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Hausratversicherung Vergleich - Jetzt Tarife prüfen und günstige Versicherung abschließen!

Bei der Addition von allen im Haus oder der Wohnung befindlichen Gegenständen, kommt eine hohe Summe zusammen. Was, wenn plötzlich ein Feuer ausbricht und Inventar sowie Wertsachen den Flammen zum Opfer fallen? Wer bezahlt neue Möbel, Kleider und Haushaltsgeräte? 51 Millionen Deutsche wissen, wie die Antwort auf diese Frage lautet. Sie bezahlen regelmäßig einen kleinen Beitrag an ihre Hausratversicherung, um die Bürde dieses Risikos abzugeben. Natürlich immer in der Hoffnung, niemals die furchtbare Erfahrung eines Wohnungsbrandes machen zu müssen. Was eine Hausratversicherung noch alles kann und warum ihr Abschluss sinnvoll ist, verrät dieser Artikel.


Was ist eine Hausratversicherung und wofür eignet sie sich?

Nach einem Wasserrohrbruch gleicht der Keller einem See. Waschmaschine, Werkzeuge, Tiefkühltruhe, Habseligkeiten – alles ruiniert. Der Schaden geht in die Tausende. Wer soll das bezahlen? Natürlich die Hausratversicherung. Mit ihr schützen Verbraucher sich vor den finanziellen Folgen solch unvorhersehbarer Ereignisse. Der Gedanke daran, dass sie im Falle eines Brandes oder Einbruchs ihre Besitztümer ersetzen können, ohne mühsam Erspartes antasten zu müssen, lässt die meisten Menschen ruhig schlafen.

Die Hausratversicherung schließt alle beweglichen Gegenstände eines Haushalts ein. Möbel und Teppiche, Wasch- und Spülmaschine, Bücher, Bekleidung und Geschirr. Lebensmittel, Brennstoffe, Musikinstrumente und selbst Haustiere gehören ebenfalls dazu.

Entstehen an diesen Dingen Schäden durch Feuer, Wasser sowie Sturm, oder fallen sie in die Hände von Einbrechern, springt die Versicherung ein. Allerdings lediglich bis zu einem im Voraus festgelegten Maximalbetrag, der Deckungssumme. Diese hängt vom Gesamtwert des Hauses ab. Ihre Berechnung erfolgt exakt oder pauschal.


Wer braucht eine Hausratversicherung?

Alle, die wenig besitzen oder es sich leisten können, sämtlichen Hausrat bei Verlust neu zu kaufen, benötigen keine Hausratversicherung. Das Gleiche gilt für Azubis, Wehrdienstleistende und Studierende, die bei ihren Eltern mitversichert sind.

Doch in großen Wohnungen und Häusern kommt schnell einiges an wertvollem Hab und Gut zusammen: Möbel, Designer-Kleidung, Fernseher, Küchengeräte, Computer und so weiter. Brennt es, stehen die Bewohner vor dem finanziellen Ruin. Um das zu verhindern, ist eine Hausratversicherung sinnvoll.

Ob es sich um gekauften oder gemieteten Wohnraum handelt, spielt keine Rolle. Versicherungspflicht gibt es keine. In Mietverträgen privat genutzter Bleiben verwendete Klauseln „Der Mieter verpflichtet sich, für den Zeitraum des Mietverhältnisses eine Hausratversicherung abzuschließen“, besitzen keine rechtliche Tragkraft. Davon ausgenommen sind zu gewerblichen Zwecken angemietete Objekte.

Der Abschluss einer Hausrat-Police ist der Entscheidung des Einzelnen überlassen. Wer viel Geld auf der hohen Kante besitzt, nimmt vielleicht das Risiko in Kauf und spart im Gegenzug die monatlichen Beiträge.

Hausratversicherung – was ist versichert?

