. Nur wenn man die Zusammenhänge der Waren-, Müll-, und Wertstoffkreisläufe versteht und verinnerlicht, kann jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Gesellschaft zum positiven ändert. Die Politik ihrerseits verspricht zwar große Maßnahmenpakete für die Umwelt, dennoch wird sich erst zeigen müssen, ob diese Maßnahmen auch tatsächlich erfolgreich sein werden. Sicher ist, wenn alles so weiterläuft wie bisher, wird sich das Problem in Zukunft weiter verschärfen.

Quellenverzeichnis:
* https://www.deutschlandfunk.de/lebensdauer-elektronischer-geraete-produkte-werden-auch.697.de.html?dram:article_id=459086
** https://www.test.de/Akkus-Tipps-fuer-eine-lange-Lebensdauer-5453519-0/
*** https://www.gastprodo.com/gastro-spuelmaschine/

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