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Auslandskrankenversicherung Vergleich - Sicher unterwegs im Ausland!

Auslandskrankenversicherung: Abgesichert auf Reise gehen

Die Deutschen reisen gerne, vor allem ins Ausland. Diesen Aufenthalt möchten sie von Krankheit unbeschwert und möglichst unfallfrei genießen. Ausschließen kann man das Risiko einer Krankheit oder eines Unfalls nicht. Wer schon einmal während eines Auslandsaufenthaltes krank wurde und sich in ärztliche Behandlung begab, weiß den Wert einer privaten Auslandskrankenversicherung zu schätzen.

Eine gute Reisekrankenversicherung übernimmt sowohl die Behandlungskosten als auch die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland. Vor Reisen und Urlaubsaufenthalten in einem anderen Land sollte sich jeder gut über die Leistungen seiner gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung informieren und gegebenenfalls zusätzlich versichern. Umfassender Schutz kostet nicht viel: für Singles weniger als 10 Euro.


Warum ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll?

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet in Deutschland Schutz vor hohen Behandlungskosten und sie hilft zudem innerhalb der Europäischen Union, in Norwegen, Island, Kroatien, Mazedonien, der Schweiz, Serbien und Liechtenstein sowie in den Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Außerhalb dieser Staaten besteht kein Versicherungsschutz aus der gesetzlichen Krankenversicherung.

Weder mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, EHIC) noch über einen Auslandskrankenschein ist jedoch sichergestellt, dass alle Leistungen bei Krankheit und / oder Unfall im Ausland abgegolten werden. Mit der EHIC erhalten gesetzlich Krankenversicherte europaweit Leistungen im medizinischen Notfall, ambulant und stationär. Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt die Kosten für Leistungen ab, die für die unmittelbare medizinische Versorgung (zum Beispiel bei einem Arm- oder Beinbruch, einem entzündeten Zahn, einer Infektion und ähnlichen Notfällen) sowie für die kontinuierliche Versorgung bei chronischen Erkrankungen erforderlich sind. Diese Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung jedoch nicht in vollem Umfang. Die Kasse erstattet lediglich den Betrag, den die Bürger im Reiseland von ihrer dortigen Krankenversicherung erhielten, maximal die Höhe der deutschen Vertragssätze. Ist die Behandlung im Ausland teurer als der deutsche Standardsatz, hat der Versicherte die restlichen Kosten selbst zu tragen.

Darüber hinaus kürzen manche Krankenkassen die Erstattung: beispielsweise um einen Betrag für erhöhte Verwaltungskosten. Innerhalb Europas müssen gesetzlich Versicherte die im Urlaubsland übliche Selbstbeteiligung aus eigener Tasche zahlen. Sie erhalten ausschließlich die Leistungen dort zugelassener Ärzte erstattet. Die European Health Insurance ersetzt keine Kosten von privaten Gesundheitsdienstleistern. Solche für Behandlungen in privaten Einrichtungen hat der Versicherte somit selbst zu zahlen.

European Health Insurance Card

Eine European Health Insurance Card ist bei in Deutschland gesetzlich Krankenversicherten Bestandteil der Versicherung. Dies ist entweder auf der Rückseite der Krankenversicherungskarte über europaweit einheitliche Merkmale wie das EU-Emblem dokumentiert oder auf einer separaten Karte, die der Versicherte von seiner gesetzlichen Kasse erhält. Sie ersetzt innerhalb der Europäischen Union seit 2004 den bis dahin üblichen Auslandskrankenschein (heute noch erforderlich für Reisen nach Bosnien-Herzegowina, Tunesien und die Türkei). Eine gesonderte Beantragung der Europäischen Krankenversicherungskarte vor Urlaubsantritt ist nicht notwendig.

Weshalb manche Kosten herkömmliche Versicherungen übersteigen:

Wer als gesetzlich Krankenversicherter während des Urlaubs so schwer erkrankt oder sich verletzt, dass er vor Ort nicht angemessen versorgt werden kann und vom behandelnden Arzt ein Krankenrücktransport verordnet wird, hat die Rechnung, vorausgesetzt er hat vor Reiseantritt keine Auslandkrankenversicherung abgeschlossen, selbst zu bezahlen. Für medizinisch notwendige Rücktransporte nach Deutschland kommt die gesetzliche Krankenversicherung nicht auf. Ein Ambulanzflug innerhalb Europas kann bis zu 25.000 Euro kosten, aus den USA oder Australien bis zu 60.000 Euro.