Die meisten Versicherungstarife gleichen sich in ihren Grundleistungen. Welche das sind, verrät der folgende Abschnitt. Für diese Gegenstände gilt die Hausratversicherung

Stellen wir uns vor, man nimmt sein Haus und stellt es auf den Kopf. Alles, was dabei heraus fällt, jegliches bewegliche Inventar, ist durch die Hausratversicherung abgedeckt:

  • Mobiliar, Teppiche, Vorhänge und Bilder
  • Haushaltsgeräte, Geschirr, Bücher, Bekleidung, Spielzeug, Fernseher und Computer
  • Lebens- und Genussmittel, Heizmittel, Batterien
  • Kleintiere, Musikinstrumente
  • Wertsachen, Gemälde und Wertpapiere (bis zu einem bestimmten Limit)
  • Nicht immer inbegriffen: Fahrräder, außerhalb gelagerte Sportgeräte, Campingausrüstung, Auto- und Motorradzubehör
  • Besitztümer von Besuchern (Ausnahme: Untermieter)

Alles Hab und Gut darf ausschließlich der privaten Nutzung dienen. Nimmt ein Einbrecher die Klarinette der Berufsmusikerin mit, kommt die Hausratversicherung dafür nicht auf. Die Einrichtung eines Arbeitszimmers zählt zu der Versicherung, wenn es Teil der Wohnung und nur von dort aus zugänglich ist. Besitzt es jedoch einen eigenen Eingang von außen, ist eine individuelle Versicherung notwendig.

Wofür steht die Außenversicherung?

Ist im Vertrag eine Außenversicherung erwähnt? Dann erstreckt sich der Versicherungsschutz auf alle Hausrat-Gegenstände, die sich vorübergehend (das ist Amtsdeutsch für „höchstens drei Monate“), woanders als in den eigenen vier Wänden befinden. Zum Beispiel Reisegepäck, Rollatoren oder Kinderwagen. Bricht während des Urlaubs ein Dieb in das Hotelzimmer ein und klaut Kamera oder Laptop, greift die Versicherung. Überall auf der Welt./vc_cta]

Vorsicht: Für normale (einfache) Diebstähle, die im Café oder auf offener Straße gestehen, ist die Hausratversicherung nicht zuständig.

Folgende Gefahrenquellen sind versichert

  • Brand, Explosion, Implosion, Detonation und durch Löschwasser beschädigte Dinge
  • Blitzschlag als Brandursache und durch Überspannung zerstörte Elektrogeräte (versicherungsabhängig)
  • Beschädigungen durch Trinkwasser (Wasserrohrbruch, Auslaufen von Waschmaschine/Geschirrspüler), defekte Abflussrohre und aus Aquarien oder Wasserbetten austretendes Wasser

Kein Regenwasser oder Rückstau. Dafür ist eine Elementarversicherung nötig!

  • Drückt der Sturm ein Fenster auf, deckt das Dach ab oder geht ein Dachfenster bei Hagel zu Bruch, sodass Regenwasser eindringt und den Teppich durchnässt oder dabei die teure Vase vom Fensterbrett fällt. Versicherungen definieren, ab welcher Windstärke entstandene Schäden geltend gemacht werden können.
  • Dringen Einbrecher in die Wohnung ein, zahlt die Versicherung schon den Einbruchsversuch (etwa eine aufgebrochene Terrassentür), ersetzt alle geklauten Gegenstände (bei Wertsachen gilt Höchstwert!), und kommen für alle Dinge auf, die der Einbrecher kaputt macht (Vandalismus). Raub ist ebenfalls abgedeckt.

Was wird von der Hausratversicherung bezahlt?

Laut Angaben des Gesamtverbands deutscher Versicherer (GdV) schütten die Hausratversicherer alljährlich 1.267 Millionen Euro an ihre Kunden aus. Was zahlen sie damit?

In erster Linie natürlich die Wiederbeschaffung kaputter oder gestohlener Gegenstände. Das heißt, die Besitzer bekommen so viel Geld, wie eine gleichwertige Waschmaschine kosten würde, falls die alte beispielsweise nach einem Rohrbruch komplett beschädigt ist. Genügt eine Reparatur, kommt das Versicherungsunternehmen für die Kosten auf und erstattet die damit einhergehende Wertminderung. Außerdem übernimmt eine Hausratversicherung die Rechnung, falls Bewohner nach einem Brand oder Rohrbruch im Hotel unterkommen müssen, sowie Bewachung des beschädigten Hauses.


