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Unfallversicherung Vergleich - Jetzt passende Tarife vergleichen und sparen!

unfallversicherung testEtwa 25 Millionen Verträge zur privaten Unfallversicherung haben die Deutschen bislang (Stand: 2019) abgeschlossen. Die Vorstellung, nach einem schweren Unfall neben körperlichen Einschränkungen auch noch finanziell im Regen zu stehen, ist für viele ein Graus. Verschiedenste Risiken sind deshalb absicherbar. „Brauche ich eine Unfallversicherung“, fragt sich der deutsche Verbraucher angesichts der zahlreichen Produkte des Versicherungsmarktes zurecht. Berufsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Kranken-, und Risikospezialversicherungen decken bereits unterschiedliche Unglücksfälle ab.

Teilweise überschneiden sich die Versicherungsbereiche. Nahezu jeder ist gesetzlich unfallversichert; doch das ist nur die halbe Miete. Über die gesetzliche Unfallversicherung beim Arbeitgeber sind Angestellte am Arbeitsplatz und auf dem Arbeitsweg versichert; nicht jedoch bei Unfällen zuhause. Einige Arbeitgeber schließen zugunsten ihrer Arbeitnehmer zusätzlich eine Direkt-Versicherung als betriebliche Altersvorsorge ab. Diese leisten aber nicht bei Unfällen.

Tatsächlich empfiehlt es sich, die eigenen Policen in dieser Hinsicht zu überprüfen. Vor dem Abschluss einer privaten Unfallversicherung ist zwingend zu klären, welche Risiken bereits abgesichert sind. Nur dann ist abschätzbar, ob sich die Unfallversicherung mit ihren Kosten auch auszahlt. So sind einige Sportler bereits über die Vereinsversicherung im Hobbysektor geschützt. Wer in Sachen private Unfallversicherung noch ein unbeschriebenes Blatt ist, steht nun vor der Qual der Wahl. Gut möglich, dass der Interessent mit einem anderen Versicherungsprodukt besser bedient wäre. Entscheidet sich ein Verbraucher für eine private Unfallversicherung, ist im zweiten Schritt ein Versicherungsvergleich unerlässlich. Nur so lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. Wie überall auf dem Versicherungsmarkt gibt es auch hier schwarze Schafe.


Was ist eine Unfallversicherung und was deckt sie?

Die Unfallversicherung (englisch: accident insurance) unterteilt sich in zwei Leistungsträger: die staatliche und die private Unfallversicherung. Erstere kommt jeder Person, die in Deutschland einer Beschäftigung nachgeht, zugute. Das gilt sowohl für sozialversicherungspflichtig Angestellte als auch für Selbstständige, die sich mit ihrem Unternehmen freiwillig unfallversichern. Geschützt sind aber auch Schüler, Studenten und Kindergartenkinder über die Unfallversicherung der Einrichtung. Dieser Versicherungszweig gehört zu den Sozialversicherungspflichten. Es gibt auch weitere Bereiche, in denen ein Spezialträger für die Absicherung seiner Angehörigen zuständig ist. Zu nennen ist die Unfallversicherung Bund und Bahn, die Angestellte von Bundesbehörden und der Deutschen Bahn gesetzlich versichert. Die Hauptstandorte der Unfallversicherung Bund und Bahn sind in Wilhelmshaven und Frankfurt am Main.

Der staatliche Unfallversicherungsträger beschränkt seine Leistungen aber nur auf ein sehr schmales Feld: den Unfallschutz am Arbeitsplatz. Gedeckt sind alle Unfälle, die bei der Arbeit und auch auf dem Weg dorthin geschehen. Sämtliche Arbeitswege, z. B. Dienstreisen sind gedeckt. Ereilt einen das Unglück aber zuhause, in der Freizeit oder beim Sport, zahlt er keinen Cent.

Die staatliche Unfallversicherung, ihre Träger und Leistungen sind gesetzlich reguliert. Der Verunfallte erhält u. a. Heilbehandlungskosten und ein Verletztengeld in Höhe von 80 Prozent des aktuellen Bruttogehalts (maximal begrenzt auf die Höhe des Nettogehalts), wenn er länger als sechs Wochen arbeitsunfähig ist.

