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Riester Rente Vergleich - Jetzt passende Tarife vergleichen!

Richtig alt werden: „Riestern“ oder nicht?

riester rente testSeit der Einführung in 2002 haben die Deutschen (Stand: 2019) ca. 16 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen. Bei kaum einer Form der Altersvorsorge gehen die Meinungen so auseinander. Zahlreiche junge und ältere Anleger fragen sich, ob sie sich eignet, die Versorgungslücke im Alter zu schließen. Das ist schwer in einem Satz zu beantworten. Gleiches gilt für die Frage, ob sich die Riester- Rentenvorsorge finanziell lohnt. Ähnlich wie bei einer Rürup-Rente und anderen privaten Altersvorsorgekonzepten hängt dies von zahlreichen Faktoren, wie z. B. der eigenen Risikobereitschaft, der Förderzulage und auch Generalfragen wie Inflation und Insolvenzrisiko ab. Daneben hat speziell die Riester-Rente einige Vor- und Nachteile.

Fällt die Entscheidung nach dem „Private-Altersvorsorge-Vergleich“ tatsächlich auf das „Riestern“, ist im zweiten Schritt die Frage nach dem „wie“ zu klären. Der Markt offeriert verschiedenste Formen und die Anbieter unterscheiden sich erheblich bezüglich Abschlusskosten, Vertragsbedingungen und Anlageform der Privatrente. Ein Riester- Vergleich bringt Aufschluss über Vorzüge und Tücken der Vertragsangebote. Für Personen, die gar keine Vorstellung vom Sparpotenzial haben, bieten Renten – Rechner eine grobe Orientierung. Mit diesen lassen sich die ungefähren Spar- und Zulagenbeträge zur Riester – Rente berechnen.


Was ist die Riester-Rente und wie funktioniert sie?

riester rente vergleichJeder, der sich mit verschiedenen Varianten der Altersvorsorge befasst, trifft früher oder später auf die Riester-Rente. Was ist das? Das Gabler Wirtschaftslexikon liefert für die Riester – Rente die Definition:

„Staatlich mittels Zulagen und Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte private kapitalgedeckte Rente. Die Riester-Rente zählt mit Blick auf die Schichten der Altersversorgung zur Zusatzversorgung.“

Vereinfacht gesagt ist sie eine private Rente, die der Anleger durch sein eigenes eingezahltes Kapital erwirtschaftet und bei der ihm der Staat durch Zulagen und Steuervorteile ein wenig unter die Arme greift. Ihren Namen verdankt sie dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester. Gedacht war sie als Ausgleich zur damaligen Rentenreform, die das allgemeine Rentenniveau der gesetzlichen Rente erheblich absenkte. Hauptziel war es, dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer eine zusätzliche Möglichkeit zu geben, über einen Riester- Vertrag seine Rente aufzustocken. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich im Altersvermögensgesetz (AVmG), sowie im Einkommensteuergesetz (v. a. §§ 10a, 26-26b, 79 ff EStG). Als Vertragspartner kommen Banken, z. B. wie die Riester – Rente der Sparkasse, oder auch Versicherungsunternehmen und Immobilienfirmen, in Betracht.

Info

Die Riester-Privatrente funktioniert folgendermaßen: Eine Person schließt mit Unternehmen einen Vertrag über ein riester-zertifiziertes Sparprodukt ab. Sie zahlt in dieses Produkt monatlich einen Betrag ein. Der Staat zahlt ebenfalls jährlich Zulagen für die Riester-Rente.

Die Zulagen unterscheiden sich je nach persönlicher und finanzieller Situation. Die Riester- Grundzulage, die jeder Versicherte jährlich bekommt, beträgt 175 Euro. Berufseinsteiger, die unter 25 Jahre alt sind, erhalten einen einmaligen Sparzuschuss in Höhe von 200 Euro zusätzlich. Kinder bezuschusst der Staat ebenfalls: Jeder vor 2008 geborene Sprössling bringt zusätzlich 185 Euro in den Vertrag; jeder nach 2008 geborene sogar 300 Euro jährlich. Die Riester-Zulage pro Kind ist solange erhältlich, wie es seine Kindergeldberechtigung innehat.

