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Private Krankenversicherungen vergleichen und von günstigen Konditionen profitieren!

Private Krankenversicherung – welche ist die Richtige?

private krankenversicherung testAuf dem Markt der privaten Krankenversicherer konkurrieren aktuell (Stand: 2019) 45 Unternehmen miteinander. Die Kundgabe am Praxis-Tresen, privat versichert zu sein, bringt nach wie vor einige Vorteile mit sich. Wer eine Krankenversicherung privat abschließt, profitiert in der Regel von kürzeren Wartezeiten, einem umfassenden Behandlungsspektrum und Sonderleistungen, die es in der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung) nicht gibt. Gerade Selbstständige, Freiberufler und Beamte stellen sich früher oder später die Frage, welchen Weg sie diesbezüglich gehen.

Vor diese Entscheidung empfiehlt sich ein umfassender Vergleich. Die private Krankenversicherung unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter – sowohl kosten- als auch leistungstechnisch. Für einige Berufs- und Personengruppen haben die Unternehmen Spezialtarife (z. B. Studenten). Zudem empfiehlt sich vor jedem Wechsel der Krankenkasse eine neue Bestandsaufnahme der Anbieter auf dem Markt. Möglicherweise ist der eigene Tarif und nicht mehr Zeit gemäß oder die Privatversicherung hat die Kosten angehoben. Ein Vergleich hilft, um festzustellen, ob sich der Wechsel des PKV- Anbieters wirklich lohnt.

Wer darf sich privat versichern?

private krankenversicherung kosten reduzierenSozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Azubis sind grundsätzlich verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern. Es gibt ausnahmsweise für gut verdienende Arbeitnehmer einen Weg in die private Krankenversicherung. Die Grenze richtet sich nach dem Bruttogehalt des Angestellten, sog. Versicherungspflichtgrenze. Sie liegt aktuell (2019) bei einem Jahresbruttoverdienst in Höhe von 60.750 Euro, bzw. einem Monatsbruttoverdienst von 5062,50 Euro. Diese Grenze hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben entwickelt.

Sie ist nicht zu verwechseln mit der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung. Diese bezeichnet nur die Gehaltshöhe, ab der sich die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr erhöhen. Diese liegt in 2019 bei 4.537 Euro. Die Krankenkassen behandeln also auch Arbeitnehmer, die 5000 Euro brutto monatlich verdienen so, als läge ihr Gehalt auf der Beitragsbemessungsgrenze. Sie zahlen dadurch prozentual weniger Abgaben. Arbeitnehmer, die z. B. aufgrund einer Arbeitslosigkeit oder einer Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze wieder in die Pflicht zur gesetzlichen Versicherung rutschen, dürfen einen Befreiungsantrag stellen. Ist der Antrag einmal bewilligt, stellt sich die Rückkehr in die GKV als nahezu unmöglich dar.

Rechtlich behandelt das Gesetz privatversicherte Arbeitnehmer genauso wie solche, die GKV-Mitglied sind. Das bedeutet, dass ein Angestellter trotzdem Anspruch auf einen Zuschuss durch den Arbeitgeber hat. In der Regel überweist er nach Vorlage der Bescheinigung über den gezahlten Monatsbeitrag den Zuschuss auf das Konto des Angestellten. Er beträgt in der Regel die Hälfte der insgesamt vom Arbeitnehmer gezahlten Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung. Steuern sind auf diesen nicht zu zahlen. Für die private Krankenversicherung ist der Arbeitgeberanteil in 2019 allerdings auf maximal 351,66 Euro begrenzt.

Weiterhin berechtigt zur privaten Krankenversicherung sind Selbstständige. Sie haben stets ein Wahlrecht, ob sie sich privat krankenversichern. Bei diesen ist die private Krankenversicherung vom Einkommen unabhängig.

