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Zahnzusatzversicherung Vergleich - Alle wichtigen Infos und attraktive Angebote im Vergleich!

Zahnzusatzversicherung – in aller Munde?

Knapp zwanzig Prozent der Deutschen besitzen im Jahre 2019 eine Zahnzusatzversicherung. Die Anzahl ist beträchtlich, obwohl die Zahnversicherung im Vergleich zu ihren Schwesterprodukten aus dem Haftpflicht- und Krankenkassenbereich nicht zu den Elementarversicherungen zählt. Die Entscheidung zum Abschluss gleicht einem Russisch Roulette: Ob sie sich die spezielle „Zahnarzt-Versicherung“ rentiert, ist ungewiss. Das liegt an zwei Unwägbarkeiten: Zum einen steht die Frage im Raum, ob man überhaupt zahnärztliche Leistungen im Versicherungszeitraum in Anspruch nimmt. Zum anderen besteht Ungewissheit über die Preise der Behandlungen.

Vor allem Menschen zwischen vierzig und fünfzig Jahren erfahren zunehmend Zahnprobleme, obwohl sie früher kaum ein Behandlungszimmer von innen gesehen haben. Dass sie in Zukunft weiterhin völlig ohne Zahnbehandlung auskommen, ist unwahrscheinlich. Gleichzeitig steigen die Kosten der Versicherer mit steigendem Alter. Junge Patienten dürfen eher mit günstigeren Tarifen rechnen, als ältere. Die Auswahl ist schwierig, zumal gefühlt jedes Unternehmen mit unterschiedlichen Titeln wirbt. Interessenten, die ihr Kostenrisiko richtig abschätzen wollen, kommen deshalb um einen Zahnzusatzversicherung – Vergleich nicht herum. Die Kenntnis einiger Umstände ist unerlässlich. Dazu gehören eine ungefähre Preisvorstellung der Zahnarztkosten, sowie Kenntnis der Zuzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen und der Aspekte, die Einfluss auf die monatlichen Kosten haben.


Teure Kiefer- und Zahnbehandlungen: Wozu eine Zahnzusatzversicherung?

Die private Zahnzusatzversicherung ist ein Spezialfall einer Krankenzusatzversicherung. Sie kommt für mehr Leistungen auf, als die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. Bei fast jeder Zahnbehandlung klafft eine große Lücke zwischen dem, was die Ärzte in Rechnung stellen und dem sogenannten Festzuschuss der Krankenkassen. Es gibt auch Spezialbehandlungen, die überhaupt nicht für einen Zuschuss in Betracht kommen. Eine Zusatzversicherung für die Zähne ist in der Lage, die eigenen Kosten erheblich zu reduzieren.

Info

Welche Zahnzusatzversicherung für die persönlichen Bedürfnisse die geeignetste ist, lässt sich nur bei Kenntnis einiger Grundlagen beurteilen. Eine Grobeinschätzung der Behandlungspreise ist unerlässlich, um das Leistungsspektrum einer Zahnversicherung richtig zu bewerten. Viele Anbieter begnügen sich damit, die zu zahlenden Eigenanteile der Regelversorgung zu reduzieren. Das hilft bei einer hochpreisigen Behandlung, wie z. B. einer Implantat-Setzung, kaum. Bei guter Recherche findet sich aber auch eine Zahnzusatzversicherung, die Implantate, Prothesen und Alternativbehandlungen bezuschusst. Die folgende Übersicht gibt einen Kosten-Überblick.