Diese Schädigungen sind als Zusatzleistung versicherbar

Beinahe alle Versicherer bieten ihren Kunden die Möglichkeit, den Basisschutz um Zusatzbausteine zu erweitern und auf diese Weise ein maßgeschneidertes Versicherungspaket zu erwerben. Dazu gehören unter anderem die folgenden Optionen:

Elementarschäden: Feuer und Einbruch verursachen die meisten, doch Naturgewalten den höchsten Anteil der Kosten. Wer diese nicht selbst zahlen möchte, ergänzt seine Police um eine Elementarversicherung. Diese sichert den Hausrat ab, wenn…
… nach einem Unwetter Grundwasser aus Abflüssen und Toiletten sprudelt (Rückstau).
… Regenwasser den Keller überflutet.
… durch Überschwemmungen und Hochwasser Besitztümer zerstört oder unbrauchbar geworden sind.
Außerdem: Erdrutsche, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Lawinen, Erdsenkungen oder Eindrücken durch Schneelast.

Fahrraddiebstahl: Das Zweirad ist streng genommen Teil des Hausrats, doch sein Diebstahl ist höchst selten im Basistarif einer Hausratversicherung inbegriffen. Dieser Schutz ist gegen Aufpreis erhältlich. Er gilt für normale Fahrräder, sowie nicht versicherungspflichtige Pedelecs und E-Bikes. Für mit dem Fahrrad verbundene Gegenstände (Taschen, Tacho, ein teurer Sattel), gibt es Geld, wenn sie mit dem Drahtesel zusammen verschwanden. Wer diese Option wählt, achtet darauf, dass keine Zeitbeschränkung im Vertrag steht. Häufig ist der Schutz an die Verpflichtung geknüpft, das Fahrrad immer anzuschließen.

Hausrat des Kindes: Ziehen die Kinder aus, um eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, sind sie bei manchen Anbietern für eine bestimmte Zeit über die Eltern mitversichert. Beispielsweise falls sie im Wohnheim leben und am Wochenende nach Hause kommen. Häufig übernimmt die Versicherung nur einen kleinen Anteil der Deckungssumme.

Wochenend- und Ferienhäuser: Viele Versicherungen bieten gegen einen Aufpreis den Schutz von Gegenständen an, die in selten bewohnten Gebäuden untergebracht sind. Dazu gehören laut Versicherungsbedingungen der Allianz unter anderem Datschen, Garten-, Ferien-, Wochenend-, Jagd- und Weinberghäuschen.

Der Zweitwohnsitz ist nicht vom Versicherungsschutz des Hauptwohnsitzes erfasst. Versicherungsnehmer schließen entweder eine neue Police für diesen ab, oder erweitern den bestehenden Vertrag gegen eine Erhöhung ihres Beitrags.

Optionale Haus- & Wohnungsschutzbriefe schließen viele Leistungen rund ums Heim ein, die den Basisschutz einer Hausratversicherung erweitern. Welche das sind, legt jedes Unternehmen individuell fest. Der zur Hausrat- oder Gebäudeversicherung der Allianz buchbare Wohnungsschutzbrief umfasst unter anderem die folgenden Leistungen:

  • Schlüsselversicherung bei Verlust
  • Handwerkerleistungen für kaputte Haushaltsgeräte bis 1.500 Euro im Jahr
  • Kammerjägereinsatz bei Schädlingsbefall oder wenn sich ein Wespennest ansiedelt
  • Kinderbetreuung im Notfall bis 48 h lang
  • 24-Stunden-Service

Manche Versicherungen helfen bei der Datenrettung von beschädigten Festplatten, oder stellen ein sicheres Depot für wichtige Dokumente zur Verfügung. Wichtig ist, sich über die Höchstgrenzen zu informieren, bevor Kunden dieses Zusatzpaket hinzufügen und seinen Nutzen abwägen.

Fenster sind kein Hausrat. Zerbrechen sie, zahlt die Hausratversicherung in nur bestimmten Fällen. Etwa, wenn ein Einbrecher das Küchenfenster einschlägt, um ins Haus einzusteigen. Wer große Glasflächen oder einen Wintergarten hat, für den ist eine zusätzliche Glasversicherung sinnvoll. Gewächshäuser oder Solaranlagen stellen ein besonders hohes Risiko dar und benötigen eine individuelle Versicherung.

Und was ist durch die Hausratversicherung nicht versichert?

Manche Kosten übernimmt keine Hausratversicherung. Dazu gehören durch Vorsatz entstandene Schäden oder solche, die aus Zeiten vor dem Vertragsabschluss stammen. Beschädigen Kriege, Atomenergie, innere Unruhen und ähnlich unkalkulierbare Risiken das Inventar, ist ebenfalls keine Entschädigung zu erwarten.