Einen ganz wesentlichen Teil des Kundenkreises der Privat-Versicherung machen Beamte aus. Sie sind größtenteils zu 50 % selbst beihilfeberechtigt. Der Staat zahlt also pro Krankheitsfall die Hälfte. Nur für den Rest haben Beamte selbst aufzukommen. Hinsichtlich der restlichen 50 % entscheiden sich die meisten für eine Private Krankenversicherung für Beamte. In den allermeisten Fällen lohnt sich GKV für Beamte nicht als Krankenversicherung, da sie faktisch ihren Anspruch auf Beihilfe verlieren. Sie wären verpflichtet, den gesamten GKV-Beitrag aus eigener Tasche bezahlen. So wären sie gegenüber dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer sehr viel schlechter gestellt. Schätzungen zufolge sind deshalb etwa 85 bis 90 % aller deutschen Bundes-, und Landesbeamten in Deutschland privat versichert. Tarife, die speziell auf Beamte zugeschnitten sind, gibt es bei fast allen Versicherungen. Beispiele sind die private Krankenversicherung der AOK (Alte Oldenburger Versicherung), der Debeka, der Concordia oder R+V – Versicherung.

Da der Staat von den Krankheitskosten bereits die Hälfte übernimmt bleiben für die private Krankenversicherung für Beamte weniger Kosten übrig. Sie profitieren deshalb häufig von sehr günstigen Versicherungsbeiträgen gegenüber in der freien Wirtschaft Beschäftigen. Die gesetzliche Krankenversicherung ist aber nicht nur preislich, sondern oft auch leistungstechnisch nicht in der Lage, die private Krankenversicherung für Beamte hinter sich zu lassen. Die private Krankenversicherung für Beamte der Debeka beispielsweise bezuschusst Kur- und Sanatoriumsbehandlungen, Knochenmarkspenden und Lebendorganspenden. Das ist bei den gesetzlichen Krankenkassen im Vergleich dazu undenkbar.

Des Weiteren haben Studenten binnen drei Monaten nach Beginn ihres Studiums die Möglichkeit, sich privat versichern zu lassen. Sind sie vor Beginn des Studiums bereits privat versichert, ist bei der Hochschule ein Befreiungsbescheid vorzulegen. Weiterhin dürfen Studenten, die bis 25 über die GKV familienversichert, sich danach (ebenfalls binnen drei Monaten) für eine Privat-Versicherung entscheiden. Nach Eintritt in die private Krankenversicherung für Studenten sind diese bis Ende des Studiums an den Versicherungszweig gebunden. Beginnen sie nach Studienende eine abhängige Beschäftigung, dürfen sie sich wieder gesetzlich versichern.

Das gilt allerdings nicht, wenn ihr Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Welche Krankenversicherung ein Student am besten wählt, hängt von vielerlei Faktoren ab. Vor allem Kinder von Beamten und junge, gesunde Antragsteller zahlen über die private Krankenversicherung für Studenten oft weniger als bei der GKV. Spezielle Tarife für diese gibt es bei einigen Unternehmen; Beispiele sind die private Krankenversicherung der Debeka und der Hanse Merkur.

Familien privat versichert

Familien bekommen grundsätzlich nur bei der gesetzlichen Versicherung die Chance einer gesamten Familienversicherung. Eine private Krankenversicherung als Familie ist dagegen nicht möglich. Jeder Privatversicherte hat persönlich einen Vertrag mit dem Versicherer. Deshalb zahlen Eltern von privat versicherten Kindern deren Beitrag in der Regel mit. Es gibt jedoch von einigen Versicherungsgesellschaften auf Familien oder Eheleute spezifizierte Sondertarife. Wählt z. B. eine Person eine private Krankenversicherung mit dem Ehepartner, zahlen beide einen vergünstigten Preis.


Was gilt für die private Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit oder Elternzeit?

Wer eine private Krankenversicherung hat und arbeitslos wird, ist nach dem Sozialgesetzbuch grundsätzlich zur Rückkehr in die gesetzliche Versicherung verpflichtet, sobald er ALG I bezieht. Das gilt auch bei nur kurzfristiger Arbeitslosigkeit, zum Beispiel im Falle von Saisonarbeit. Allerdings bieten viele private Krankenversicherer solchen „Kurzzeit-Arbeitslosen“ die Möglichkeit einer Vertragsstilllegung an. Diese erhalten dann eine Versicherungsanwartschaft. Bei Wiederaufnahme der alten Beschäftigung gilt dann der Vertrag zu den gleichen Bedingungen fort, wie sie vor der Arbeitslosigkeit bestanden haben.