Hinzu kommen Zahlungen von Umschulungs- und Wiedereingliederungsmaßnahmen. Wer nach einem Arbeitsunfall ein Pflegefall ist, bekommt – je nach Pflegegrad – ein Pflegegeld gezahlt. Ist der Verunglückte länger als 26 Wochen erwerbsunfähig, unterstützt der Staat in Form einer oft nur sehr spärlichen monatlichen Rente. Bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit leistet er zwei Drittel des bisherigen Bruttojahresgehalts. Größere Kapitalauszahlungen erfolgen nicht.

Freizeitunfälle

Bei Freizeitunfällen außerhalb der Arbeit setzt die private Unfallversicherung mit ihren Leistungen an. Ihr Abschluss ist freiwillig. Wo der Unfall passiert, ist irrelevant. Umfasst sind Unglücksfälle im Haushalt, beim Sport oder im Straßenverkehr. Welche Einzelfälle ausgeschlossen sind und welche Leistungen der private Versicherer zahlt, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.


Wie funktioniert der private Unfallschutz?

unfallversicherung kostenlos wechselnIm privaten Bereich sind die Leistungen der Unfallversicherung an zwei Voraussetzungen geknüpft. Diese sind:

  1. Der Versicherungsnehmer ist invalide.
  2. Ein Unfall ist ursächlich für diese Invalidität.

Invalidität ist in § 180 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) definiert. Erforderlich ist danach eine dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigung der versicherten Person. Die Dauerhaftigkeit liegt allerdings schon vor, wenn diese Beeinträchtigung voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen wird und eine Änderung des Zustandes nicht zu erwarten ist.

Gemäß § 178 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) liegt ein Unfall vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Die Unfreiwilligkeit wird dabei bis zum Beweis des Gegenteils vermutet. Da die Unternehmen jedoch große Freiheiten bezüglich ihrer Ausschlussklauseln haben, ändert sich diese Definition häufig zum Nachteil, manchmal aber auch zum Vorteil des Versicherungsnehmers ab. Beispielsweise schließen viele Anbieter Unfälle aus, die sich beim Betreiben risikoreicher Sportarten, wie Skifahren oder Kitesurfen, ereignen.

Nach der einhundertprozentigen Invalidität richtet sich auch die maximale Versicherungssumme. Der Kunde bestimmt zu Vertragsbeginn eine Höchstsumme, die das Unternehmen dann auszahlt, wenn sprichwörtlich gar nichts mehr geht. Nach dieser berechnen sich dann auch die anteiligen Leistungen der Unfallversicherung und ihr Beitragssatz. Die anteiligen Auszahlungen bemessen sich nach der sogenannten Gliedertaxe der Unfallversicherung. Dabei ordnen die Unternehmen jedem Körperteil, das entweder nicht mehr vorhanden oder funktionsunfähig ist, einen bestimmten Prozentsatz zu. Verliert der Versicherungsnehmer ein Bein unterhalb des Oberschenkels, legt der Versicherer dafür z. B. einen Invaliditätsgrad von 50 % fest. Die Versicherungssumme zahlt er dann nur zur Hälfte aus. Jedes Körperteil hat seinen eigenen Prozentsatz.

Info

Zahlungen erfolgen auch bei nur teilweise Einschränkung eines Körperteils, wie es beispielsweise Nervenverletzungen der Fall ist. Vom Anteil für das jeweilige Körperteil ziehen die Unternehmen nach gutachterlicher Prüfung durch einen Arzt noch weitere Prozente ab. Die Leistungen sind abhängig von den Versicherungsbedingungen und unterscheiden sich zum Teil erheblich. Die meisten Unternehmen zahlen bei Invalidität eine Einmal-Kapitalleistung an den Versicherten aus. Andere hingegen gewähren stattdessen oder zusätzlich eine Unfallrente.


Ist eine Unfallversicherung sinnvoll?

unfallversicherung abschließenDie auf den ersten Blick wichtige Unfallversicherung hat ein großes Manko: Sie leistet nicht bei Krankheit. Das statistisch größte Risiko, eine Behinderung zu erleiden, spart sie damit aus. Von 10.000 Schwerbehinderungen sind Untersuchungen zufolge nur 200 auf einen Unfall zurückzuführen. Die anderen haben ihre Ursache in einer schweren Erkrankung oder anderen Gründen.