Saugen sich nach einem Rohrbruch die Wände mit Wasser voll oder zerstört ein Feuer das Dach, ist die Hausratversicherung der falsche Ansprechpartner. Für diese Risiken gibt es Gebäudeversicherungen.

Info
Durch einfachen Diebstahl oder Trickbetrug abhanden gekommene Sachen sind kein Bestandteil der Hausratversicherung. Bei Feuer ist die Brandursache entscheidend und Sturm zählt bei den meisten Policen erst ab Windstärke acht. Und natürlich übernimmt die Versicherung keine Kosten, welche die Deckungssumme übersteigen.


Was ist bei einer Hausratversicherung wichtig?

Auf der Suche nach der passenden oder einer neuen Hausratversicherung hilft ein Versicherungsvergleich dabei, aus dem unüberschaubaren Angebot das richtige herauszufiltern. Welche Kriterien zeichnen eine gute Hausratversicherung aus? Und worauf sollten Verbraucher achten, bevor sie einen neuen Versicherungsvertrag abschließen?

Grobe Fahrlässigkeit

Eine Person handelt grob fahrlässig, wenn sie unbedacht oder unvorsichtig ist und dadurch ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Etwa, in dem sie die Waschmaschine anstellt und dann für mehrere Stunden das Haus verlässt oder eine Kerze länger als zehn Minuten lang unbeaufsichtigt brennen lässt. Viele Versicherer verweigern die Kostenübernahme, wenn der Versicherte die Schäden durch seine Fahrlässigkeit verursachte. Darum ist es wichtig, nach der Klausel „Verzicht auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit“ im Versicherungsvertrag Ausschau zu halten. Diese bedeutet, dass das Unternehmen in jedem Fall zahlt. Entweder bis zu einem Höchstbetrag von meist 10.000 Euro oder unbegrenzt. Die zweitgenannte Variante ist auf jeden Fall die bessere, resultiert allerdings in höheren Versicherungsbeiträgen.

Versicherungssumme und Unterversicherung

Für einen angemessenen Versicherungsschutz ist es wichtig, den Wert des Hausrats richtig abzuschätzen. Versicherungen rechnen in der Regel mit 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für eine 75 Quadratmeter große Wohnung liegt die Deckungssumme demzufolge bei 48.750 Euro. Das dürfte den meisten genügen.

Wer allerdings Designermöbel, wertvolle Heimelektronik, teure Kleidung und mehr Schuhe als Carrie Bradshaw im Schrank stehen hat, könnte durch die Richtwerte der Versicherung nie vollständig abgedeckt sein. So eine Unterversicherung ist unbedingt zu vermeiden, weil die Versicherung ihren Zuschuss im Leistungsfall anteilig berechnet. Ist der Haushalt zu 50 % unterversichert, bezahlt sie höchstens die Hälfte. Und das heißt, der Versicherte muss irgendwie die andere Hälfte aufbringen.

Zum Glück: Ist die Versicherungssumme pauschal berechnet, stimmt eine Versicherung meistens dem Unterversicherungsverzicht zu. Sprich, übersteigt der tatsächliche Wert die Pauschale, zahlt eine Versicherung trotzdem den gesamten Schaden.

Um den Wert seiner Besitztümer richtig einzuschätzen, sollten Kunden deren Wiederbeschaffungswert zusammenrechnen. Zu diesem Zweck fragen sie sich: „Wie teuer wäre es, wenn ich Geschirr, Kleidung und Möbel neu kaufen müsste?“

Dokumentation aller Gegenstände

Wer pedantisch veranlagt ist, erstellt vor Versicherungsabschluss eine Inventarliste all seiner Gegenstände und notiert deren Wert. Er geht Raum für Raum vor und speichert die Liste sicher in der Cloud. Alle paar Jahre ist ein Update angesagt. Bei wertvollen Kunstgegenständen oder Elektronik empfiehlt es sich, den Kaufbeleg aufzubewahren, physisch oder eingescannt, und die Sachen fotografisch zu dokumentieren. Passiert etwas, können Kunden ihrer Versicherung beweisen, dass sie tatsächlich einen 3000-Euro-Staubsauger besaßen.


Was ist versichert?