Bei Familien, die gerade ein Neugeborenes erhalten haben gilt im Falle der Elternzeit folgendes: Der betroffene Elternteil behalt seine private Krankenversicherung in der Elternzeit, auch wenn er aufgrund dessen erwerbslos geworden ist. Bis auf wenige Ausnahmen sind dabei auch die vollen Beiträge weiterhin zu zahlen. Ein Arbeitnehmer, der sonst privat versichert ist, dann aber aufgrund einer Teilzeitbeschäftigung in Elternzeit unter die Versicherungspflichtgrenze fällt, ist eigentlich GKV-pflichtig. Er darf sich von dieser Pflicht allerdings für die Dauer der Elternzeit befreien lassen. Bei einer Teilzeitbeschäftigung über die Elternzeit hinaus, geht dann allerdings kein Weg mehr an der gesetzlichen Versicherung vorbei.


Für wen lohnt sich die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?

Beamte, Selbstständige und gut verdienende Angestellte haben die Qual der Wahl. Nach Beginn des entsprechenden Berufsstatus stehen sie vor der Entscheidung, ob sie sich privat versichern oder in die Freiwillige Krankenversicherung eintreten. Welche Wahl die bessere ist, lässt sich keineswegs pauschalisieren. Interessenten ist zu empfehlen, sich vor der Entscheidung für private oder gesetzliche Krankenkassen mit den Vor- und Nachteilen beider Systeme auseinanderzusetzen. Es ist nicht allein eine Frage des Preises. Ein stures Beharren, nur die günstigste Krankenkasse auswählen zu wollen, endet nicht selten in einer höheren Kostenbelastung im Nachhinein.

Da die Beitragshöhe dennoch eine ausschlaggebende Rolle spielt, sei der Unterschied zwischen beiden Versicherungstypen kurz erklärt: Theoretisch ist es bei allen Angehörigen des genannten Personenkreises möglich, dass der gesetzliche Kassenbeitrag den der Privatversicherung überschreitet und umgekehrt. Jeder Einzelfall ist deshalb gesondert zu betrachten. Zunächst bemisst die gesetzliche Krankenversicherung im Vergleich zur privaten ihre Beitragshöhen nicht nach dem Gesundheitszustand, sondern nach der Gehaltshöhe. Das gilt auch für freiwillig Versicherte. Verdient ein Selbstständiger z. B. aus mehreren Einnahmequellen (Vermietung, Verpachtung, Kapitalerträge), ist dies zum Einkommen hinzuzurechnen. Nach diesem berechnet die gesetzliche Krankenversicherung den Beitrag.

Kostenvorteile

Für einen jungen und gesunden Arbeitnehmer, der sehr gut verdient, wäre ein freiwilliger Eintritt in die gesetzliche Krankenkasse im Vergleich zur privaten aus preislicher Sicht eher nicht empfehlenswert. Durch seinen hohen Verdienst resultiert der prozentuale Krankenversicherung Beitragssatz in hohen monatlichen Kosten. Für ältere Personen, die z. B. 50 Jahren vor der Entscheidung stehen, sich privat zu versichern, gelten andere Regeln. Die Privatkassen erheben mit zunehmendem Alter immer höhere Beiträge. Zusätzlich sind diese bis auf wenige Abschläge bei Renteneintritt weiter zu bezahlen. Dazu im Vergleich sind gesetzliche Krankenkassen auch bei Rentenbezug verpflichtet, die Beiträge der Rentenhöhe anzupassen.