Voraussetzung dafür, dass diese Beträge in vollem Umfang fließen, ist aber, dass der Kunde ein Sparziel in Höhe von 4 % seines Bruttojahreseinkommens erreicht. Das bedeutet: Der Eigenanteil und der Zulagenteil müssen insgesamt 4 % des Bruttogehalts ausmachen. Geschieht das nicht, kürzt sich die Riester-Zulage um den jeweiligen Anteil nach unten, um den die Grenze unterschritten ist. Allerdings geht das nur, soweit der Anleger den Riester-Rente – Mindestbeitrag in Höhe von 60 Euro erreicht. Zahlt er nicht diesen Mindestbeitrag in den Riester- Vertrag ein, bekommt er gar keine Zulagen vom Staat.

Zur Veranschaulichung dient die folgende Riester- Berechnung:

Frau M. ist 35 Jahre alt, teilzeitbeschäftigt und verdient 20.000 Euro brutto im Jahr. Sie hat zwei Kinder: Max (geboren am. 03.01.2007) und Marianne (geboren am 13.02.2009). Da sie für ihre private Altersvorsorge etwas tun möchte, entscheidet sie sich für einen Riestervertrag und zahlt in diesen 20 Euro pro Monat ein. Jährlich kommt sie dadurch auf 240 Euro Eigenanteil. Damit erreicht sie hypothetisch nur 1,2 Prozent ihres Bruttojahresgehalts. Rechnet sie die staatliche Zulage in Höhe von 175 für sie selbst und für ihre beiden Kinder hinzu (185 für Max; 300 für Marianne) hinzu, erreicht sie 900 Euro. Dies sind 4,5 Prozent ihres Bruttos. Das Gesamtsparziel ist erreicht.

Um eine Einzahlung für Vielverdiener attraktiv zu halten, ist das Sparziel auf den Riester – Höchstbetrag von 2.100 Euro gedeckelt. Dies soll eine Abwandlung des obigen Beispiels verdeutlichen:

Angenommen Frau M. ist erfolgreiche Personalberaterin und verdient 70.000 Euro Bruttojahresgehalt. 4 % wären insgesamt 2800 Euro, die Frau M. inklusive der staatlichen Zulagen pro Jahr als Sparziel zu erreichen hätte. Abzüglich des Zuschusses (175 + 185 + 300) beträgt ihr Eigenanteil 2140 Euro. Da der Riester- Maximalbeitrag aber bei 2.100 Euro liegt, zahlt sie nur einen Eigenanteil von 1.440 Euro. Da sie die Höhe der staatlichen Förderung kennt, ist sie in der Lage, ihren eigenen Riester-Beitrag zu berechnen.

Frau M. ist außerdem berechtigt, die Beiträge steuermindernd bis zu einem maximalen Betrag von 2.100 Euro geltend zu machen. Dazu trägt sie diese im Abteil für Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung ein. Wenn der Steuervorteil größer ist, als die Summe der Zulagen, zahlt das Finanzamt den Differenzbetrag als Steuererstattung aus. Die Finanzbehörden nehmen ihr die Arbeit ab, den Riester – Steuervorteil zu berechnen. Sie prüfen automatisch nach, ob der Riester- Steuervorteil größer ist, als die Zulagensumme. Wer eine ungefähre Berechnung für seinen konkreten Fall erfahren möchte, nutzt am besten einen Private Rentenversicherung-Rechner aus dem Internet.

Zulagen

Die Zulagen sind jährlich bei der Zulagenstelle für Altersvermögen zu beantragen. Bei entsprechender Vollmachtserteilung erledigt dies der Versicherer. Ein Dauerzulagenantrag ist möglich. Bei jeder Änderung der Vermögensverhältnisse ist der Antrag anzupassen. Gleiches gilt, wenn ein Antragsteller Kinder bekommt.


Wer darf „Riestern“?

riester rente abschließenRiester-berechtigt ist nur ein begrenzter Personenkreis. In erster Linie sind das alle sozialversicherungspflichtigen Angestellten, also solche die auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Außerdem umfasst sind Selbstständige, welche die Pflicht zur Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung haben (z. B. Handwerker, die in die Handwerksrolle eingetragen sind). Allerdings beschränkt sich Berechtigung nicht nur auf Personen, die ein Einkommen beziehen. Sofern der Minimalbetrag (60 Euro) jährlich erreicht ist, gilt sie auch für ALG-I- oder II- Empfänger, sowie Erwerbsunfähige.