Liegt das Reiseziel außerhalb der Schengen-Staaten und der Länder, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen (für den Versicherungszweig KV) besteht, beispielsweise Australien, Chile, Kanada oder USA, ist der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung unbedingt erforderlich. Wer in diese Länder reist, ohne sich zuvor privat auslandskrankenversichert zu haben, ist nicht krankenversichert. Im Fall einer Erkrankung oder eines Unfalls trägt der gesetzlich (Nicht-)Krankenversicherte sämtliche Kosten. Diese Kosten können hoch sein, vor allem in Ländern, in denen die Gesundheitskosten deutlich über denen des deutschen Gesundheitswesens liegen, wie in Kanada oder in den USA.

Die Private Krankenversicherung schützt wie die gesetzliche innerhalb der Europäischen Union, in Norwegen, Island, Kroatien, Mazedonien, der Schweiz, Serbien und Liechtenstein sowie in den Ländern, in denen ein Sozialversicherungsabkommen existiert. Versicherungsschutz außerhalb dieser Länder besteht in der Regel für einen Monat. Gute Verträge dehnen den Zeitraum auf mehrere Monate aus oder bieten zeitlich unbegrenzten Schutz. Dennoch: Privat Versicherte genießen nicht zwingend einen 100-prozentigen Schutz im Ausland. Auch sie sollten vor Urlaubsantritt prüfen, ob sie über eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung eventuelle Deckungslücken des bestehenden Vertrags schließen können. Vor allem der medizinisch notwendige Krankenrücktransport ist in vielen privaten Policen nicht mitversichert.

Was leistet eine private Auslandsreisekrankenversicherung, was nicht?

Eine gute Reiseversicherung übernimmt die Kosten für:

  • Die Behandlung bei Krankheiten und Unfällen (ambulant und stationär)
  • Akute Erkrankungen
  • Arznei- und Heilmittel
  • Ärztlich verordnete Hilfsmittel (die erstmals erforderlich werden, mit Ausnahme von Hörgeräten und Sehhilfen, zum Beispiel Krücken)
  • Schmerzstillende Zahnbehandlungen
  • Die Reparatur von Zahnersatz
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Heimaturlaub
  • Den medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind in der Regel Kosten für „vorsätzliche“ medizinische Behandlungen im Ausland:

  • Behandlungen aufgrund chronischer Erkrankungen
  • Zahnersatz, Kieferorthopädie
  • Schwangerschaftsuntersuchungen
  • Exkurs Unfallversicherung: Gut versichert bei Unfällen im Ausland

Auch wer eine gesetzliche Unfallversicherung hat, ist bei Unfällen im Ausland nicht ausreichend versichert. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur, wenn sich der Unfall im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit oder auf dem Arbeitsweg ereignet hat. Für eine private Auslandsreise bietet sie keine Absicherung. Es empfiehlt sich der Abschluss einer speziellen Auslandsreise-Unfallversicherung, welche die Kosten übernimmt, die nach einem Unfall im Urlaub entstehen und von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht abgedeckt sind. Leistungsstarke private Reiseunfallversicherungen übernehmen die Kosten bei Berufs- und Freizeitunfällen weltweit, inklusive der Ausgaben für Suche, Rettung und Bergung sowie für einen medizinisch notwendigen Rücktransport (allgemein ausgenommen sind Kriegs- und Krisengebiete sowie riskante Extremsportarten).

Was ist bei Langzeitreisen wichtig?

Je länger die Reise, desto mehr Vorsicht ist geboten!

Bei kürzeren Reisen reicht es aus, zusätzlich eine „normale“ Reisekrankenversicherung abzuschließen. Die Wahrscheinlichkeit während eines Auslandsaufenthaltes zu erkranken und sich in medizinische Behandlung begeben zu müssen, steigt mit der Dauer der Reise. Für Weltreisen, Roadtrips quer durch die USA oder „Work and Travel“ in Australien ist eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung mit einer Versicherungszeit von bis zu zwölf Monaten empfehlenswert. Diese schützt während des gesamten Aufenthalts im Ausland vor unerwarteten, hohen medizinischen Kosten.