Neben dem Preis spielen aber auch die Leistungsmerkmale der beiden Systeme eine erhebliche Rolle. Wartezeiten sind in der Regel kürzer. Arztpraxen vergeben Termine eher an Privatpatienten, als gesetzlich Versicherte. Weiterhin haben Privatpatienten eher die Chance auf alternative Heilmethoden und neue medizinische Behandlungen. Leistungskürzungen erwarten einen Privatpatienten ebenfalls nicht. Eine gesetzliche Versicherung im Vergleich ist unter bestimmten Umständen in der Lage, Leistungen einzukürzen, die vorher übernommen worden sind. Chefarztbehandlung und die Verlegung in ein Einzelzimmer sind ebenfalls nur bei privaten Versicherungen denkbar.

Die GKV hat aber vor allem Vorteile für Personen mit Vorerkrankungen. Sind diese gravierend, geht dies mit hohen Beiträgen bei einem privaten Versicherer einher. Außerdem profitieren Großfamilien von der gesetzlichen Versicherung, da diese ihre Kinder kostenlos mitversichern dürfen.


Was kostet eine PKV- Mitgliedschaft?

private krankenversicherung familienHauptsächlich misst die private Krankenversicherung ihre Kosten individuell am Alters- und Gesundheitszustand jedes Versicherungsnehmers. Die Höhe der Beiträge fällt demzufolge höchst unterschiedlich aus. Während eine günstige Krankenversicherung etwa auf dem Preisniveau der gesetzlichen Krankenkassen liegt, oder sogar noch günstiger ist, steigen Beiträge im Alter enorm. Rentner, die außerdem gesundheitlich angeschlagen sind, zahlen nicht selten weit über 1000,00 Euro monatlich.

Wissenswert ist auch, dass jede private Krankenversicherung einen Basistarif anbietet. Für die private Krankenversicherung ist er gesetzlich in Art. 44 des GKV-Wettbewerbsbestärkungsgesetzes geregelt. Jedes Unternehmen ist verpflichtet, eine Police anzubieten, die bezüglich ihrer Leistungen in Art und Umfang denen einer gesetzlichen Krankenversicherung entspricht. Die Beiträge dürfen diejenigen der GKV nicht überschreiten. Der Tarif steht nur einem bestimmten Personenkreis offen.

Kostenhöhe

Wer wissen möchte, wie viel er selbst für die PKV Mitgliedschaft bezahlen würde, nutzt am besten einen „Private-Krankenversicherung-Rechner“. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Ergebnisse solcher Online-Kalkulatoren noch kein verbindliches Angebot der Versicherer darstellen. Jedes Unternehmen führt vor Vertragsschluss eine Gesundheitsprüfung durch. Es ist deshalb denkbar, dass sich die Kosten für die private Krankenversicherung erhöhen, sobald der Antragsteller die Prüfung durchlaufen hat. Erst dann legt der Versicherer ein konkretes vor.


Wonach berechnen sich die Beiträge?

Wie bereits erwähnt hat die Höhe des Einkommens keinen Einfluss die Beiträge für die private Krankenkasse. Wesentlicher Bestimmungsfaktor im Krankenkassenvergleich sind die Leistungen, die das Unternehmen anbietet. Je mehr in puncto Qualität und Umfang diese aufweisen, desto mehr steigt der Beitrag der Krankenversicherung. Den größten Einfluss haben Zahnersatzleistungen, alternative Behandlungsmethoden und die Verlegung in Ein- bzw. Zweibettzimmer. Um die Beiträge für die private Krankenversicherung zu berechnen, benötigt sie allem voran die folgenden Informationen:

  • Gesundheitszustand

Ob eine private Krankenversicherung günstig ist oder nicht, hängt in erster Linie hiervon ab. Verletzungen oder Vorerkrankungen bestimmen das wirtschaftliche Risiko, das der Versicherer zu kalkulieren hat. Denn je vorbelasteter ein Mitglied ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherer für Folgeerscheinungen, Nachbehandlungen etc. aufzukommen hat. Je weniger der Kunde in seiner Krankenakte stehen hat, desto niedriger sind die monatlichen Kosten. Vor allem Personen, die an chronischen Erkrankungen leiden, haben oft hohe Risikoaufschläge zu zahlen.