Über einen förderberechtigten Ehepartner lässt sich ebenso „mitriestern“. Gehört der Ehepartner zum berechtigten Personenkreis und ist der andere beispielsweise selbstständig (ohne DRV-Pflicht), erhält er die Zulagen. Für Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, kommt die Vorsorgeform nicht in Betracht. Gleiches gilt für Personen, die in einem Versorgungswerk versichert sind, z. B. Rechtsanwälte, Apotheker und Ärzte.

Riester für Beamte

Daneben ist auch ein Riester für Beamte möglich. Da diese ebenso eine zukünftige Kürzung der Pensionen zu befürchten haben, entsteht zunehmend das Bedürfnis nach privater Altersvorsorge. Die Riester – Rente für Beamte unterliegt den gleichen Anforderungen, wie bei normalen Sparern.

Welche Vorteile hat die Riester-Rente?

Die Riesterrente zählt zu den sicheren Geldanlagen auf dem Kapitalmarkt. Interessenten erhalten mit der folgenden Aufstellung alle Vorteile auf einen Blick:

  • Lebenslange Rente

Mit Vollendung des 62. Lebensjahr ist ein Anleger zum Rentenbezug berechtigt. Die Rente zahlt der Versicherer ein Leben lang. Wer den Vertrag vor dem 01.01.2012 abgeschlossen hat, ist sogar zum Bezug einer Rente mit 60 berechtigt.

  • Anteilsmäßige Kapitalausschüttung

Erreicht der Kunde das Rentenalter, ist er zur Beantragung einer einmaligen Kapitalabfindung berechtigt. Sie darf maximal 30 % des angesparten Vertragsguthabens betragen. Danach erfolgt die monatliche Riester-Rente-Auszahlung des verbleibenden Anteils (70 %). Allerdings hat der Kunde diese Kapitalauszahlung aus der Riester-Rente zu versteuern. Es gilt sein allgemeiner, persönlicher Steuersatz.

  • Staatliche Unterstützung durch Zulagen und Steuerbegünstigung

Die staatlichen Riester-Rente Zulagen unterstützen den Sparenden bei der Kapitalanhäufung. Vor allem kinderreiche Familien erreichen durch die Riester-Förderung für jedes Kind einen hohen Prozentsatz an Staatszuschüssen im Kapitalanteil. Entscheidet sich ein Vielverdiener für einen Riestervertrag, ist er in der Lage seine Beiträge zur Riester-Rente von der Steuer abzusetzen. Sie gelten als Vorsorgeaufwendungen. Der Steuerpflichtige hat lediglich das eingezahlte Kapital zur Riester-Rente in der Steuererklärung an entsprechender Stelle anzugeben.

  • Pfändungs- und Insolvenzschutz 

Zahlt ein Anleger in einen echten Riester-Vertrag ein, so zählt das eingebrachte Kapital nicht zum pfändbaren Einkommen. Es besteht keine Gefahr, dass im Falle der Pfändung oder der Insolvenz Gläubiger auf das Kapital zugreifen.

  • Flexibilität 

Bei der Höhe des Sparkapitals gibt es ein hohes Maß an Flexibilität. Wie viel der Kunde einzahlt, entscheidet er selbst. Der Staat zahlt die Zulagen, solange der Riester-Mindestbeitrag in Höhe von 60 Euro Eigenanteil pro Jahr gewahrt bleibt. Oft sehen die Verträge auch flexible Einzahlungsrhythmen vor. Kunden dürfen wählen, ob sie die Beiträge beispielsweise monatlich, vierteljährlich oder jährlich einzahlen.

Welche Nachteile hat die Riester-Rente?

Um die Eignung der Riester- Privatrente richtig einzuschätzen, lohnt sich ein Blick auf die Nachteile. Einige davon sind „Riester-spezifisch“, andere hingegen treffen allgemein auf viele Altersvorsorge-Formen zu.

  • Steuerlast auf Auszahlungen

Sowohl die einmalige Kapitalausschüttung als auch die ausgezahlte Rente ist vom Anleger ab Erreichen des Renteneintrittsalters zu versteuern. Das gilt aber für so gut wie alle Sondereinkünfte im Rentenalter.

