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Rürup–Rente: Gute Vorsorge oder Grund zur Sorge?

Bereits seit 2005 existiert die Rürup-Rente. Trotzdem haben die Deutschen bisher nur knapp an die zwei Millionen Verträge unterzeichnet. Die ebenfalls staatlich geförderte Riester-Rente kommt auf achtmal so viele. Die Rürup Rente auf einen engen Personenkreis (vor allem Selbstständige und Freiberufler) zugeschnitten. Dieser profitiert unter gewissen Umständen von der Form der Altersvorsorge. Dennoch gilt es vor Vertragsabschluss einige Aspekte zu beachten. Vor allem die eigene Vermögenssituation und das zukünftige Alterssparziel beeinflussen die Entscheidung pro oder kontra einer Rürup-Police. Für einige Personengruppen ist es wirtschaftlich aber vorteilhafter, sich nach Alternativen umzusehen.


Was ist die Rürup-Rente?

rürup-rente testDer Begriff Rürup-Rente dankt seinen Namen seinem Erfinder: dem Ökonomen Bernd Rürup. Diese umgangssprachliche Bezeichnung hat sich gegenüber dem eigentlichen Fachbegriff „Basisrente“ in der Allgemeinheit durchgesetzt. Vor ihrer Einführung in 2005 teilten sich die private Rentenversicherung und die Riester-Rente vorrangig den Markt gemeinsam mit der betrieblichen Altersvorsorge.

Sie erhält oft die Bezeichnung als staatlich geförderte Form der privaten Rentenversicherung. Diese staatliche Förderung erfolgt aber nicht direkt durch Zahlung eines Zuschusses, sondern indirekt durch steuerliche Absetzbarkeit. Geregelt ist sie im sogenannten Altereinskünftegesetz (AltEinkG). Hauptgrund der Einführung war ein Bedarf nach einer Altersvorsorge, die auch speziell für Selbstständige und Freiberufler eine staatliche Unterstützung vorsieht.

Die indirekte staatliche Steuerbegünstigung ändert allerdings nichts daran, dass die Rente vollständig kapitalgedeckt ist. Der Versicherungsträger legt Kapital an und verzinst dieses. Eine Umlagefinanzierung, wie bei der Deutschen Rentenversicherung erfolgt nicht. Die Beträge, die eingezahlt worden sind zahlt der Versicherer bei Umlagefinanzierung direkt zur Leistung an die Bedürftigen aus. Das Problem des demografischen Wandels (jung finanziert alt) entsteht bei der Rürup Rente also nicht. Das AltEinkG lehnt das Regelwerk trotzdem eng an den gesetzlichen Rahmen zur gesetzlichen Rentenversicherung an. Deshalb ist u. a. eine Auszahlung des angesparten Kapitals nur als monatliche Rente und nicht als Einmalzahlung möglich. Diese Rentenzahlung erfolgt bis ans Lebensende.


Welche Vorteile hat die Rürup-Rente?

rürup-rente vergleichenSie wird als sichere und staatlich unterstützte Altersvorsorge gehandelt. Tatsächlich wartet die Rürup-Rente mit einigen lohnenswerten Vorteilen auf. Dazu gehören:

  1. Lebenslange Rente

Hat der Versicherungsnehmer das 62. Lebensjahr vollendet und somit das Eintrittsalter erreicht, ist ihm die Zahlung einer lebenslangen Rente sicher. Dank der Mindestgarantie-Beträge, die seitens der Unternehmen gewährt ist, vermittelt das jetzt schon persönliche Sicherheit fürs hohe Alter.

  1. Steuerliche Vergünstigungen

Durch den sogenannten Sonderausgabenabzug lässt sich durch die Einzahlung in die Basisrente (Rürup-Rente) ein finanzieller Vorteil erzielen. Das System funktioniert wie folgt. Die Beträge, die der Sparende jährlich einzahlt, sind in der Steuererklärung unter der Rubrik „Vorsorgeaufwendungen“ anzugeben. Bis zu einem jährlichen Höchstbetrag sind diese zu einem gewissen Prozentsatz steuerlich absetzbar. Der jährliche Höchstbetrag ist seit 2015 variabel. Er betrug 2015 22.172 Euro und in 2018 23.711. Gleichzeitig variiert der Prozentsatz, bis zu dem die Absetzbarkeit besteht. Der Rürup Höchstbetrag in 2018 betrug 23.711 Euro, der Prozentsatz 86 %. Rechnet man also 86 % von 23.711 Euro aus, kommt man auf einen Betrag in Höhe von 20.392 Euro, auf den dann keine Umsatzsteuer zu zahlen ist. Pro Jahr steigt der Prozentsatz um weitere 20 %, sodass Steuerzahler in 2025 100 Prozent des dann geltenden Höchstbetrages maximal absetzen dürfen.