Eine gute Langzeit-Auslandskrankenversicherung ist weltweit gültig und zahlt alle Rechnungen für Medikamente, Krankenhaus- und Arztbesuche, möglichst sofort vor Ort (ohne Auslagen, Gebühren). Der Versicherte muss nicht in Vorleistung treten und seine Reisekasse belasten. Ein nachträgliches Einreichen der Rechnung entfällt. Sie sorgt für den Krankenrücktransport sowie dessen Zahlung, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Zudem betreit sie den Reisenden über eine Hotline für medizinische Notfälle (bestenfalls rund um die Uhr), hilft einen Arzt in der Nähe zu finden, übersetzt Diagnosen oder berät ihre Kunden bei Fragen zur Gesundheit vor und während der Reise.


Langzeit-Auslandskrankenversicherungen eignen sich für:

  • Langzeiturlauber,
  • Studenten,
  • Praktikanten,
  • Geschäftsreisende und
  • Gastdozenten,
  • sowie eine Reisedauer zwischen 94 und 365 Tagen.

Die Höhe der Prämie berechnet sich nach Anzahl der Reisetage, Reiseziel, den versicherten Leistungen, dem Alter der Versicherten und dem Reiseanlass. Wichtig ist es, die Versicherung vor Reiseantritt abzuschließen und den gesamten Reisezeitraum zu versichern. Auswanderer sind grundsätzlich gemäß “Territorialprinzip” im Rahmen der Sozialversicherung in dem Land krankenversichert, in dem sie arbeiten. Wird ein Arbeitnehmer von seinem deutschen Arbeitgeber für einen vorübergehenden Aufenthalt ins Ausland entsendet und das Gehalt in Deutschland ausgezahlt und versteuert, zahlt die deutsche gesetzliche Sozialversicherung. Wer am Einsatzort von einer ausländischen Firma beschäftigt und bezahlt wird, muss sich im Ausland gesetzlich oder privat krankenversichern.

Für länger als ein Jahr Abwesende (Expatriats oder Expats) ist eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung stark zu empfehlen, unabhängig davon, ob sie nur im Ausland wohnen oder dort auch arbeiten. Eine gute Expats-Auslandskrankenversicherung übernimmt die Rechnungen für Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, unaufschiebbare Operationen, Zahnarztbesuche und Zahnersatz, Krankenrücktransport, notwendige Medikamente, abhängig vom Tarif Vorsorgeuntersuchungen, Brillen und Kontaktlinsen, Krankheit oder Unfall während eines Heimatbesuchs (bis zu drei Monte pro Versicherungsjahr) und Krankenrücktransporte, sofern medizinisch sinnvoll.

Achtung:

Privat Krankenversicherte sind, wenn sie sich im europäischen Ausland aufhalten, über einen längeren Zeitraum geschützt. Wer seinen „gewöhnlichen Aufenthaltsort“ in ein Land außerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums verlegt, genießt in der Regel keinen privaten Versicherungsschutz mehr. Privatversicherte sollten über einen Blick in ihre Versicherungsbedingungen und / oder ein Gespräch mit ihrem Versicherer klären, welcher Zeitraum noch als „Urlaubsabwesenheit“ gilt und welcher nicht. Leistungsstarke private Krankenversicherungen gewähren von vornherein einen weltweit unbegrenzten Schutz, andere bieten diesen gegen Beitragserhöhung.


Wann ist eine Auslandskrankenversicherung spätestens abzuschließen?

Eine Auslandskrankenversicherung für kürzere Urlaubsreisen wie längere Aufenthalte im Ausland ist vor Antritt der Reise abzuschließen, notfalls in letzter Minute, über das Internet. Als Versicherungsbeginn gilt das Abschlussdatum. Die Versicherungsbestätigung erhält der Versicherte umgehend und online. Der Vertragsabschluss selbst dauert nur wenige Minuten. Wichtig ist es, den Vertrag vor der Abreise in Deutschland abzuschließen. Wer nach Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen möchte, muss sich an eine internationale Versicherungsagentur wie World Nomads („Buy at home or while traveling“) wenden. Deren Policen für einzelne Reise kosten 70 Euro und mehr.

Was kostet eine Reisekrankenversicherung?