Versicherungen wie unter anderem die AXA oder HUK24 listen detailliert auf, welche Dinge gegen welche Gefahren versichert sind. Vor Vertragsabschluss ist es wichtig, die Vertragsbedingungen, das Kleingedruckte, zu studieren und mit den persönlichen Bedürfnissen abzugleichen.

  • Ist ein im Hausflur geparkter Kinderwagen oder Rollator gegen Diebstahl gesichert?
  • Was ist mit Terrassenmöbeln, Gartengeräten oder einem hochwertigen Grill?
  • Deckt die Police einen Wasserschaden durch Aquarium oder Wasserbett ab?

Höchstgrenzen für Wertsachen

Bargeld, Schmuck, Gemälde und ähnlich Wertvolles übernimmt eine Hausratversicherung in der Regel bis zu einer bestimmten Summe. Wie hoch diese ist, hängt vom Tarif ab. Die Hausratversicherung der HUK ersetzt Wertsachen bis zu einer Höhe von 40 % der gesamten Versicherungssumme. Allerdings sind die einzelnen Kategorien gedeckelt: Bargeld wird bis 1.500 Euro erstattet; Schmuck, Briefmarken oder Münzen bis 30.000 Euro, und Wertpapiere bis 10.000 Euro (Stand Q2/2019). Wer Dinge besitzt, deren Wert diese Grenzen überschreiten, kann in Absprache mit seinem Versicherungsmakler gegen Aufpreis das Limit erhöhen. Alternativ ist es möglich, solche Wertsachen mit einer individuellen Versicherung abzudecken.

Nachtzeitklausel bei Fahrraddiebstahlversicherung

Wer seine Hausratversicherung um eine zusätzliche Absicherung gegen Fahrraddiebstahl ergänzt, sollte nachsehen, ob der Vertrag die sogenannte Nachtzeitklausel enthält. Sie besagt, dass das Rad ausschließlich zwischen 6 und 22 Uhr versichert ist. Nachts nur, wenn es sich in Gebrauch befindet. Doch was ist, wenn man das Fahrrad um 20 Uhr abstellt, den Diebstahl jedoch erst um fünf Uhr morgens bemerkt? Oder das Rad vor dem Haus einer Freundin parkt und dann spontan dort übernachtet? Um kleinlichen und schwer nachzuweisenden Fragen komplett aus dem Weg zu gehen, ist ein Vertrag ohne diese Klausel empfehlenswert. Die gute Nachricht: Die meisten Anbieter verzichten mittlerweile darauf.


Die Pflichten des Versicherten

Wer eine Hausratversicherung abschließt, ist gegenüber der Versicherung in der Pflicht, das Risiko eines möglichen Schadens so gering wie möglich halten. Es besteht zwar kein Zwang, die von der Versicherung geforderten Obliegenheiten tatsächlich umzusetzen. Im Versicherungsfall kann die Nichteinhaltung negative Konsequenzen mit sich führen.

Die wohl wichtigste Aufgabe der Versicherten ist es, im Winter alle Räume zu beheizen und die Wasserleitungen zu entleeren, um Frostschäden und Wasserrohrbrüche zu vermeiden.

Bei sehr hohen Versicherungssummen obliegt es dem Versicherten, eine Alarmanlage zu installieren. Auf eigene Rechnung versteht sich. Solche Sicherheitseinrichtungen und Tresore bewirken unter bestimmten Bedingungen niedrigere Versicherungsbeiträge oder höhere Schadensgrenzen bei Wertsachen.

Darüber hinaus haben Versicherte die Pflicht, einen Umzug sofort zu melden, damit das Unternehmen die Deckungssumme anpassen kann. Das ist im Interesse des Kunden. Wer in eine größere Wohnung oder als gefährlicher eingestufte Gegend zieht und die Summe gleich bleibt, ist unterversichert und erhält im Falle eines Einbruchs keine oder nur eine anteilige Erstattung der Kosten. Das darf niemals passieren. Außerdem müssen Verbraucher ihrer Hausratversicherung sämtliche Gefahrerhöhungen unverzüglich melden. Dazu gehört zum Beispiel ein am Haus angebrachtes Gerüst, was Einbrechern den Weg erleichtern könnte oder die Demontage einer der Versicherung bekannten Alarmanlage. Wer das versäumt, riskiert, dass im Falle eines Einbruchs die Versicherung eine Zahlung verweigert.

