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Haftpflichtversicherung Vergleich: Günstige Tarife mit sicherer Deckung

Haftpflichtversicherung: das Flaggschiff unter den Versicherungen

Statistisch gesehen waren in 2017 über die Hälfte aller Einwohner Deutschlands in einem allgemeinen Haftpflichtversicherungsvertrag gebunden. Die Tendenz geht nach oben. Kein anderer Bereich wird so oft versichert, wie das persönliche Haftungsrisiko. Nicht zuletzt liegt die Ursache beim Gesetzgeber: Wer anderen einen Schaden zufügt, wird zur Kasse gebeten. Einige risikoträchtige Tätigkeiten sind sogar zwingend zu versichern, zum Beispiel das Halten und der Betrieb eines Kraftfahrzeuges.

Vor dem Hintergrund verwundert das schiere Überangebot bei Haftpflichtversicherungen kaum. Damit die Kostenfalle umgangen wird, ist es für Interessenten unerlässlich, sich mit typischen Eckpfeilern und Grundbegriffen vor dem Haftpflicht Vergleich vertraut zu machen.


Was ist eine Haftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung einer Definition zuzuführen ist knifflig. Abhängig vom konkreten Haftpflicht-Bereich erfüllt sie bestimmte Aufgaben. Allgemein kennzeichnet sie einen Schadensausgleich im Zweipersonenverhältnis durch die Versicherung. Besitzt eine Person die Versicherung, übernimmt sie den finanziellen Ausgleich für Schadenspositionen, bei verursachten Schäden an Dritten. Diverse Kategorien teilen sich den Versicherungsmarkt. Zu unterscheiden ist zwischen Pflichtversicherungen und freiwilligen Versicherung.


Pflichtversicherung:

Bestimmte Risikobereiche sieht der Gesetzgeber als derart heikel an, dass er den Akteuren die Entscheidung abnimmt: Die Haftpflichtversicherung ist je nach Ausgangslage vorgeschrieben. Halter eines inländischen Kraftfahrzeuges sind gesetzlich gezwungen, eine Versicherung zur Deckung von Personen-, Sach-, und Vermögensschäden Dritter abzuschließen, die durch den Fahrzeuggebrauch entstehen. Sie muss sowohl den Halter als auch den Fahrer absichern, vgl. § 1 PfliVG (Pflichtversicherungsgesetz).

Gleiches gilt für Angehörige gewisser Berufe mit hohem Schadenpotenzial. Notare, Ärzte, Rechtsanwälte und Finanzanlageberater beispielsweise müssen für ihre Tätigkeit eine Vermögensschadenhaftpflicht–Versicherung abschließen. Andernfalls dürfen sie gar nicht praktizieren.

Solche Versicherungspflichten erstrecken sich auch auf den Freizeitbereich: Jäger bekommen nur einen Jagdschein ausgestellt, wenn sie eine Jagdhaftpflichtversicherung nachweisen (§ 17 Abs. 1 Nr. 4 Bundesjagdgesetz). Einige Bundesländer haben eine gesetzliche Pflicht zur Versicherung der Hundehalterhaftpflicht eingeführt. Die herkömmliche Privathaftpflichtversicherung deckt Schäden selten ab, die der geliebte Vierbeiner bei Dritten verursacht.

Wichtige Information

Nahezu absurd fühlen sich Versicherungspflichten für Eigentümer gewisser „Spielzeuge“ an: Erwirbt jemand eine Drohne und schickt sie auf einen unbeholfenen Jungfernflug, kommt es vor, dass dieser auf direktem Wege durch Nachbars Fensterscheibe führt oder einen Spaziergänger am Kopf verletzt. Der Pilot an der Fernsteuerung ist zum Schadensersatz verpflichtet. Eine Drohne gilt als unbemanntes Luftfahrzeug i. S. d. § 43 Luftverkehrsgesetz. Der Eigentümer hat danach die Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für die Drohne.


Freiwillige Versicherung:

Haftpflichtversicherung bedeutet also nicht zwangsläufig, dass ihr Abschluss Pflicht ist. In ungeregelten Fällen obliegt es der freiwilligen Entscheidung einer Person, ob sie eine solche abschließen möchte. Eine Privathaftpflicht-Versicherung deckt alle Vermögens-, Personen-, und Sachschäden ab, die eine Person bei einer anderen Person verursacht.