  • Alter

Einen ähnlichen Einfluss auf den Private-Krankenversicherung-Beitrag hat das Alter des Versicherungsnehmers. Statistisch gesehen steigt mit dem Alter auch die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens gesundheitlicher Vorbelastungen. Ob diese tatsächlich bestehen, spielt für die Beitragserhöhung allein aus Altersgründen keine Rolle. Junge Interessenten profitieren deshalb oft von günstigen Beiträgen.

  • Selbstbeteiligung

Durch die Selbstbeteiligung bzw. den Selbstbehalt haben Interessenten zu Versicherungsbeginn bei einigen Anbietern eine Einflussmöglichkeit auf die Beitragshöhe. Wählt der Kunde einen Tarif mit Selbstbeteiligung, senkt er dadurch seinen monatlichen Beitrag. Im Falle einer ärztlichen Behandlung zahlt er einen bestimmten Anteil der Kosten aus eigener Tasche. Experten sagen, dass sich die Wahl eines Tarifs mit Selbstbehalt lohnt, wenn keine allzu regelmäßigen Arztbesuche erfolgen. Denn dann stellt die Versicherungsprämie insgesamt die weitaus größer finanzielle Belastung dar, als eine gelegentlich gezahlte Selbstbeteiligung. Viele Unternehmen lassen großen Gestaltungsspielraum, was die gewählten Selbstbehalte anbelangt. Die private Krankenversicherung der HUK-Coburg beispielsweise stellt – tarifabhängig – Beträge zwischen 0 und 1500 Euro zur Wahl.


PKV – Vergleich- worauf ist zu achten?

Mitglied einer privaten Krankenversicherung zu sein heißt nicht, dass alle guten Leistungen automatisch umfasst sind. Bei Nutzung der PKV-Rechner im Internet dürfen die Interessenten in der Regel zwischen verschiedenen Tarifen aus dem Standard-, Komfort- und Premiumbereich auswählen. Die Preise liegen weit auseinander. Bei der Durchführung eines Krankenversicherung-Vergleiches ist deshalb genau auf den bedarfsgerechten Leistungsumfang zu achten. Ein Basistarif der PKV deckt oft nur die absolute Grundsicherung der Patienten ab und unterscheidet sich daher kaum von der gesetzlichen Versicherung. Teilweise bietet die Grundsicherung privaten Krankenkasse im Vergleich zur gesetzlichen sogar noch weniger Leistungen an. Gute Tarife enthalten möglichst viele der folgenden Komponenten:

  • Brillen und Kontaktlinsen

In den letzten Jahren hat sich das Leistungsniveau bezüglich der Erstattung von Sehhilfen durchweg reduziert. Teilweise sind gute Erstattungsleistungen nur zu erhalten, wenn der Kunde einen hohen Krankenversicherung-Beitrag zahlt. Dennoch gibt es im Krankenkassenvergleich einige PKV-Anbieter, die alle 24 Monate einen hohen Einmalbetrag für Brillen oder Kontaktlinsen erstatten. Die beste private Krankenversicherung in dieser Hinsicht zahlt in diesem Rhythmus bis zu 500 Euro. Ein Beispiel hierfür ist der PKV – Premiumtarif der Deutschen Krankenversicherung (DKV). Policen, die bis zu 300 Euro im Zweijahresrhythmus erstatten spielen auch noch in der vorderen Liga mit. Ein guter Versicherer macht sogar zusätzliche Ausnahmen von dieser einmaligen Zahlung, wenn der Kunde eine Verschlechterung seiner Sehstärke mindestens in Höhe von 0,5 Dioptrien in zwei Jahren nachweist. Voraussetzung ist, dass die Sehhilfe medizinisch notwendig ist.

  • Vorsorgeuntersuchungen

Zu prüfen ist beim Private-Krankenversicherung Vergleich außerdem, inwieweit der Anbieter Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen bezuschusst. Beispiele sind Behandlungen zur Krebsfrüherkennung, Herz-Kreislaufuntersuchungen, Prophylaxe und Glaukomfrüherkennung (grüner Star). 