Eines der gravierendsten finanziellen Risiken ist regelmäßig die aus einer Behinderung resultierende Berufsunfähigkeit. Hierfür gibt es aber eine andere Police: Die Berufsunfähigkeitsversicherung deckt nicht nur Invalidität aus Unfällen, sondern auch aus Krankheiten ab. Für Hilfsmittel, wie Rollstühle und Prothesen, braucht man eine Unfallversicherung auch nicht unbedingt. Diese übernimmt in der Regel die Krankenversicherung. Viele fragen sich angesichts dieser Tatsachen, wozu dann überhaupt eine Unfallversicherung notwendig ist.

In aller Regel ist tatsächlich eine BU-Versicherung aufgrund des größeren Risikos, das diese abdeckt, für viele die klügere Wahl. Für bestimmte Personengruppen erweist sich dennoch eine Unfallversicherung als sinnvoll. Das gilt zum einen für Personen mit Vorerkrankungen. Abhängig von Art und Ausmaß der Erkrankung ist einigen BU-Unternehmen das Risiko des Versicherungsfalls zu groß. Sie lehnen den Interessenten ab oder veranschlagen einen monatlichen Beitrag, der für ihn unbezahlbar ist. Gleiches gilt für Personen, die sehr riskante Berufe ausüben, z. B. Piloten oder Feuerwehrmänner.

Eine Rolle spielt allerdings auch das persönliche Sicherheitsbedürfnis. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt bei Erwerbsunfähigkeit zwar eine monatliche Rente. Hohe Einmal-Kosten z. B. für Sondertherapien und einen behindertengerechten Ausbau des Hauses übernimmt sie nicht. Die Kranken- und Pflegekassen leisten nur gewisse Grundausstattungen.

Eine andere Frage ist zudem, wie sich jeder selbst in den Statistiken wiederfindet. Zwar ist eine Schwerbehinderung durch Unfall insgesamt unwahrscheinlicher als durch Krankheit. Das der persönliche Fall von der Gesamtstatistik abweicht, ist aber möglich. Das Risiko eines Unfalls ist bei einigen Person höher als das einer Krankheit. In Betracht kommen Hochleistungssportler in gefährlichen Sportarten. Sofern sie nicht ohnehin gesondert versichert sind, ist eine private Unfallversicherung sinnvoll. Ob der Versicherer ein solches Risiko überhaupt unter Vertrag nimmt, steht auf einem gesonderten Blatt.

  • Sonderfall 1: Unfallversicherung für Kinder

Bei Kindern mischen sich die Karten anders, da für sie keine BU-Versicherung in Betracht kommt. Für Invalidität nach Unfällen greift eine Kinderunfallversicherung. Es gibt aber auch hier ein anderes Produkt: die Kinderinvaliditätsversicherung. Sie deckt ebenfalls Kosten für Schwerbehinderung durch Unfälle, als auch durch Krankheit ab. Bei Kindern ist die Wahrscheinlichkeit, von einem Unfall eine Schwerbehinderung davon zu tragen, verschwindend gering. Deshalb ist die Unfallversicherung für ein Kind nicht sinnvoll.

  • Sonderfall 2: Unfallversicherung für Rentner

Geht ein Arbeitnehmer in Rente, so entfällt auch der gesetzliche Unfallschutz über den Arbeitgeber. Rein statistisch steig das Risiko, im Alltag einen Unfall zu erleiden. Andererseits reagieren auch Unfallversicherer mit höheren Preisen, je älter der Kunde ist und je mehr Vorerkrankungen dieser aufweist. Ob eine Unfallversicherung sinnvoll für Rentner ist, richtet sich in erster Linie nach der Absicherung der typischen Risiken. Es gibt viele Anbieter, die bei Verletzungen durch eigene Unachtsamkeit oder Gebrechlichkeit gar nichts zahlen. Gerade dieses Risiko ist bei Rentnern aber versicherungswürdig. Nur eine sehr gute Police, die umfassend Hilfe-, Reinigungs- und Fahrdienstleistungen übernimmt, macht sich bezahlt. Viele Versicherer schließen allerdings einen Vertragsschluss ab dem 70. oder 75. Lebensjahr aus.


Volles Risiko: Worauf achten im Unfallversicherung – Vergleich?