Klassische Beispielsfälle sind die Zerstörung einer fremden Vase, die Beschädigung eines fremden Smartphones oder eine versehentliche Körperverletzung. Dies stellt auch den wesentlichen Unterschied zwischen Hausrat- und Haftpflichtversicherung dar: Letztere ist immer drittbezogen. Die Hausratversicherung versichert Sachen im eigenen Haushalt, die zum Beispiel durch Blitzschlag, Wassereinbruch oder Diebstahl abhandenkommen oder beschädigt werden.

Die Haftpflichtversicherung im Privat-Bereich fungiert im Regelfall, wie jede Haftpflichtversicherung auch als passive Rechtsschutzversicherung. Sie prüft im Versicherungsfall, ob Ansprüche der dritten Person der Höhe und dem Grunde nach gerechtfertigt sind. Verneint die Schadensabteilung ein Recht auf Schadensersatz, übernimmt das Unternehmen im Regelfall den Rechtsstreit und die weitere Kommunikation mit dem Gegner. Spezielle private Haftpflicht-Versicherungen gibt es unter anderem für Haus- und Grundstückseigentümer. Da sie eine potenzielle Gefahrenquelle unterhalten, haften sie für Schäden bei Dritten, die auf die Immobilie zurückzuführen ist.

Bestimmte Berufsgruppen sichern standardmäßig ihre Haftungsrisiken durch die Arbeitstätigkeit ab, auch wenn sie gesetzlich nicht verpflichtet sind. Vertreter dieser Sparte sind beispielsweise die Bauherrenhaftpflicht – Versicherung oder die D&O-Versicherung (directors & officers). Letztere bezeichnet eine Versicherung für Unternehmensorgane, z. B. Geschäftsführer, und deckt Vermögensschäden ab, die sie verursacht haben. Unternehmensführer unterscheiden sich auch zunehmend dafür, eine Betriebshaftpflichtversicherung abzuschließen, um Schäden bei Dritten zu kompensieren, die durch Angehörige des Unternehmens verursacht wurden.

Wichtige Information

Einer gesonderten Haftpflichtversicherung für Arbeitnehmer bedarf es dann nicht. Besteht keine solche Betriebsversicherung oder fügt ein Arbeitnehmer einem anderen eine Verletzung zu, kommt es darauf an: Hat der Arbeitnehmer eine Betriebshaftpflichtversicherung, übernimmt diese in der Regel die Schadensersatzzahlung. Die private Haftpflichtversicherung springt, abhängig von den Leistungen des Anbieters, ebenfalls für Unfälle aus dem Berufsalltag ein.


Wozu eine Haftpflichtversicherung?

Die große Anzahl der Versicherungsverträge ist kein Zufall. Die Produkte, die eine Versicherungspflicht abdecken, machen den geringsten Anteil der Haftpflichtversicherungen aus. Der Großteil umfasst das, was der Name schon sagt: Die Versicherung der Haftpflicht. Solche Haftungspflichten sind breit über das gesamte Zivilrecht gestreut. Die Hauptformen sind:

  • Gefährdungshaftung:  Sie trifft vor allem Halter eines Fahrzeugs, Betreiber gefährlicher Einrichtungen (Sporthallen), Tierhalter und ähnliche Personen. Sie hat die Besonderheit, dass Schädiger verschuldensunabhängig haften. Allein die Unterhaltung des gefährlichen Gegenstandes genügt, um bei Schadensverursachung eine Ersatzpflicht auszulösen.
  • deliktische Haftung: Wer verschuldet, vorsätzlich oder fahrlässig, das Leben, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen in rechtswidriger Art und Weise verletzt, macht sich gegenüber dem Dritten schadensersatzpflichtig, vgl. § 823 BGB.
  • Haftung aus Vertrag: Parteien eines Schuldverhältnisses dürfen sich gegenseitig keinen Schaden zufügen, egal ob beim Kauf-, Werk-, oder Dienstvertrag. Das Gesetz ist hier streng. Der Schadensverursacher, der überhaupt keine Schuld hat, muss dies im Rechtsstreit selbst beweisen (vermutetes Verschulden gem. § 280 Abs. 1 S.2 BGB).

Keine Haftpflichtversicherung – wer zahlt?

Besteht bei demjenigen, der einen Schaden verursacht hat, keine Haftpflichtversicherung, zahlt er vollumfänglich selbst. Vor allem bei Personenverletzungen sind lebenslange Schmerzensgeldrenten und hohe Ersatzzahlungen gang und gäbe. Die Millionengrenze ist schnell erreicht. Ist der Schädiger zusätzlich zahlungsunfähig, bleibt der Verletzte auf den Kosten sitzen. Hat er selbst eine gute Haftpflichtversicherung, übernimmt diese ausnahmsweise auch das Forderungsausfallrisiko. Greift auch seine eigene Police nicht, führt das im Extremfall zum finanziellen Ruin sowohl des Schädigers, als auch des Geschädigten. Schon deshalb gehört der Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung längst zum „guten Ton“ in der Gesellschaft.