  • Freie Arzt- und Krankenhauswahl

Sie ist vor allem für Personen ratsam, die auf eine sofortige Kostenübernahme bei Facharztbehandlung wertlegen. Es gibt schwächere Tarife, die den Kunden zunächst zum Aufsuchen eines Allgemeinarztes verpflichten. Erst wenn dieser zu einem Spezialisten bzw. Facharzt überweist, übernehmen sie die Kosten. Starke Policen sehen hingegen eine vollumfassende freie Arztwahl vor. Gleiches gilt für die Auswahl der Krankenhäuser (auch Privatkliniken!). Stiftung Warentest rät außerdem zur Kostenübernahme von Chefarztbehandlungen in Höhe des 3,5-fachen Satzes der Gebührenordnung für Ärzte. Viele Unternehmen bieten die Chefarztbehandlungen nur noch in den höherklassigen Tarifen an, so z. B. die private Krankenversicherung der Allianz. Sie verspricht diese Leistung nur in ihrem Komfort- und ihrem Premiumtarif.

  • Zahnersatz

Vor allem junge Kunden bedenken einen umfassenden Schutz in Bezug auf Zahnersatzleistungen nicht. Das ist möglicherweise ein Fehler, der sie in späteren Jahren teuer zu stehen kommt. Zahnersatzleistungen gehören mit zu den größten Kostenpositionen im Gesundheitsbereich. Bestenfalls übernimmt der Privatversicherer auch Implantate und Inlays. Gute Anbieter zahlen die Zahnarztrechnungen mindestens in Höhe von 70 Prozent des Rechnungsbetrages.

  • Auslandsversicherung

Personen die viel reisen oder oft über die Landesgrenzen hinaus unterwegs sind, wählen am besten einen Tarif mit Auslandsreisekrankenversicherung. Dieser ist nicht bei allen PKV-Unternehmen standardmäßig umfasst. Zu unterscheiden ist diesbezüglich zwischen EU- und weltweiter Deckung. Nur wenige Tarife agieren global. Je nach eigener Reisetätigkeit ist abzuwägen, ob sich nicht eine einzelne Zusatzkrankenversicherung für einen begrenzten Auslandsaufenthalt lohnt. Es empfehlen sich Tarife, bei denen die private Krankenversicherung im Ausland auch Rücktransportkosten im Krankheitsfall übernimmt. Gute Tarife gehen diesbezüglich über das Erfordernis der „medizinischen Notwendigkeit des Rücktransportes hinaus“. Sie übernehmen die Kosten auch, wenn die Rückführung des Patienten einer „nur“ sinnvollen medizinischen Maßnahme entspricht.


Besonderheiten bei bestimmten Personengruppen

Bestimmte Berufs- oder Personengruppen haben noch einige Zusatzmerkmale bei Auswahl der privaten Krankenversicherungen zu beachten. Die private Krankenversicherung für Beamte bietet in der Regel „beihilfekonforme“ Tarife an. Durch das Beihilfesystem erhalten Beamte die Leistungen anteilig ersetzt, die medizinisch notwendige und angemessene Maßnahmen darstellen. Die pflichtgemäß von Beamten abzuschließende Restkostenversicherung trägt bezüglich dieser Maßnahmen die andere Hälfte. Je nach Bundesland ist es aber möglich, dass Spezialbehandlungen, z. B. neue Naturheilverfahren oder psychologische Behandlungen, nicht übernahmefähig sich. Die Privat-Krankenversicherung für Beamte bietet spezielle Ergänzungstarife, durch die sich trotzdem einhundertprozentige Kostenübernahmen erreichen lassen.