Ist der eigene Versicherungsstatus überprüft und fällt die Entscheidung auf eine Unfallversicherung, gibt es ein paar essenzielle Merkmale zu beachten. Wer leichtfertig ohne Vergleich eine Unfallversicherung abschließt, zahlt am Ende einen hohen Preis. Dabei ist es relativ einfach, einen guten von einem schlechten Anbieter zu unterscheiden. Ein leistungsstarker Versicherer weist möglichst viele der folgenden Merkmale auf:

  • Zugrundelegung eines erweiterten Unfallbegriffs

„Jeder weiß, was ein Unfall ist“. Wer sich darauf verlässt, freut sich unter Umständen zu früh. Möglich ist, dass eine Unfallversicherung ihre Definition eines „Unfalls“ anders gestaltet – mit weitreichenden Folgen für den Versicherungsschutz. Per Gesetz bezeichnet der Unfall ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis. Bei strenger Auslegung wäre ein „von innen“ kommendes Ereignis eigentlich kein Unfall. Schäden durch eigene Unachtsamkeit, z. B. durch Umknicken, Stürzen oder Ausrutschen, dürfte die Unfallversicherung von ihren Leistungen ausschließen. Gute Tarife enthalten einen erweiterten Begriff des Unfalls, indem sie solche Vorkommnisse ebenfalls in den Schutz aufnehmen. Gleiches gilt für Bewegungen, die durch Provokation des eigenen Bewegungsapparates zur Verletzung führen. Das sind sämtliche Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko, z. B. Volleyball, aber auch Alltagsbewegungen, wie schweres Heben.

Bessere Tarife erweitern ihren Unfall sogar noch weiter: Verliert eine Person das Bewusstsein oder erleidet sie einen epileptischen Anfall, schließt das die Leistungen der Unfallversicherung nicht aus. Ein Schutz besteht bestenfalls auch, wenn der Verunfallte unter leichtem Alkohol- oder Medikamenteneinfluss stand. Einen Deckungsschutz bei Volltrunkenheit gewährt allerdings kein Versicherer. Die Unfalldefinition umschließt nach Möglichkeit auch Schäden durch Wundinfektionen und Insektenbisse. Extremsportlern ist zu empfehlen, explizit nach der Absicherung ihres Hobbys zu fragen. Viele Anbieter streichen gefährliche Sportarten komplett aus ihrem Portfolio.

Zudem sind die Unternehmen berechtigt, ihre Leistungen zu kürzen, wenn Vorerkrankungen für den Gesundheitszustand mitverantwortlich sind. Besteht bereits eine Bänderdehnung und reißt sich der Verunfallte dann das Band komplett durch, zahlt das Unternehmen nur einen Bruchteil. Ratsam sind Versicherungsbedingungen, die diese Kürzung auf maximal 50 Prozent des eigentlich zustehen Betrages deckeln. Bestenfalls verzichten sie ganz darauf.

Angebot einer hohen Versicherungssumme

Der Markt offeriert sehr günstige Angebote. Oft umfassen diese aber eine nur unzureichende Versicherungssumme. Je höher sie ist, desto mehr erhält der Kunde auch im Falle einer Teilinvalidität. Deshalb wäre ein Betrag in Höhe von 500.000 Euro empfehlenswert. Weniger als 200.000 Euro ist dagegen keineswegs ratsam. Der Interessent hat schließlich zu berücksichtigen, dass im Falle der Vollinvalidität unter Umständen hohe Ausgaben für Behandlungskosten, Hausumbauten und weiteres entstehen. Eine Unfallversicherung lohnt sich nur, wenn sie zur Deckung all dieser Kosten imstande ist. Jegliche Form eines zusätzlichen Lebensstandards (Umbau eines Autos!) kostet Geld.