  • Vorteilsverlust bei Umzug ins Ausland

Wenn Riester-Sparer Deutschland verlassen und ihren Lebensmittelpunkt in ein anderes EU- oder EWR-Land verlegen, haben keinen Anspruch mehr auf die staatliche Förderung. An ihren Riester-Vertrag bleiben sie dennoch gebunden. Inwieweit der Umzug zu einer Vertragsanpassung oder -Kündigung ermächtigt, hängt von den Vertragsbedingungen ab. Bei einem Umzug in ein Land, das nicht der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum angehört, sind sie ggf. zur Rückzahlung der Zulagen und Steuervorteile verpflichtet.

  • Risiko des „früheren Versterbens“

Für Anleger gilt es zu beachten, dass ihnen das Kapital (bis auf 30 % Sofortabfindung) nicht mit Vollendung des 62. Lebensjahrs zur Verfügung steht. Durch die Verrentungspflicht trägt der Versicherte das Risiko seines früheren Versterbens. Wer bereits kurze Zeit nach Erreichen des Rentenalters verstirbt, erhält bis dahin nur einen Bruchteil seines ersparten Kapitals ausgezahlt.

  • Renditeschmälerung durch Niedrigzins

Wie bei allen anderen Geldanlageformen macht die aktuelle Niedrigzinsphase (Stand: 2019) Probleme. Wählt der Kunde ein Riesterprodukt, bei dem der Anbieter Geld gewinnbringend anlegt (z. B. Riester – Banksparplan), sind seine Renditechancen von den Zinsen abhängig. Ein niedriger Zins senkt die Renditen.

  • Eingeschränkte Hinterbliebenen-Vorsorge 

Mit dem Tod in der Ansparphase gehen Ansprüche gegenüber dem Versicherer auf die gesetzlichen oder gewillkürten Erben über. Das gilt allerdings nur für das eingezahlte Kapital abzüglich der Vertragskosten. In der Rentenphase hängt die Übertragbarkeit oft von den Vertragsbedingungen ab. Viele Anbieter lassen sich eine Klausel zur Hinterbliebenenvorsorge gesondert bezahlen.

  • Zusatzgebühren bei Anbieterwechsel 

Ein Anbieterwechsel ist meist möglich, allerdings oft mit erheblichen Zusatzgebühren gebunden. Diese wirken renditeschmälernd.

Inflations- und Insolvenzrisiko

Die Versicherungsunternehmen sind zwar verpflichtet, die Rückzahlung der eingezahlten Beiträge plus staatlicher Förderung zu „garantieren“. Dennoch unterliegen sie als Marktakteur wie jedes andere Unternehmen auch einem Krisen- bzw. Insolvenzrisiko. Geraten die Unternehmen in eine Krise, ist die BaFin berechtigt, den Anbieter zur Anpassung seiner Versicherungsleistungen anzuhalten. Der garantierte Betrag ist dann doch weniger. Im Extremfall droht ein Totalausfall. Zu beachten ist außerdem die monetäre Inflation. Sie wirkt auf die Kaufkraft des angesparten Geldes, die in 40 Jahren nur noch einem Bruchteil des heutigen Wertes entspricht.


Was beim Riester-Rente- Vergleich zu beachten?

riester rente kosten sparenDer Riester – Vertrag ist zu einem großen Teil gesetzlich reguliert. Dennoch hält der Markt der verschiedene Anbieter große Unterschiede bereit. Interessenten ist zu empfehlen, sich vor dem Rentenversicherung – Vergleich mit den verschiedenen Finanzprodukten zu befassen. Die Kosten, die bei Abschluss eines Vertrages entstehen, hängen in erster Linie von diesen ab. Auch persönliche Ziele und Vorlieben spielen bei der Auswahl eine große Rolle.

Klassische Rieste-Renten-Versicherungen funktionieren wie eine ganz normale Privatrente. Der Anleger zahlt Geld an eine Versicherung, welches diese dann für ihn anlegt und verwaltet. Der Versicherer wählt für das Geld Anlageformen, die möglichst einem geringen Risiko unterliegen, z. B. Immobilien. Denkbar ist auch ein Riester- Fondssparplan. Das Unternehmen unterliegt allerdings denselben strengen Gesetzen und ist verpflichtet, Verluste soweit wie möglich auszuschließen. Deshalb minimieren die Gesellschaften das Risiko durch breit gestreute Investitionen in sichere Fonds. Da die Investmentunternehmen das Geld direkt investieren, sind Fondssparpläne relativ kostengünstig. Anders, als für die fondsgebundene Rentenversicherung fallen Vertriebs- und Abschlussgebühren in dem Maße nicht an.