Die Besteuerung funktioniert daher ähnlich, wie bei der gesetzlichen Rente. Der Höchstbetrag richtet sich stets nach der Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung (West) und dem dazugehörigen Beitragssatz. In 2019 liegt die Beitragsbemessungsgrenze bei 98.400 Euro, der Beitragssatz bei 24,7 Prozent. Der Höchstbetrag (24,7 % von 98.400) beträgt deshalb 24.305 Euro.

Info

Die Rente, die der Versicherungsträger mit Erreichen des Eintrittsalters auszahlt, ist ebenfalls zu versteuern. Die Besteuerung der Rente betrug in 2005 50 % der Einkünfte. Der zu versteuernde Anteil steigt seitdem um 2 % bis 2020, danach um 1 %. Das führt dazu, dass in 2040 auf 100 % der Rente Steuern zu zahlen sind. Da allerdings die Einkünfte aus Rentenbezügen in der Regel unter dem zu Erwerbszeiten erwirtschafteten Einkommen liegen, verringert sich die relative Steuerlast. Dadurch entsteht der Steuervorteil.

Um diesen nutzbar zu machen, haben sich die echten Rürup-Renten an gewisse gesetzliche Rahmenbedingungen zu halten. Dazu gehören:

  • Der Vertrag regelt die Auszahlung des Kapitals als lebenslange, monatliche Rente.

  • Rentenbeginn ist die Vollendung des 62. Lebensjahrs (bei Verträgen seit 2012).

  • Die Rentenansprüche dürfen nicht vererbbar oder käuflich sein.

  1. Pfändungs- und Vermögensschutz 

Die Beiträge, die eine Person in ihren Rürup-Vertrag einzahlt, unterliegen während der Ansparphase nicht dem pfändbaren Einkommen. Sie sind insolvenz- und pfändungssicher. Gleiches gilt für die Vermögensberechnung bei der Kalkulation des ALG II Betrages (Hartz IV). Die eingezahlten Beträge zählen nicht als anrechenbares Vermögen.

  1. Flexibilität 

Die Höhe des Sparkapitals lässt sich weitestgehend anpassen. Ein Freiberufler, der beispielsweise kleinere monatliche Raten zahlt, darf weitere Einmalzahlungen beliebig vornehmen. Ob eine monatliche oder jährliche Beitragszahlung erfolgt, steht ebenso in seinem Belieben. Bei Verschlechterung der persönlichen wirtschaftlichen Lage ist die Zahlung aussetzbar. Zudem haben Kunden oft die Wahl mehrerer Spezialprodukte. Auf dem Markt sind neben der klassischen Rentenversicherung auch fondsgebundene Verträge.

  1. Keine Aufnahmebedingungen

Bedingungen oder gewisse Eigenschaften sind nicht zu erfüllen, um einen Rürup-Vertrag abzuschließen. Dies ist praktisch für jedermann möglich. Ein Mindestbeitrag existiert ebenso nicht.


Welche Nachteile hat die Rürup-Rente?

rürup-rente frühzeitig abschließenAus dem Regelwerk und der Gleichstellung mit der gesetzlichen Rente entstehen aber auch einige Nachteile, die vor Vertragsschluss gut überlegt sein wollen. Letztlich bindet sich der Kunde an eine festgelegte Auszahlungsvariante, deren Bedarf soweit in der Zukunft liegt, dass er sich kaum vorhersehen lässt.

  1. Steuer auf Rente

Rentner sind verpflichtet, die ausgezahlten Beträge mit ihrem persönlichen Satz zu versteuern. Ab 2040 gilt die Besteuerungspflicht sogar für 100 % des ausgezahlten Betrages.