Tritt ein Schadensfall ein, haben Versicherte zwei Pflichten: Zunächst müssen sie alles tun, um bereits entstandene Schäden zu minimieren. Sofort gleich das Wasser abstellen, wenn die Waschmaschine ausläuft oder bei einem Wohnungseinbruch entwendete Kreditkarten sperren. Anschließend müssen der Versicherung alle Informationen, die mit dem Fall zu tun haben, herausgeben werden. Bei einem Blitzschlag gehört dazu, die durch Überspannung beschädigten Geräte solange aufzubewahren, bis ein Sachverständiger der Versicherung sie begutachten konnte.


Was kostet eine Hausratversicherung?

Der Versicherungsbeitrag zur Hausratversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab. In erster Linie natürlich von der Versicherungssumme. Je höher sie ist, desto höher fallen die Zahlungen aus. Viele Versicherungen bieten mehrere Hausrat-Tarife an. Meistens einen Basic-Tarif, der lediglich das Nötigste enthält und zum Beispiel keinen Unterversicherungsverzicht enthält, oder Wertsachen geringer entschädigt. Je besser der Tarif ist, desto umfangreicher sind die darin enthaltenen Leistungen – und teurer ist das Ganze.

Großen Einfluss auf die Kosten hat der Wohnort des Versicherten. Auf dem Dorf sind Hausratversicherungen günstiger als in Großstädten, weil dort bestimmte Risiken geringer ausfallen. Jede Versicherung hat ihr eigenes System, die Postleitzahl einer Tarifzone zuzuordnen.

Häufig können Antragsteller den Selbstbehalt bei Vertragsabschluss auswählen. Wer zustimmt, im Schadensfall eine bestimmte Summe (meistens zwischen 150 und 500 Euro) beizusteuern, verhält sich vorsichtiger und, die Folge ist als Belohnung ein niedrigerer Beitrag. Vertragslaufzeit und Zahlungsweise beeinflussen die Höhe der regelmäßigen Zahlung. Versicherte, die einmal im Jahr die fällige Summe überweisen (oder per Lastschrift einziehen lassen), bekommen einen kleinen Rabatt.

Informationen zum Vergleichsrechner

Die Beschaffenheit des Hauses fließt in die Berechnung ein. Wer in einem mit Reetdach gedeckten Gebäude wohnt, wird für seine Hausratversicherung monatlich etwas mehr bezahlen müssen. Vergleichsrechner für Hausratversicherungen, wie von Check24 angeboten, verschaffen Suchenden einen Überblick über die aktuellen Angebote.

Hier ein Beispiel, wie unterschiedlich die Beiträge mit identischen Angaben an zwei unterschiedlichen Wohnorten sein können. Verglichen wurden Beiträge in der Großstadt Berlin (Prenzlauer Berg) mit der Dorfstraße in Tangermünde (Stand: Mai 2019):

Wohnungsgröße: 75 m2

Alter der versicherten Person: 25 Jahre

Versicherungsleistungen: Fahrraddiebstahl bis 750 Euro, Elementarschadenversicherung, keine Selbstbeteiligung, komplette Übernahme der Kosten durch grobe Fahrlässigkeit, Mehrfamilienhaus.

In Berlin kostete die günstigste Versicherung rund 94 Euro, die teuerste 387,50 Euro pro Jahr. Im Gegensatz dazu lag die Spannweite der Jahresbeiträge in der Kleinstadt Tangermünde zwischen 49,30 und 280,40 Euro.


Welche Hausratversicherung ist zu empfehlen?

Die beste Hausratversicherung zu finden, erfordert sorgfältige Recherche. Idealerweise überlegen Verbraucher sich vorher, welche Gegenstände sie absichern wollen und was für Zusatzprodukte ratsam sind. Schusselige, zur Vergesslichkeit neigende Personen wählen auf einen Tarif, der durch grobe Fahrlässigkeit entstandene Schäden zu 100 % übernimmt. Das übernehmen glücklicherweise mittlerweile fast alle großen Versicherungen.

Wer häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht eine Versicherung, die den Drahtesel bei Diebstahl ersetzt. Bewohner von Häusern mit vielen Glaselementen oder einem Wintergarten sind mit einer zusätzlichen Glasbruchversicherung gut beraten. Wer schon einmal einen Rückstau im Keller hatte oder in Hochwassergebieten lebt, kommt um eine Elementarversicherung selten drum herum. Und für junge Leute und Studierende bieten viele Versicherungen vergünstigte Tarife an.