Beim Riester- Banksparplan legt der Investor die eingezahlten Beiträge auf einem Sparkonto an und zahlt kontinuierlich in dieses ein. Sparkonten sind sichere Anlageformen. Nach Ablauf der Ansparphase zahlt die Bank aus dem Guthaben die monatliche Rente um. Die Verwaltungsgebühren halten sich beim Banksparplan in Grenzen; er gilt deshalb als eine der kostengünstigsten Riester-Formen. Durch die niedrigen Zinsen wirft er allerdings kaum Rendite ab. Interessenten, die sich für einen solchen Riester Sparplan entscheiden, haben derzeit Schwierigkeiten bei der Suche. Es gibt kaum noch Banken, die das Produkt in ihrem Portfolio führen.

Wer in Zukunft den Erwerb eines Eigenheimes plant, für den ist das Riester- Bausparen, auch Wohn- Riester, interessant. Bausparverträge sind dadurch gekennzeichnet, dass sich einer anfänglichen Ansparphase eine Darlehensphase anschließt. Die Darlehen sind meist zinsgünstig. Sowohl das Sparguthaben als auch den Darlehensbetrag investiert der Sparende in die Finanzierung der eigenen vier Wände. Der Staat zahlt die üblichen Riester- Zulagen sowohl in den Sparvertrag, als auch zur Abzahlung des Folgedarlehens.

Kombinationsangebote

Teilweise sind auch Kombinationsangebote erhältlich, die z. B. die Rentenversicherung mit einer BU– Rente verknüpfen. Gesetzlich vorgeschrieben ist aber, dass nur 15 Prozent des Sparguthabens für den Berufsunfähigkeitsschutz verwendet werden dürfen. Probleme gibt es in mehrerlei Hinsicht: Zum einen schmälert der BU-Anteil die Höhe der zur Altersvorsorge gesparten Rente. Zum anderen sind 15 Prozent nicht gerade viel: Der Sparende wäre gehalten, einen sehr hohen Betrag einzuzahlen, um sich überhaupt eine auskömmliche BU-Rente zu sichern. Ein separater Abschluss der beiden Versicherungen ist bei Bedarf deutlich sinnvoller.

Einige Vergleichsportale stellen den Besuchern einen Riester-Rente- Rechner zur Verfügung. Mit diesen lassen sich verschiedene Parameter der Rente berechnen. Grundsätzlich sind das Alter, das eigene Jahresbruttogehalt und Anzahl, sowie Geburtsjahr der Kinder anzugeben. Teilweise sind die Riester – Rechner detaillierter ausgestaltet, sodass zum Beispiel der eigene Krankenversicherungssatz und das Herkunftsbundesland gefragt sind. Wie alle anderen Altersvorsorge- Rechner geben sie natürlich nur eine Momentaufnahme wieder und erheben keinen Anspruch auf individuelle Korrektheit. Dennoch geben sie einen guten Eindruck über die etwaige staatliche Förderhöhe- und Quote. Die meisten Riester-Rente – Rechner gehen von der Einzahlung des jährlichen Maximalbetrages aus, sodass sich auch das Gesamt-Sparkapital gut ablesen lässt. Sämtliche Risiken, wie zukünftige Zinsschwankungen, den eigenen Bedarf im Alter und Inflationsgefahr lassen sich aber auch aus einem Rentenversicherung – Rechner nicht ablesen.


Was tun, wenn der Vertrag nicht mehr gewünscht ist?

riester rente privatSelbst die beste Rentenversicherung ist manchmal nicht mehr die richtige. Anleger sind berechtigt, die Verträge für die Riester-Rente zu kündigen. Im Grunde genommen ist das relativ einfach: Das Internet bietet sogar zum Riester-Rente kündigen die ein oder andere Vorlage. In dem Falle sind jedoch staatliche Zulagen und Steuervorteile zurück zu gewähren. Außerdem bleiben sie häufig auf den Verwaltungs- und Abschlusskosten sitzen. Es verwundert dann nicht, wenn der Rückkaufwert der Riester-Versicherung niedriger liegt, als das eingezahlte Kapital.