  1. Keine Kündigungsmöglichkeit 

Ein Vertragskunde, der sich nach Vertragsschluss für eine andere Variante der Altersvorsorge entscheidet, hat schlechte Karten. Er darf die Rürup Rente nicht kündigen. Die bereits eingezahlten Beiträge für die private Rente verbleiben somit beim Guthabenträger, bis das Rentenalter erreicht ist. Die Auszahlung eines Rückkaufwertes nach Kündigung ist ausgeschlossen. Die einzige Möglichkeit, aus dem Vertrag herauszukommen, ist der Widerruf ohne Angabe von Gründen nach § 152 VVG (Versicherungsvertragsgesetz). Die Widerrufsfrist beträgt 30 Tage ab Vertragsschluss. Sie verlängert sich nur dann auf ein Jahr, wenn der Versicherer wichtige Unterlagen und Informationen vorenthalten hat.

  1. Zahlungsmodalitäten nicht auswählbar

Von Gesetzes wegen gilt das starre Verrentungsprinzip. Ab Erreichen des Rentenalters bekommt der Kunde einen monatlichen Betrag in gleicher Höhe ausgezahlt. Andere Varianten, etwa gestaffelte Auszahlbeträge oder die Auszahlung als Einmalbetrag, sind nicht wählbar.

  1. Nicht vererb- oder veräußerbar

Die Ansprüche gegenüber dem Versicherer verfallen mit dem Tod. Sie sind deshalb auch nicht an Angehörige oder testamentarische Erben vererblich. Nur einige Anbieter der Rürup – Rente offerieren die Möglichkeit einer sogenannten Hinterbliebenen-Rente, verlangen dafür aber höhere Beiträge. Eine Veräußerung an Dritte zu Lebzeiten ist ebenfalls ausgeschlossen.

  1. Anbieterwechsel kaum möglich

Kaum ein Anbieter erlaubt seinen Kunden die Übertragung des angesparten Guthabens auf einen anderen Anbieter. Einige sehen Ausnahmen vor. Es entstehen dann aber zusätzliche, hohe Gebühren für den Verwaltungsvorgang.

  1. Keine vorzeitige Auszahlung

Die Verträge halten strikt an der Rente 62 fest. Der Kunde ist nicht in der Lage, eine vorzeitige Rente oder Kapitalauszahlung vor Vollendung des 62. Lebensjahres zu erreichen.

  1. Rentenfaktor unbekannt

Die Versicherungsunternehmen sind ganz normale private Akteure am Markt. Sie unterstehen allerdings der Aufsicht der BaFin, da sie Finanzdienstleistungen erbringen. Sie sind verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln. Kommen sie aber in eine finanzielle Schieflage oder droht ihnen der Verlust der finanziellen Mittel, darf die BaFin den Versicherer auffordern, seine Versicherungsleistungen anzupassen. Dazu gehört leider auch die „garantierte“ Rente. Es ist denkbar, dass der Anbieter von 150.000 Euro Sparguthaben nur 300 statt – wie zunächst gedacht – 500 Euro Rente monatlich auszahlt. Das Risiko, am Ende am Insolvenzrisiko des Unternehmens zu scheitern, lässt sich nicht ausschalten.


Für wen und ab wann lohnt sich die Rürup–Rente?

Die RürupRente ist vom Gesetzgeber primär für Selbstständige und Freiberufler geschaffen worden. Deshalb ist die auch primär für diese Personengruppen konzipiert. Da der größte und darüber hinaus einzige Vorteil, ist die steuerliche Begünstigung des Sparvorgangs. Deshalb gilt: Je mehr der Kunde einzahlt, desto intensiver wirkt sich dieser Vorteil aus.

Wenn auch sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer mit geringem Einkommen in diese Form der Privatrente theoretisch investieren dürften, ist es für diese aber nicht lohnenswert. Sie ziehen kaum einen Vorteil aus der Steuerersparnis. Gleiches gilt für alle anderen Personengruppen, die kein Gehalt beziehen, wenn sie nur über ein geringes oder gar kein zu versteuerndes Einkommen verfügen Arbeitnehmer mit sehr hohem Verdienst, Beamte auf Lebenszeit und Selbstständige mit hohen Einnahmen schöpfen die maximalen Möglichkeiten aus einem Rürup-Vertrag.