Was kostet eine private Haftpflichtversicherung?

Die Beiträge unterscheiden sich nach Tarif und sind von vielerlei Faktoren abhängig. Die Spanne bei Jahreszahlung reicht von 70 bis 200 Euro. Folgende Aspekte haben Einfluss auf die Haftpflichtversicherung- Kosten:

  • Zahlungsrhythmus:

Je kürzer die Zeitabstände zwischen den Beitragszahlungen sind, desto höher sind Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren des Versicherers. Versicherungsnehmer entscheiden sich bei entsprechender Wahlmöglichkeit bestenfalls für eine jährliche Beitragszahlung, um diese Zusatzkosten zu sparen.

  • Selbstbeteiligung:

Die meisten Unternehmen verlangen pro Schadensfall die Zahlung einer Selbstbeteiligung aus eigener Tasche. Generell gilt: Eine hohe Selbstbeteiligung senkt den Versicherungsbeitrag. Einige Versicherte stellen verschiedene Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Andere verlangen sie gar nicht, lassen sich das im Regelfall aber durch hohe Beiträge bezahlen. Die meisten Selbstbehalte liegen zwischen 100 und 200 Euro pro gemeldeten Schaden.

  • Deckungssumme:

Sie übt einen wesentlichen Einfluss auf die Versicherungskosten aus. Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe entziehen sich der Vorstellungskraft potenzieller Versicherungsnehmer. Sie neigen deshalb dazu, mit zu geringem Versicherungsumfang zu liebäugeln. Das Gespür für die gängigen Summen bekommen Interessenten durch Vergleich der Versicherer nach ihren Höchstbeträgen:


Haftpflichtversicherung HUK Coburg:Als einer der größten Anbieter für Privathaftpflichtversicherungen versichert er Summen bis zu 50 Millionen Euro. Dafür verlangt die Haftpflichtversicherung der HUK allerdings vergleichsweise hohe Beiträge und eine umfangreiche Selbstbeteiligung (250 Euro) ziemlich hoch.


Haftpflichtversicherung der Allianz:Sie ist sehr teuer. Einige Unternehmen sind um die Hälfte günstiger. Dennoch bietet der Marktführer der Kfz-Haftpflichtversicherungen die höchste Deckungssumme, die der Markt zu bieten hat: 60 Millionen Euro.


Haftpflichtversicherung der AXA: Sie bietet ebenfalls hohe Versicherungssummen bis 50 Millionen Euro. Dennoch stellt sie in ihrem Grundsicherungstarif auch einen Betrag in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung.


Haftpflichtversicherung des ADAC: Hier teilt der Versicherer zunächst jedem Einzel-Versicherungsfall eine Deckungssumme zu: Abhängig von den gewählten Tarifen sind Maximalbeträge in Höhe von 5 Millionen Euro (Basis) oder 10 Millionen Euro (Exklusiv) abgesichert. Die Höchstersatzleistung pro Versicherungsjahr für alle Schadensfälle beträgt 10 Millionen Euro (Basis) oder 20 Millionen Euro (Exklusiv).


  1. Vertragslaufzeit:

Die Versicherungen ziehen große Vorteile aus möglichst langen Vertragsbindungen. Sie belohnen lange Laufzeiten deshalb mit niedrigeren Beiträgen. Meist liegen die Bindungszeiträume zwischen einem und drei Jahren.

  • versicherte Personen:

Maßgeblich ist auch, wie viele Personen durch den Vertrag geschützt sind. Viele Haftpflichtversicherer bieten Familien oder Paarversicherungen an. Sie sind in der Gesamtheit billiger als der Abschluss mehrerer Einzelpolicen.

  • „die weiße Weste“:

Das finanzielle Interesse der Unternehmen liegt darin, möglichst viele Beiträge zu kassieren und wenige Schäden tatsächlich zahlen zu müssen. Ihre Risikoprognosen machen sie anhand von Erfahrungswerten fest. Der Versicherungsnehmer, der überhaupt nie auf eine Versicherungszahlung angewiesen war, ist ihnen lieber als derjenige, der monatlich Schäden meldet. Deshalb belohnen sie den Nachweis einer schadenfreien Vorversicherung manchmal mit Rabatten.


Haftpflichtversicherung Vergleich – worauf achten?