Vergleichsportale und Tests

Im Internet ist es möglich, auf Check24, Verivox und anderen Portalen die Kosten und Leistungen verschiedener Hausratversicherungen einander gegenüberzustellen. Bei solchen Online-Rechnern gibt der Nutzer die Größe der zu versichernden Wohnfläche, seine Postleitzahl und den Gebäudetyp an. Auf Grundlage dieser Daten vergleicht die Software die Tarife von Versicherungsunternehmen. Einige Anbieter übersenden die Ergebnisse ihrer Analyse erst nach Anmeldung zu einem Newsletter.

Weitere Informationen über die Webseite des Anbieters

Es ist zu empfehlen, seine Versicherung nicht direkt über das Portal abzuschließen, sondern zunächst auf der Unternehmenswebseite das Angebot näher in Augenschein zu nehmen. Das ist vor allem bei scheinbar günstigen Hausratversicherungen anzuraten.

Ausführliche Produkttests sind immer gut. Zwar sind die Ergebnisse online hinter einer Paywall verborgen, doch es ist möglich, das Magazin in Bibliotheken oder der Onleihe auszuleihen. Der von Stiftung Warentest angebotene Hausratversicherungen-Vergleich kostet 7,50 Euro (Stand Q2/2019) für zwei individuelle Auswertungen. Dafür ist das Ergebnis unabhängig, da keine Provision fällig ist.

Sind Kombi-Tarife günstiger?

Neben der Hausrat- gehört die Haftpflichtversicherung zur wichtigsten Versicherung in Deutschland. Grob definiert übernimmt sie Schäden, die ihre Kunden an fremden Personen oder deren Eigentum verursachen. Viele Versicherungsunternehmer bieten daher Hausrat- und Haftpflichtversicherungen im günstigen Paket an. Sparen Verbraucher damit – im Vergleich auf zwei individuelle Versicherungsverträge – tatsächlich Geld?

Ja. Jedenfalls unter bestimmten Bedingungen. Die meisten Unternehmen richten sich mit ihren Versicherungspaketen an Studenten, Auszubildende und Singles, die allesamt in kleinen Wohnungen leben. Beim Abschluss ist darauf zu achten, dass die Kündigung der Policen unabhängig voneinander erfolgen kann und es möglich ist, eine ohne die andere weiterzuführen. Das ist aber in den meisten Paketen der Fall.

Der Vorteil bei Kombi-Tarifen sind geringere Verwaltungsaufwände und dadurch günstigere Beiträge, sowie einen Ansprechpartner für beide Produkte zu erhalten.

Kombiversicherung - was gilt es zu beachten?

Kunden sollten die Leistungen miteinander vergleichen und prüfen, ob diese zu ihren Bedürfnissen passen. Vor allem bei der Haftpflichtversicherung empfehlen Experten eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro, denn bei Unterversicherungen müssen Verbraucher die Differenzsumme aus eigener Tasche zahlen.

Fazit zur Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ist eine der am meisten verbreiteten Versicherungen in Deutschland. Zu Recht. Wer keine besitzt und nach einem Feuer oder Einbruch sein Hab und Gut ersetzen muss, steht schnell vor dem finanziellen Ruin. Diese Bürde nimmt die Hausratversicherung ihren Kunden ab. Versichert sind alle beweglichen Gegenstände eines Haushalts. Also all die Dinge, die bei einem Umzug mitgenommen werden können. Diese ersetzt die Versicherung, wenn sie durch Trinkwasser, Feuer, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Sturm oder Hagel kaputt oder verloren gehen. Sie kommt für Reparaturkosten auf und übernimmt die Rechnung, wenn die Versicherten nach einem Brand vorübergehend im Hotel unterkommen müssen.

Zusätzlich können Verbraucher ihren Vertrag um eine Fahrradversicherung oder eine Absicherung gegen Hochwasser erweitern. Wie viel eine Hausratversicherung kostet, hängt von der Deckungssumme, vom Wohnort des Kunden und dem gewählten Tarif ab. Bei der Auswahl einer passenden Hausratversicherung ist darauf zu achten, sich nicht unterzuversichern und eine Police zu wählen, bei der die Versicherung durch Fahrlässigkeit entstandene Schäden bezahlt.

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