Bei der privaten Krankenversicherung für Studenten spielen vor allem längere Auslandsaufenthalte eine große Rolle. Entscheidet sich ein Student für ein Auslandssemester oder Auslandsjahr, ist fraglich, ob der Versicherer die ärztliche Versorgung deckt. Die studentische Krankenversicherung ist deshalb auf Dauer, Umfang und Höhe der Auslandsleistungen zu überprüfen. Wichtig ist, dass der gesamte Aufenthalt in zeitlicher Hinsicht gedeckt ist. Viele PKV-Unternehmen ziehen bereits eine Grenze nach sechs Wochen. Mitunter sind nur EU-Länder versichert. Sind die Auslandsaufenthalte begrenzt, ist eventuell eine zeitlich begrenzte Zusatzkrankenversicherung sinnvoll. Diese sind meist ab einer Reisedauer von 90 bis 365 Tagen erhältlich.

Wer nicht gebürtig aus Deutschland kommt und eine Privatversicherung abschließen möchte, hat unter Umständen Sondernachweispflichten. So verlangen die meisten privaten Anbieter einer Krankenversicherung für Ausländer, dass bereits für einen längeren Zeitraum ein deutscher Wohnsitz bestand (im Normalfall zwei Jahre).

PKV vergleichen

Suchende sind außerdem gut beraten, sich nicht nur auf ein Vergleichsportal zu beschränken. Einige Anbieter sind auf Vergleichsseiten nicht gelistet, da sie keinen Vertrag mit dem jeweiligen Portal geschlossen haben. Um nicht die beste Krankenkasse für die individuellen Bedürfnisse zu „verpassen“, empfiehlt sich eine umfassende Suche. Beliebte Portale für die private Krankenversicherung sind Check24, Verivox und Tarifcheck. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Webseite der Stiftung Warentest.


Wechsel und Kündigung der PKV

Bereits PKV-Versicherten ist zu raten, regelmäßig zu prüfen, ob ihr Versicherungsschutz noch „up to date“ ist. Ergibt ein Vergleich der Krankenkassen, dass die eigene Versicherung mittlerweile zu teuer ist oder sich nicht an die medizinisch-technische Entwicklung angepasst hat, ist es womöglich an der Zeit die Krankenkasse zu wechseln. Vorab sei jedoch gesagt, dass sich rein preislich innerhalb der PKV-Anbieter ein Krankenkassenwechsel nur in seltenen Fällen lohnt.

Der Grund dafür sind die von jedem Versicherer gebildeten Altersrückstellungen. In jungen Jahren zahlen Kunden im Regelfall mehr, als im Durchschnitt für die Gesundheitsversorgung notwendig ist. Von dem Mehrbetrag bilden die Unternehmen einen Puffer für das Älterwerden des Patienten. Auf diese Weise sind sie in der Lage, die Beiträge im Alter so stabil wie möglich zu halten. Geht es also nur um die finanzielle Seite, lohnt es sich vor allem für ältere Versicherte nicht, die Krankenversicherung zu wechseln. Die Altersrückstellungen, die in deren Fällen bereits umfassend gebildet worden sind, sind zwischen den Anbietern nicht übertragbar. Im Ergebnis zahlen Neukunden dann einen weitaus höheren Beitrag, als dies bei dem Verbleib in der alten Versicherung der Fall gewesen wäre. Insbesondere, wenn im bisherigen Versicherungszeitraum Krankheiten aufgetreten sind, kalkuliert der neue Anbieter diese definitiv in seinen Beitrag ein.

Kosten drücken

Geht es nur um die Kostenverringerung, bietet sich ein Wechsel in einen günstigeren Tarif innerhalb desselben Anbieters an. Dennoch gibt es Fälle, in denen ein Wechsel keine Kostenfrage ist. Eine günstige private Krankenversicherung macht in einigen Fällen Abstriche z. B. beim Kundenservice, bei der Auslegung bestimmter Versicherungsleistungen im Vertrag usw. Ist deshalb der Kunde nicht mehr zufrieden, empfiehlt sich die Kündigung. Zu unterscheiden ist dabei die außerordentliche von der ordentlichen Kündigung. Erstere ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Einer davon ist im VVG geregelt: Erhöht der Versicherer die Beiträge, ohne die Leistungen zu erhöhen, dann besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht. In der Regel ist daher ordentlich innerhalb der vertraglich bestimmten Kündigungsfrist zu kündigen. Erforderlich ist eine klare Kündigungserklärung gegenüber dem Unternehmen. Es empfiehlt sich eine Übersendung per Übergabeeinschreiben oder Fax mit Sendebericht.