Mit Blick auf die Sicherheit, die private Krankenversicherungen im Ausland bieten, sind alle Tarife günstig und ihren Preis wert. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Preis, desto eingeschränkter sind in der Regel die Leistungen. Bei manchen Anbietern kann der Kunde zwischen verschieden hohen Selbstbehalten wählen. Abhängig vom Tarif gelten unterschiedliche Altersgrenzen, Mindestprämien und Kündigungsfristen. Normalerweise übernehmen die Versicherer Kosten für die akute Behandlung von Krankheiten und Unfällen sowie die Aufwände eines medizinisch notwendigen Rücktransports weltweit. Bei vielen Auslandskrankenversicherern gehört die Kostenübernahme für Heimaturlaube, akute Erkrankungen und Vorsorgeuntersuchungen zum Leistungsumfang. Einzelpersonen wie Studenten unter 65 Jahren zahlen jährlich knapp 10 Euro, Senioren 20 bis 35 Euro und Familien zwischen 20 und 30 Euro.


Krank im Urlaub: Was ist zu tun?

Wer im Urlaub krank wird, kann seine Urlaubstage retten, indem er sich vom behandelnden Arzt ein Attest ausstellen lässt, dass er anschließend seinem Arbeitgeber vorlegt. Darüber hinaus sollte er sofort einen Arzt aufsuchen und seinen Arbeitgeber umgehend benachrichtigen, auch wenn der Arbeitsvertrag dafür drei Tage Zeit gibt.

Bei Aufenthalt im Ausland seine Krankenkasse zeitnah informieren. In jedes Reisegepäck gehören die Notrufnummer der Versicherung, die eigene Versicherungsnummer, die europäische Krankenversichertenkarte oder (für Reisen nach Bosnien-Herzegowina, Tunesien und in die Türkei) ein spezieller Auslandskrankenschein.

  • Mit der Auslandskrankenversicherung klären, welche Unterlagen / Nachweise sie für die Kostenübernahme benötigt.
  • Kleinere Arztrechnungen vor Ort bezahlen und nachträglich einreichen.
  • Darauf achten, dass die Rechnungen in Deutsch oder Englisch verfasst sind, in ihr die Namen des Patienten und des behandelnden Arztes aufgeführt sind sowie die Diagnose und Art der Behandlung.
  • Sich bei teuren Behandlungen vorab mit dem Versicherer abstimmen.

Worauf ist bei Abschluss einer Auslandskrankenversicherung zu achten?

Allgemein sollten als Basis Service und Kontakt bei einer Versicherung nicht zu kurz kommen, denn sie geben Auskunft über eine schnelle Erreichbarkeit im Schadensfall. Daneben gibt es noch andere Aspekte zu beachten:

Vorab vorhandenen Versicherungsschutz prüfen:

Inhaber einer Kreditkarte oder Mitglieder eines Automobilclubs sind in der Regel hierüber auslandsreise-krankenversichert. Weisen diese Zusatzversicherungen oder bereits bestehende Verträge im Vergleich mit einer „normalen“ Auslandskrankenversicherung Deckungslücken auf, empfiehlt sich der Abschluss einer weiteren Reisekrankenversicherung, zumal der zusätzliche Versicherungsschutz nicht viel kostet. Eine Doppelversicherung ist unschädlich, vorausgesetzt der Versicherte meldet der jeweiligen Versicherung im Schadenfall, dass eine weitere Versicherung besteht.

Umfang der Kostenübernahme:

Die Auslandskrankenversicherung sollte alle medizinisch notwendigen Leistungen erstatten, in vollem Umfang. Dazu gehören die akute Behandlung bei Krankheiten und Unfällen (ambulant und stationär), Arznei- und Heilmittel, ärztlich verordnete Hilfsmittel wie Gehhilfen, provisorischer Zahnersatz, Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangerschaften oder die Kosten für das „Rooming in bei Kindern“ (für die stationäre Aufnahme der Eltern).