Finanziell bessergestellt sind Kunden, die sich entscheiden, die  Riester-Rente beitragsfrei zu stellen. Die gegenseitigen Vertragspflichten ruhen dann; der Kunde empfängt keine staatlichen Zulagen mehr. Dieses Vorgehen empfiehlt sich vor allem, um wirtschaftliche Engpässe zu überwinden.

Teilweise ist von unseriösen Anbietern die Empfehlung zu lesen, die Rieste-Rente zu verkaufen. Davon ist grundsätzlich abzuraten. Die personengebundene Förderung des Staates ist nicht übertragbar. Es entstehen in jedem Falle hohe Verluste, da auch der Erwerber das Riester-Produkt (mit Vollmacht) kündigen oder umwandeln müsste. Deshalb gibt es auch keinen seriösen Anbieter, der staatlich geförderten Verträge ankauft.

Wenn nicht „Riestern“, was dann?

Die private Altersvorsorge kennt viele Gesichter. Die Riester-Zusatzrente ist nur eines davon. Wer den Markt vollumfassend einschätzen will, kommt nicht daran vorbei, sich die Alternativen zu Gemüte zu führen. Weitere klassische Vorsorgekonzepte seien im Folgenden nur überblicksmäßig dargestellt:

  • Rürup-Rente

Die dem Ökonomen Bernd Rürup benannte „Basisrente“ ist in 2005 eingeführt worden. Hauptziel der Rentenform war die Erschaffung einer monetären Altersversorgung für Selbstständige und Freiberufler. In einigen Fällen eignet sie sich auch für gut verdienende Arbeitnehmer. Die Rürup- Rente ist im Vergleich zur Riesterrente nur indirekt durch steuerliche Absetzbarkeit staatlich gefördert. Der Anleger zahlt ein Kapital ein, welches der Versicherer für ihn anlegt und verzinst. Im Gegenzug zahlt er ihm frühestens ab Vollendung des 62. Lebensjahrs eine monatliche Rente aus. Aussagen zur Rürup-Rente sind – ähnlich wie bei der Riester-Rente- kaum verallgemeinerungsfähig. Dennoch lässt sich festhalten, dass sie sich für geringverdienende Arbeitnehmer eher nicht auszahlt. Die Steuervorteile entfalten am ehesten ihre Wirkung, wenn der Investor viel Einkommensteuer zahlt (also viel verdient). Wer sich trotzdem für einen Rürup-Vertrag entscheidet, vergleicht die Anbieter am besten über einen Rürup- Rente- Rechner. Der „garantierte“ Betrag und der maximal mögliche sind aus diesen ersichtlich. Allerdings gilt es, Vorsicht walten zu lassen, was garantierte Beträge angeht. Gerät der Anbieter in wirtschaftliche Schieflage kann die BaFin ihn sogar zwingen, die Renten zu kürzen.

  • Betriebliche Altersvorsorge 

Diese Form der Altersvorsorge ist im Vergleich zu den vorbezeichneten Formen nicht nur vom Willen des Anlegers, sondern auch vom Angebot seines Arbeitgebers abhängig. Arbeitnehmer zahlen in der Regel einen Teil vom Bruttogehalt ein und sparen auf diesen etwa 1/5 der Sozialabgaben und die Einkommenssteuer. Das Vorhaben ist umso lohnenswerter, je umfangreicher der Arbeitgeber die BAV bezuschusst. Ein Anteil von mindestens 25 Prozent ist empfehlenswert. Die Auswahl des Anbieters trifft der eigene Chef. Ist sich der Angestellte unsicher, ob die Auswahl wirklich günstig ist, überprüft er am besten die betriebliche Altersvorsorge über einen Rechner im Netz auf verschiedene Angebote. Ein klärendes Gespräch schafft Abhilfe, wenn der Arbeitnehmer mit der Vorsorgeform des Unternehmens unzufrieden ist.

  • Immobilien 

Personen, bei denen bereits ein gewisser Kapitalstock vorhanden ist oder denen dank gutem Einkommen die Aufnahme eines Immobilienkredites möglich ist, setzen auf das „Betongold“. Anders als eine private Rentenversicherung sorgt dieses zumindest dafür, dass man im Alter ein „Dach über dem Kopf hat“. Wohnt der Anleger nicht selbst in der erworbenen Immobilie, bieten Mieteinnahmen ein regelmäßiges Einkommen, das nicht von einem dritten Versicherungsträger abhängig ist. Die Immobilienpreise in Deutschland steigen stetig, sodass Wertsteigerung nach Investition heute (Stand 2019) als vergleichsweise sicher gelten. Der Erfolg eines solchen Investitionsvorhabens hängt aber von vielen Faktoren, z. B. Lage und Erwerbskosten (Notar!) ab. Investoren erwarten neben den Renditechancen aber auch viele Ausgaben, wie Reparatur- und Wartungskosten für die Immobilie.