Private Zusatzversicherung – Wie erreichen gesetzlich Versicherte PKV-Status?

private krankenversicherung vergleichen gratisFür Personen, die ohne Befreiungsmöglichkeit an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden sind, gibt es eine Möglichkeit, die Leistungen zu optimieren. Durch den gezielten Abschluss einer Zusatzversicherung sind sie in der Lage, in bestimmten Bereichen denselben Leistungsumfang, wie ein Privatpatient zu erreichen.

Eine Krankenzusatzversicherung ist für jeden Pflichtversicherten und in verschiedenen Bereichen abschließbar. Ob sich diese jeweils für die persönlichen Bedürfnisse eignen und kostentechnisch rentieren ist am besten durch einen Krankenzusatzversicherung-Vergleich herauszufinden. Beliebte Bausteine sind folgende:

  • Krankentagegeldversicherung: Grundsätzlich sind Arbeitnehmer bis zum 43. Krankheitstag über die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers abgesichert. Besteht die Krankheit länger fort, lässt sich durch diese Zusatzkrankenversicherung die weitere Zahlung von Krankentagegeld erzielen.
  • Pflegezusatzversicherung: Sie bietet eine Absicherung für den Fall des Eintritts des eigenen Pflegefalles und ist in verschiedenen Varianten abschließbar. Interessenten haben u. a. die Wahl zwischen der Zahlung eines Pflegetagesgeldes oder einer Pflegerentenversicherung. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen kaum noch aus, um die vollen Kosten der Pflegebedürftigkeit zu stemmen. Finanzieren lässt sich diese oftmals nur durch eigene Vorsorge oder den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung. Ob sie sich wirklich lohnt, hängt von der eigenen Vermögenssituation und Risikobereitschaft ab.
  • Krankenhauszusatzversicherung: Sie ermöglicht GKV-Kunden die Behandlung durch Spezialisten und die Unterbringung in Ein- oder Zweibettzimmern. Das Gleiche gilt für alternative Heilbehandlungen. Letztere sind in den Kliniken oft Mangelware. Im Leistungskatalog der gesetzlichen Versicherungen sind solche regelmäßig nicht umfasst.
  • Zahnzusatzversicherung: Sie ist ebenfalls eine private Krankenzusatzversicherung, die in der Lage ist, große Kostenlücken zu schließen. Der Festzuschuss der Krankenkassen leistet vor allem bei Zahnersatz, wie Kronen oder Implantaten, nur das absolute Minimum. Im Regelfall liegen die Zahnarztrechnungen weit über der Bezuschussung der gesetzlichen Kassen. Des Weiteren gibt es auch Spezialbehandlungen, die überhaupt nicht durch die GKV unterstützt sind.

Fazit: Keine vorschnellen Entscheidungen treffen

Die Entscheidung für eine private Krankenkasse will gut überlegt sein. Für einige lohnt sich durchaus ein Verbleib in der freiwilligen gesetzlichen Versicherung. Das trifft vor allem auf einige Großfamilien, ältere Menschen, sowie solche mit gesundheitlichen Vorbelastungen. Da die private Krankenversicherung im Alter stets ihre Beiträge erhöht, lohnt sich ein Wechsel in jungen Jahren am meisten. Durch einen Vergleich in den einschlägigen Portalen lassen sich die Anbieter preis-leistungstechnisch gegenüberstellen. Potenzielle Kunden sollten das Auge aber nicht nur auf die preislich beste Krankenversicherung werfen, sondern stets das im Preis inbegriffene Leistungsspektrum überprüfen. Die günstigen Basistarife bieten nicht mehr als die gesetzlichen Versicherer. Wer auf Zusatzleistungen, wie Naturheilkunde, Zahnersatz und Sehhilfen Wert legt, findet gute Leistungen am ehesten in Komfort- und Premiumtarifen.

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