Die Vorteile minimieren sich aber, sobald auch andere Alternativen der Altersvorsorge parallel laufen. Personen, die durch ein berufsständisches Versorgungswerk versichert sind (z. B. Ärzte und Rechtsanwälte), ist eine genaue Überprüfung der Rentabilität eines Rürup-Vertrages neben der Pflichtvorsorge zu empfehlen. Gleiches gilt für Arbeitnehmer, die schon gesetzlich rentenversichert sind.

Bestmöglicher Abschluss

Eine weitere Frage ist die nach dem bestmöglichen Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Grundsätzlich sind die Verträge bis ins hohe Alter abschließbar. Ältere Erwachsene sind in der Lage, dank der Möglichkeit einer Einmal-Einzahlung vor dem 62. Lebensjahr aus dieser Zahlung ihre Rente zu beziehen. Teilweise erlauben Anbieter auch den Vertragsabschluss, wenn bereits das Rentenalter eingetreten ist.


Was ist vor Vertragsschluss zu beachten?

rürup-rente vorsorgenTrotz der weitgehenden gesetzlichen Regulierung der Basisrente sehen Anbieter verschiedene Vertragsbedingungen und Typen der Rürup-Rente an. Wer Interesse daran hat, setzt sich am besten in einem Rürup-Rente Vergleich mit diesen auseinander. Ein hilfreiches Werkzeug sind dabei die Renten-Rechner. Mit diesen lassen sich der „garantierte Betrag“ und der maximale Betrag der monatlichen Rente abhängig vom gewählten Einzahlungsbetrag vorab berechnen. Zwar ist – wie bereits erwähnt – die Garantie angesichts des immer bestehenden Wirtschaftsrisikos des Versicherers mit Vorsicht zu genießen. Dennoch macht der Rürup- Rente- Rechner die Angebote halbwegs vergleichbar.

Neben dem Rürup-Rechner gibt zahlreiche weitere Faktoren, die einen guten Anbieter von einem schlechten unterscheiden. Wer sich einen späteren Anbieterwechsel vorbehalten möchte, wählt am besten einen Vertrag mit festgeschriebener Wechselmöglichkeit. Die Anzahl der Tarife, die dies erfüllen, ist gering. In dem Fall erheben die Unternehmen Stornogebühren. Zur Einschätzung des finanziellen Risikos ist es ratsam, sich vorher über die Höhe der „Vertragsstrafen“ zu informieren. Es ist denkbar, dass diese den finanziellen Vorteil durch einen geringfügig besseren Garantiezins des neuen Anbieters größtenteils auffressen. Zu prüfen ist auch, ob im Falle einer Beitragsstilllegung Gebühren anfallen. Falls ja, führt ein eigener wirtschaftlicher Engpass auf lange Sicht zu einem teuren Unterfangen.

Eine große Rolle spielen auch die Kosten bei zusätzlicher Einzahlung neben dem Monatsbeitrag. Dafür sehen viele Tarife Sondergebühren vor. Wer weiß, dass er nur zur Einzahlung kleinerer Zusatzbeträge in der Lage ist, wählt bestenfalls einen Anbieter ohne Zusatzgebühren für Einzahlungen. Ansonsten fallen für jede kleine Zahlung erneute Verwaltungskosten an.

Achtung

Vorsicht ist außerdem geboten vor dem oft als Heilsbringer angepriesenen Rürup-Zertifikat. Es bestätigt lediglich, dass der Versicherer auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen geprüft ist, welche zum Anbieten einer Rürup-Rente erforderlich sind. Es bedeutet keineswegs, dass sich das Unternehmen durch eine besonders gute Leistung am Markt hervorgehoben hat. 

Welche Alternativen für die private Altersvorsorge gibt es?

Ein ganzheitlicher Blick auf weiterer Altersvorsorge-Varianten macht sich bezahlt. Nur lässt sich die individuell beste Alternative herausfinden. Denkbar im Altersvorsorge- Vergleich sind unter anderem:

  • Riester-Rente

Die Riester-Rente ist im Vergleich zum Rürup-Vertrag grundsätzlich nur eine Option für sozialversicherungspflichtige Angestellte. Das sind solche in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis, die auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Gleiches gilt für Selbstständige, die der Pflicht unterliegen, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen (z. B. Handwerker, die in die Handwerksrolle eingetragen sind). Über einen förderberechtigten Ehepartner lässt sich ebenso „mitriestern“. Die Beiträge lassen sich über einen Riester- Rente- Rechner kalkulieren und mit der Basisrente vergleichen.