Dauer der Reise:

Auslandskrankenversicherungen gelten für alle Auslandsaufenthalte innerhalb eines Jahres, die einen bestimmten Zeithorizont einhalten. In der Regel sind Reisen bis zu 56 Tage versichert. Manche Tarife sichern nur 42 Tage ab, andere bis zu 70 Tage. Dabei spielt keine Rolle, wie häufig der Versicherte innerhalb des Jahres verreist. Für Weltreisen, Roadtrips quer durch die USA oder rundum Australien empfiehlt sich eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung mit einem Versicherungshorizont von bis zu zwölf Monaten pro Reise. Unabhängig von der geplanten Reisedauer, ist der Reisende bezüglich der Versicherungsleistung auf der sicheren Seite, wenn er die zu versichernde Zeit großzügig bemisst, für den Fall, dass die Erkrankung den „Urlaub“ unfreiwillig verlängert. Wer innerhalb eines Jahres mehrfach ins Ausland reist, dem ist der Abschluss einer Jahres-Auslandskrankenversicherung zu empfehlen. Das ist einfacher und günstiger, als für jede einzelne Reise eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

Geltungsbereich:

Der Krankenversicherungsschutz muss für das Reiseziel gelten. Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union, in Norwegen, Island, Kroatien, Mazedonien, der Schweiz, Serbien und Liechtenstein sowie in den Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen (Versicherungszweig KV) besteht, deckt die gesetzliche Krankenversicherung über die Europäischen Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, EHIC) einen Teil der Krankheitskosten, doch nicht alle. Vor allem übernimmt sie keine Kosten für medizinisch notwendige Krankenrücktransporte. Allein hierfür lohnt sich der zusätzliche Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Die meisten Auslandsversicherer bieten Tarife mit weltweitem Schutz oder solche, die auf bestimmte Regionen begrenzt sind. Eine Auslandskrankenversicherung, die auch Kosten für Behandlungen in den USA und Kanada übernimmt, ist in der Regel teurer als ein Tarif ohne diese Länder. Denn dort liegen die Gesundheitskosten deutlich über denen des deutschen Gesundheitswesens. Leistungsstarke Verträge versichern neben den privaten auch Geschäftsreisen.

Vorerkrankungen:

Wer (chronisch) krank ist und dessen ungeachtet ins Ausland reisen möchte, sollte vor Reiseantritt klären, ob die Kosten für eine Behandlung im Reiseland vom Auslandskrankenversicherer erstattet werden. Faire Tarife klammern Vorerkrankungen nicht generell vom Schutz aus. Sie zahlen nur nicht, wenn die Behandlung vor der Reise ärztlich als notwendig attestiert wurde. Wichtig ist, dass der Versicherer seine Erstattungen nicht auf „akute“ oder „unvorhersehbare“ Erkrankungen beschränkt. Bei chronischen Erkrankungen kann ein ärztliches, die Reisefähigkeit belegendes Attest helfen, einen absehbaren Streit mit der Versicherung, für den Fall einer Verschlechterung des Zustands im Urlaub, zu vermeiden.

Medizinisch sinnvoller Rücktransport:

Der Versicherer sollte die Kosten für einen „medizinisch sinnvollen und vertretbaren“ Rücktransport nach Deutschland übernehmen und nicht nur die für einen „medizinisch unbedingt notwendigen“. Auf jeden Fall sollte er die Kosten für einen Ambulanzflug zahlen, wenn der Versicherte aller Voraussicht nach länger als zwei Wochen in einem ausländischen Krankenhaus verbringen muss.


Fazit zu Versicherungen für das Ausland

Eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung ist für gesetzlich wie privat versicherte eine sinnvolle Ergänzung, auch innerhalb Europas. Mit der EHIC (European Health Insurance Card) erhalten gesetzlich Krankenversicherte europaweit Leistungen nur im medizinischen Notfall. Für medizinisch notwendige Rücktransporte nach Deutschland kommt die gesetzliche Krankenversicherung nicht auf. Diesen besonderen Service unter den Versicherungen ermöglicht die Auslandskrankenversicherung oder Reisekrankenversicherung.

Eine gute Auslandskrankenversicherung für kurze Reisen kostet nicht viel: Einzeln Reisende wie Studenten unter 65 Jahren zahlen jährlich knapp 10 Euro, Senioren 20 bis 35 Euro und Familien zwischen 20 und 30 Euro. Für über eine längere Zeit Abwesende ist eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung Pflicht. Ihre Kosten richten sich nach Reisedauer, Reiseziel, Leistungsumfang und Alter. Eine Auslandskrankenversicherung für kürzere wie längere Aufenthalte im Ausland kann bis kurz vor Antritt der Reise abgeschlossen werden, notfalls in letzter Minute, online per Internet. Privat Versicherte können sich über diese Versicherung ihre Beitragsrückerstattung erhalten und einen eventuellen Selbstbehalt einsparen.

 

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