  • Geldanlage

Personen, die das nötige Kleingeld bereits zur Verfügung haben, entscheiden sich gerne für eine Geldanlage, beispielsweise in Index- Fonds, Aktien oder klassische Sparkonten. Die Möglichkeiten sind vielschichtig. Ob sich die Geldanlage eignet, hängt von der gewählten Anlageform ab und nicht zuletzt von der persönlichen Risikobereitschaft. Die Verwaltung von Geld ist sicherlich einfacher als die einer Immobilie. Dennoch darf die Investitionsentscheidung keine sprunghafte sein. Ohne das nötige Know-how lauern Fallen, die bei genauerem Hinsehen umgänglich sind.

  • Lebensversicherungen

Viele Vorsorgende wählen auch in Zeiten der Niedrigzinsphase eine Kapitallebensversicherung. Eingezahlte Beträge wachen allerdings nur sehr langsam zu einem Kapitalstock heran. Da in der Regel auch Verwaltungsgebühren für den Anbieter zu zahlen sind, lohnen sich, wenn überhaupt, nur lange Laufzeiten (mindestens 5 Jahre).


Wann und für wen lohnt sich die Riester-Rente?

Die Frage, für wen und wann die Riester-Rente sinnvoll ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Zu viele Faktoren spielen bei der Anlageform eine Rolle. Zunächst hängt es davon ab, ob sich ein Anleger überhaupt für eine Rentenversicherung als Privat-Vorsorge entscheiden will, oder sein Geld nicht lieber in Aktien oder Fonds investiert. Die persönliche Risiko-Affinität spielt eine große Rolle. Die Riester-Rente ist eine sichere Anlageform, aber generiert kaum Rendite. Ein Aktieninvestment hingegen birgt immer ein hohes Verlustrisiko, aber auch eine hohe Gewinnmöglichkeit.

Ideal für Geringverdiener

Prozentual gesehen profitieren vor allem Geringverdiener. Für diese lohnt sich ein Riester- Vertrag am ehesten, da die staatliche Riester – Förderung in Relation zum Eigenanteil sehr groß ist. Gut verdienende profitieren vor allem von der Steuerersparnis. Dennoch: Die Nachteile und die Vorteile treffen alle Anleger gleichermaßen. Je mehr Guthaben im Sparvertrag ist, desto auskömmlicher sind die monatlichen Zahlungen auf das Rentenkonto.


Fazit: „Riestern“ ist besser als nichts.

riester rente renditeFest steht: Selbst die beste Altersvorsorge hat ihre Tücken. Viele besorgte Sparer setzen deshalb auf die private Renten– Versicherung. Im Vergleich zu Aktienanlagen werfen diese- inklusive der Riester-Rente aber sehr wenig Rendite ab. Das wiederum ist kein Fehler, wenn der Kunde ohnehin risikoscheu ist. Hinzukommt, dass er große Markt nicht gerade vor Übersichtlichkeit strotzt. Die kontroversen Kritiken lassen Interessenten bei der Entscheidung im Rentenversicherung– Vergleich zögern.

Die Frage „Riester-Rente: Ja oder nein“ lässt sich deshalb kaum allgemeingültig beantworten. Dennoch ist festzuhalten, dass sich bei jeder Vorsorgeform pro und contra entwickeln lassen. Riester-Verträge gelten auch in heutigen Zeiten als eine der sichersten Rentenvorsorgesysteme. Deshalb gilt: Die schlechteste Altersvorsorge wäre es, gar nichts zu unternehmen. Ein „Riesterer“ ist diesem Problem zumindest einen Schritt voraus. Trotz aller Risiken bleibt zu vermerken, dass die staatlichen Zulagen und Steuervorteile bei jährlicher Einzahlung des Maximalbetrages eine beachtliche Höhe erreichen. Ein auf die Rieste-Rente spezialisierter Private-Altersvorsorge-Rechner ist in der Lage, das näherungsweise zu verdeutlichen.

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