  • Betriebliche Altersvorsorge mit Entgeltumwandlung

Arbeitnehmer, denen diese Option offensteht, sparen auf den Anteil des eingezahlten Bruttogehalts etwa 1/5 der Sozialabgaben und die darauf entfallende Einkommenssteuer. Je höher der eigene Chef die BAV bezuschusst, desto lohnenswerter gestaltet sich das Vorhaben. Eine Bezuschussung von mindestens 25 Prozent ist empfehlenswert. Die Einzahlung in die gesetzlichen Rentenkassen reduziert sich bei betrieblicher Altersvorsorge. Selbstständigen und Freiberuflern steht die Variante logischerweise nicht offen.


  • Immobilien 

In der aktuellen (Stand: 2019) Niedrigzinsphase entscheiden sich zunehmend Menschen für die Aufnahme eines Immobilienkredites zum Erwerb des Eigenheims. Da bislang Immobilienpreise vor allem in deutschen Städten stetig steigen, stellt sich der Immobilienerwerb als vergleichsweise sichere Anlagemöglichkeit dar. Dennoch ist auch ein Einbruch dieses Marktes in Zukunft denkbar. Wer außerdem nicht auf Lage und Wertbeständigkeit achtet, setzt sich einem hohen Risiko aus.


  • Geldanlage

Personen, die das nötige Kleingeld bereits zur Verfügung haben, entscheiden sich gerne für eine Geldanlage, beispielsweise in Index- Fonds oder klassische Sparkonten. Ob sich die Geldanlage eignet, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören die eigene Risikobereitschaft, das verfügbare Vermögen und sicher auch ein bisschen Glück.


  • Lebensversicherungen

Die Risikolebensversicherung eignet sich nicht zur Altersvorsorge, da sie ein reiner Hinterbliebenenschutz ist, der im Todesfall leistet. Viele entscheiden sich daher für eine Kapitallebensversicherung. Aufgrund der Niedrigzinsphase wachsen eingezahlte Beträge aber nur sehr langsam. Nur lange Laufzeiten (über 5 Jahre) lohnen sich, da bis dahin oft auch Verwaltungs- und Vermittlungsgebühren über den Beitrag abzuzahlen sind. 


Fazit: Genau prüfen, Alternativen untersuchen und Verträge nicht vorschnell abschließen

Die für Selbstständige und Freiberufler konzipierte Rürup-Rente ist weitgehend der gesetzlichen Rentenversicherung gleichgestellt. Dennoch lohnt sie sich nicht für alle Personen aus diesem Bereich. Zahlreiche Angebote werfen zudem die „Private-Rentenversicherung- Rechner“ im Internet aus, was den Markt unübersichtlich macht. Generell lässt sich sagen, dass die steuerlichen Vorteile aus einem Rürup-Vertrag sich nur unter zwei Bedingungen maximal auswirken. Zum einen, wenn die Rürup-Rente die einzig gewählte Form der Altersvorsorge ist.

Zum anderen, wenn der Vorsorgende einer möglichst hohen Einkommensteuerbelastung unterliegt. Dennoch ist zu beachten, dass auch die als „sicher“ gehandelten Rürup-Anbieter einem wirtschaftlichen Risiko unterliegen. Im Extremfall darf die Finanzdienstleistungsaufsicht sogar mit dem Hammer auf den Tisch schlagen. Der Versicherer hat dann seine „garantierten“ Renten zu kürzen – egal, was die Verträge sagen. Wer sich selbst im Griff hat und weiß, dass er über Sparkonten oder Fonds gespartes Geld bis ins hohe Altern nicht antastet, ist mit einer Geldanlage besser beraten.

Wer plant, früher in Rente zu gehen, lässt am besten die Finger von einem Rürup-Vertrag. Die vertragliche Fixierung der Auszahlung auf die Vollendung des 62. Lebensjahrs ist nicht änderbar. Es eignet sich dann eine flexiblere Geld- oder Immobilienanlange mit beeinflussbarer Ausschüttung. Arbeitnehmern ist zu empfehlen, auch einen Blick auf die betrieblicher Altersvorsorge oder den Riester Banksparplan zu werfen. Abhängig von der Höhe des Gehalts und den Förderungsmöglichkeiten durch Staat und Unternehmen lassen sich hiermit lohnende Ergebnisse erzielen. 

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