  • Hohe Gliedertaxe

Tarife lassen sich am besten anhand ihrer Gliedertaxen vergleichen. Dies sind die prozentualen Anteile der Gesamtsumme, die das Unternehmen bei (Funktions-)Verlust eines Körperteils zahlt. Jedes Körperteil erhält so einen eigenen „Wert“. Mehrere betroffene Körperteile addieren sich zu einer Gesamtleistung. Bei nur teilweisem Funktionsverlust macht der Versicherer noch einen Abschlag. Je höher also die Gliedertaxe bemessen ist, desto höher ist die Geldauszahlung, die der Kunde nach einem Unfall erwarten darf. Für die Durchführung des Vergleiches gilt folgendes: Der Interessent wählt am besten den Verlust von Arm, Fuß und Gehör aus, um die Tarife gegenüberzustellen. Um einen etwaigen Eindruck zu vermitteln, seien die Gliedertaxe der folgenden namhaften Versicherer (Stand: 2019, Premiumtarife) beispielhaft aufgeführt:

 

Arm Fuß Gehör
Unfallversicherung des ADAC 80 % 55 % 45 %
Unfallversicherung der DEVK 80 % 50 % 40 %
Unfallversicherung der Ergo- Direkt (kein Premiumtarif verfügbar) 70 % 40 % 30 %
Unfallversicherung HUK- Coburg 84 % 48 % 36 %
Unfallversicherung der Debeka 70 % 40 % 30 %
  • Möglichkeit einer Progressionsvereinbarung

Ratsam ist außerdem eine Unfallversicherung mit Progression. Sie bezeichnet einen Prozentsatz, der bei schweren Behinderungen die Versicherungssumme erhöht. Ist beispielsweise eine Maximalsumme in Höhe von 100.00 Euro und eine 250-prozentige Progression bei der Unfallversicherung vereinbart, entspräche das einem Betrag von 250.000 Euro. Empfehlenswert ist ein Progressionsminimum von 250 %. In Verbindung mit einer hohen Gliedertaxe und einer hohen Versicherungssumme lässt sich so auch bei anteiligen Beeinträchtigungen ein beachtlicher Geldbetrag erzielen.

  • Leistungsumfang bei Rehabilitationsmaßnahmen

Häufig tritt die Situation ein, dass bereits erhebliche Kosten entstehen, bevor die Vollinvalidität feststeht. Da viele Versicherer ein großes Interesse haben, das Körperteil zu erhalten, erweitern sie zunehmend ihre Leistungen. Deshalb unterstützen einige Anbieter auch schon bei umfassenden Heilbehandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen. So lässt sich auf geschickte Art und Weise ein erweiterter Krankenversicherungsschutz erreichen. Im Hinterkopf ist aber der Fakt zu behalten, dass das Unternehmen dann ein gewisses Mitspracherecht bei der Auswahl der Rehamaßnahmen hat.

  • Auslandsschutz

Grenzbewohner und Vielreisende wählen sicherheitshalber einen Tarif, der nicht vor den Landesgrenzen Halt macht. Verschiedene Unternehmen haben bereits standardmäßig in ihren Bedingungen stehen, dass die Unfallversicherung im Ausland greift.

  • Sonstiges

Für gesundheitlich vorbelastete stellt sich bei fast jeder Vorsorgeversicherung die Frage, ob sie in der Lage sind, den hohen Beitrag zu bezahlen. Einige Unternehmen nehmen sie gar nicht unter Vertrag. Viele suchen dann nach einer Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen. Nur wenige Versicherer verzichten auf die Gesundheitsprüfung. Ein Beispiel die Unfallversicherung der Allianz, die von umfangreichen Fragen zum Gesundheitszustand absieht. Häufig schlägt sich das allerdings auch in einem höheren Preis nieder.

Nicht empfehlenswert ist allerdings eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Dahinter steckt ein teures Marketingmodell. Der Monatsbetrag einer solchen Police setzt sich zusammen aus einem Sparanteil und einem Beitragsteil. Nur Letzterer fließt also tatsächlich in die Unfallversicherung. Den Sparanteil legt der Versicherer an und verzinst ihn. Das was der Kunde aber am Ende zurückbekommt, sind nicht seine Beiträge, sondern das eingezahlte Kapital. In der aktuellen Niedrigzinsphase (Stand: 2019) darf der Versicherte nicht einmal mit besonders lukrativen Zinsen rechnen.