Bevor Interessenten eine Haftpflichtversicherung abschließen, gilt es die Tarife anhand von persönlichen Kriterien zu vergleichen. Das Auge fällt naturgemäß zuerst auf den günstigsten Preis. Wer blind die Vertragsunterlagen des günstigsten Versicherers bestellt, gerät eventuell in eine Kostenfalle. Potenzielle Kunden für eine Private Haftpflichtversicherung haben im Vergleich zu anderen Branchen eine große Anbieterauswahl zur Verfügung. Um diese richtig zu nutzen, empfiehlt es sich, nach folgenden Kriterien Ausschau zu halten:

Wer ist zu versichern?

Sowohl die Anzahl als auch die Art der Versicherungsnehmer haben Einfluss den monatlichen Beitrag. Es gibt beispielsweise Spezialtarife für eine Haftpflichtversicherung für Studenten, die im herkömmlichen Privathaftpflichtversicherung-Vergleich gar nicht gelistet sind. Während einige Versicherer in Einzelpolicen unschlagbar sind, ist die Haftpflichtversicherung die Familie das Steckenpferd anderer. Soll in die Haftpflichtversicherung ein Kind aufgenommen werden, eignet sich unter Umständen auch ein Einzeltarif, bei dem ohnehin eine weitere Wahlperson (oder Kinder) mitversichert ist (sind).

Auswahl der Tarife

Vergleichsportale, wie Verivox oder Check24, eigenen sich zwar grundsätzlich zum Privathaftpflicht Vergleich. Sie sind jedoch stets nach ihrer aktuellen Marktabdeckung zu überprüfen. Das Anbieterfeld liegt stets im dynamischen Wandel; neue Unternehmen überzeugen häufig mit neuen und günstigen Tarifen und Service–Leistungen. Um das beste Angebot nicht zu verpassen, erweitern Interessenten ihre Suche bestenfalls auf mehrere Portale.

Auf dem neusten Stand

Der technologische Wandel macht vor Drittschäden keinen Halt. Nahezu jede technische Neuerung ist mit weiteren Risiken für Dritte verbunden. Gute Versicherungen beinhalten deshalb die Deckung solcher „Neuzeitrisiken“, wie zum Beispiel Drittschäden durch Computer-Viren auf dem eigenen Datenträger oder die Verursachung fremder Softwareschäden durch Fehlbedienung.


Mindestdeckungssumme

Stiftung-Warentest empfiehlt, Angebote nur ab einer Mindestdeckungssumme in Höhe von drei Millionen zu vergleichen. Tatsächlich wählen Interessenten besser einen Betrag, der darüber hinausgeht. Die großen Unternehmen bewegen sich bei Summen zwischen fünf und 60 Millionen Euro.


Auslandsschäden

Vielreisende und Grenzgänger haben ein erhöhtes Risiko, dass sie Personen im Ausland schädigen. Entfernung und Sprachhindernisse wirken sich erschwerend auf die Regulierung der Schäden aus. Es eignet sich deshalb eine Haftpflichtversicherung, die auch Auslands-Schäden reguliert. Nur wenige Unternehmen weiten im privaten Bereich ihre Policen dahingehend aus. Wer die EU für einen längeren Zeitraum verlässt, kommt meist um den Abschluss einer Extra-Versicherung nicht herum.


Leistungsumfang

Das Spektrum der Anbieter ist breit, was Service und Leistungsbreite angeht. Ein gutes Unternehmen bietet seinen Vertragspartnern die für den Preis maximal mögliche Sicherung. Dazu gehört eine Forderungsausfalldeckung. Fügt ein Dritter dem Versicherungsnehmer selbst einmal Schaden zu, so tritt die eigene Haftpflichtversicherung dafür ein. Daneben empfehlen sich folgende Haftpflichtversicherung- Leistungen:

  • Schutz bei privatem oder beruflichen Schlüsselverlust
  • Deckung von Mietsachschäden
  • Schadensübernahme bei geliehenen Gegenständen
  • Deckung bei Gefälligkeitsverhältnissen (zum Beispiel wenn der Versicherte beim Umzug eines Freundes hilft und dessen Einrichtung zerstört).
  • Optional: Bestleistungsgarantie, der Versicherer zahlt auch den Schaden, der in den Bedingungen eigentlich nicht vorhanden ist, aber den ein anderer Anbieter nachweislich abdeckt

Ausschlussklauseln

Sie sind üblich bei jedem Versicherungsvertrag. Dennoch Locken sehr günstige Versicherer über einen unschlagbaren Preis, sorgen dann aber im Kleingedruckten dafür, dass der Versicherungsfall nie eintreten wird. Andere Klauseln sind hingegen Standard. Ein seriöser Vertrag enthält folgende Bedingungen, geht aber nicht im Übermaß über sie hinaus:

  • kein Deckungsschutz, wenn der Schaden durch Vorsatz herbeigeführt wurde (grobe Fahrlässigkeit darf aber nicht ausgeschlossen sein).
  • Ausschluss des Schadensausgleichs zwischen Familienangehörigen im selben Haushalt
  • Ausschluss des Versicherungsschutzes zwischen zwei Personen aus demselben Versicherungsvertrag
  • keine Deckung von Schäden an der Umwelt, durch Strahlen oder durch Asbest
  • keine Übernahme von Schäden aus Kaufmanns- und Spekulationsgeschäften

Kündigung

Die meisten Verträge enthalten eine dreimonatige Kündigungsfrist vor Ablaufdatum des Versicherungszeitraumes. Darüber hinaus hat die Versicherung nach Schadensfällen die Möglichkeit, dem Kunden den Vertrag zu kündigen. Nur in Ausnahmefällen darf ein Versicherungsnehmer außerordentlich kündigen. Möglich ist das beispielsweise, wenn das Unternehmen während der Laufzeit die Beiträge erhöht, ohne gleichzeitig die Leistungen anzupassen.

Denkbar sind weitere Regelungen im Individualvertrag, wonach die Haftpflichtversicherung kündigen darf. Solche Sonderkündigungsrechte stehen im Kleingedruckten. Interessenten machen sich am besten vor Vertragsabschluss mit diesen vertraut, damit sie im Ernstfall keine böse Überraschung erleben.


Kundenmeinungen ansehen

Diese geben Aufschluss über tatsächliche Erfahrungen mit den Markteilnehmern. Gerade eine Haftpflichtversicherung muss in der Lage sein, das Bedürfnis nach Sorglosigkeit im Alltag zu befriedigen. Eine sehr hohe Beschwerderate bezogen auf einen Anbieter zeigt genau das Gegenteil.

Haftpflichtversicherung und Steuer-Zahler

Steuerzahler dürfen die gezahlten Beiträge zur privaten Haftpflichtversicherung absetzen. Das Gesetz ordnet sie als sogenannte Vorsorgeaufwendungen ein, die in der Steuererklärung an entsprechender Stelle einzutragen sind. Gleiches gilt für viele andere Haftpflichttypen. Die Einreichung der Versicherungsverträge und der Kontoauszüge ist in den meisten Fällen als Nachweis ausreichend. Für Angestellte sind Vorsorgeaufwendungen bis zur Höchstgrenze von 1.900 Euro absetzbar. Jedoch wird dieser Betrag häufig durch Kosten für Kranken- und Pflegeversicherungen zum Großteil in Anspruch genommen. Ist er bereits aufgebraucht, erwartet den Steuerzahler keine weitere Auszahlung.


Fazit: ein großer Markt hat viele schwarze Schafe

Eine günstige Haftpflichtversicherung zu finden ist manchmal kein einfaches Unterfangen. Zahlreiche Angebote, Spezialtarife und mehrseitige Verträge erschweren den Vergleich der Haftpflichtversicherung. Da sie aber den wichtigsten Versicherungszweig überhaupt darstellt, bietet sich an, genügend Zeit vor Vertragsabschluss für den Vergleich einzuplanen. Die durch die Portale ausgeworfenen Beitragsberechnungen stellen aber noch kein verbindliches Angebot des Versicherers da.

Wer sinnvoll vergleichen will, holt sich daher im besten Fall mehrere konkrete Vertragsangebote auf den Tisch. Erst dann geben die Versicherer einen konkreten Preis bekannt und der Spielraum für Rabattverhandlungen eröffnet sich. Zwar bedeutet das einen geringen Mehraufwand gegenüber der reinen Online-Suche. Dieser offenbart den Interessenten aber das tatsächlich günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wachsamkeit ist geboten bei den Versicherungsbedingungen. Ein günstiger Haftpflichtversicherer mag auf den zweiten Blick versteckte Kostenfallen haben. Vor allem unseriöse Anbieter versuchen, mit Niedrigpreisen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Durch winzig gedruckte Ausschlussklauseln entziehen sie sich aber der Pflicht zur Schadensregulierung in bestimmten Fällen.

Die Empfehlung für Interessenten lautet: Geringe Preise genau prüfen! Dennoch gibt es auch im Niedrigpreissegment zahlreiche Anbieter, die mit ausgezeichneten Service-Leistungen, hohen Deckungssummen und geringen Beschwerderaten überzeu

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