  • Sonderfall: Unfallversicherung für Kinder und Familie:

Besteht lediglich das Bedürfnis, das eigene Kind gegen das Invaliditätsrisiko abzusichern, lohnt sich eine Kinderinvaliditätsversicherung, da diese auch das höhere Risiko einer Behinderung aufgrund einer Erkrankung umfasst. Bei Versicherungsbedarf der ganzen Familie empfiehlt sich jedoch der Vergleich mit einer Familienunfallversicherung. Einige Anbieter stellen günstige Tarife zur Verfügung. Grundsätzlich gilt: Sind mehrere Personen in einer Police versichert, ist das immer günstiger als die Einzelversicherung pro Person. Im Gegensatz zu den Kosten einer einzelnen Kinder-Unfallversicherung fallen die Gesamtversicherungen eventuell günstig aus. Sowohl bei der Unfallversicherung für das Kind, als auch bei der Unfallversicherung für die Familie, ist auf eine höchstmögliche Leistungsbreite zu achten. Wählen die Eltern keine Invaliditätsversicherung, ist ein erweiterter Unfallbegriff essenziell, um möglichst viele „kindertypische“ Risiken abzusichern. Dazu gehören beispielsweise Reaktionen auf Insektenstiche, Vergiftungen, Impfungen, und Infektionen, sowie deren jeweilige Folgeschäden.


Unfallversicherung von der Steuer absetzen: Geht das?

unfallversicherung neukunden bonusDie Unfallversicherung und ihre Beiträge zählen steuerrechtlich zu den sogenannten Vorsorgeaufwendungen. Grundsätzlich darf der Steuerzahler deshalb die Unfallversicherung absetzen. In der Steuererklärung ist sie an entsprechender Stelle einzutragen. Die Höchstbeträge, bis zu denen die Unfallversicherung absetzbar ist, liegen in 2019 für Angestellte allerdings bei 1900 Euro und für Selbstständige und Freiberufler bei 2800 Euro im Jahr. In diese fallen allerdings auch die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, und weitere Vorsorgepolicen wie z. B. eine Pflegezusatzversicherung. Sie schöpfen den Maximalbetrag häufig komplett aus, sodass für weitere Kosten kein Raum zur Steuerminderung verbleibt.

Was ist wichtig beim Kündigen der Unfallversicherung?

Selbst die beste Unfallversicherung erweist sich eventuell irgendwann als unnötig oder zu teuer. Der Markt unterliegt einer ständigen Entwicklung, die immer neue und bessere Produkte hervorbringt. Es bietet sich dann an, die Unfallversicherung zu kündigen.

Eine ordentliche Kündigung ist jedoch nur zum Ende der Vertragslaufzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist möglich. Der Großteil der Policen aus diesem Bereich läuft jeweils für den Zeitraum eines Jahres. Die Verträge verlängern sich automatisch, wenn der Versicherungsnehmer nicht fristgerecht kündigt. Die meisten Unternehmen regeln eine dreimonatige Kündigungsfrist. Endet also ein Vertrag am 31.12.2019, wäre er also spätestens bis zum 30.09.2019 zu kündigen.

Hey! Ich bin eine Überschrift, bitte ändere mich

Für Versicherungsnehmer besteht aber auch die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung. Allerdings kommt eine solche nur in absoluten Ausnahmefällen in Betracht.


Fazit: Das „ob“ und das „wie“ mit Bedacht auswählen!

Unfallversicherungen zählen zu den Produkten, die den Unternehmen am meisten Geld einbringen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass dem „Geschäft mit der Angst“ wenige Leistungsfälle gegenüberüberstehen. Im Klartext: Kunden zahlen viel Geld ein, nehmen die Versicherung aber wenig in Anspruch. Im Vergleich zu Versicherungen aus dem elementaren Bereich (z. B. Berufsunfähigkeit) kommt die Unfallversicherung am wenigsten den Versicherten zu Gute. Dennoch ergibt sie Sinn für bestimmte Personenkreise. Bevor sich diese aber vorschnell auf einen Anbieter festlegen, empfiehlt sich ein detaillierter Versicherungscheck. Eine enorm günstige Unfallversicherung mag verlockend klingen, rentiert sich aber in vielen Fällen nicht.

Oft sind zu niedrige Gesamtsummen versichert oder zahlreiche Ausschlusstatbestände in den Bedingungen vorhanden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der vom Unternehmen definierte Versicherungsfall jemals eintritt, geht dann gen Null. Der Vertrag ist ein reines Verlustgeschäft. Mit einer sorgfältigen Lektüre der Bedingungen und dem Grundverständnis für die Funktionsweise des Versicherungszweiges, lässt sich das aber umgehen. Ein Vergleich der Unfallversicherung bei Check24, Verivox oder anderen Portalen gibt Aufschluss.

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