Prophylaxe – die professionelle Zahnreinigung

Selbst die beste Zahnbürste und Zahnseide haben gegen hartnäckige und versteckte Verschmutzungen keine Chance. Experten empfehlen deshalb, ein bis zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Sie liegt durchschnittlich bei 100 Euro. Je nach angewandter Methode und Dauer der Behandlung sind Abweichungen nach unten und oben möglich. Gesetzlich Versicherte bekommen oftmals keine Erstattung, oder nur diverse Zuschüsse von den Krankenkassen und zahlen die Zahnreinigung selbst, es existieren jedoch auch Anbieter die jährlich vollständige Zahlungen leisten. Zwar lassen sich mit der Teilnahme an Spezial- und Bonusprogrammen Zuzahlungen erreichen. Diese erreichen aber in der Regel maximal 60 Euro und genügen nicht zur Abdeckung der Gesamtkosten. Die wenigsten Kassen fordern gar keine Teilnahme an einem solchen Bonusprogramm.

Füllungen bei „Loch im Zahn“

Vor kaum jemanden macht die Volkskrankheit Karies Halt. Früher oder später ist es nötig, die von Karies befallenen Zahnteile durch Bohren zu entfernen. Die Bohrstelle benötigt eine Füllung. Wer das Bedürfnis nach einer ästhetischen und gesunden Lösung hat, wählt eine an die eigene Zahnfarbe angepasste Kunststofffüllung. Pro Zahn rechnet die Praxis je nach Behandlungsdauer und Materialeinsatz zwischen 100 und 200 Euro ab. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen davon nur den Anteil in Höhe einer Amalgamfüllung (zwischen 20 und 40 Euro). Diese ist für viele keine Option: Den Silberschimmer empfinden sie störend.

Inlays bei größeren Zahnschäden

Bei dem Krankenkassen- Festzuschuss zwischen 20 und 40 Euro bleibt es bei Zahnfüllungen, auch wenn die Beschädigung des Zahns umfangreicher ist. In dem Fall raten Zahnärzte zu Einlagenfüllungen, sog. Inlays. Sie bestehen aus Keramik, Titan oder Gold und sind passend für die zu verfüllende Stelle hergestellt. Mit Inlays erzielt der Zahnarzt ein präziseres und strapazierfähigeres Ergebnis, als mit großflächigen Kunststofffüllungen. Keramik-Inlays kosten bis zu 900 Euro; Gold-Inlays bis zu 500 Euro. Schlimmstenfalls zahlt der Patient also 880 Euro pro Zahn selbst.

Wurzelbehandlungen

Eine Nerven- oder Wurzelentzündung geht mit hohen Schmerzen einher. Wurzelbehandlungen verlangen deshalb in der Regel eine örtliche Betäubung und sind aufwendig. Die Preise variieren stark. Sie bewegen sich zwischen 200 und 1200 Euro. Die Krankenkassen zahlen diese Zahnbehandlung nur, wenn sie den Zahn als erhaltungswürdig einstufen. Erhaltungswürdigkeit ist in diesen Fällen anzunehmen:

  • Es besteht eine absehbare Wahrscheinlichkeit, dass der betroffene Zahn durch die Behandlung erhalten bleibt.
  • Eine geschlossene Backenzahnreihe bleibt erhalten.
  • Eine einseitige Verkürzung einer Zahnreihe im hinteren Bereich ist vermeidbar.
  • Der Eingriff sorgt für den Erhalt eines funktionstüchtigen Zahnersatzes (z. B. eines Inlays)

Stuft die gesetzliche Krankenkasse den Zahn als „nicht erhaltungswürdig“ ein, lehnt sie die Zahlungsübernahme ab und zahlt nur die Entfernung des Zahns.


Zahnersatz – Behandlungen

Zähne, die so stark beschädigt sind, dass sie mit Inlays oder Füllungen nicht erhaltungsfähig sind, benötigen Zahnersatz. In Betracht kommen Brücken, Kronen, Implantate oder Prothesen. Während die einfache Krone für 500 Euro zu haben ist, kosten Brücken bis zu 2000 Euro und Implantate sogar über 3000 Euro. Entsprechend der Festzuschuss-Richtlinie bei Zahnersatz bezuschussen die Krankenkassen diesen nur in Höhe von 50 % der Regelversorgung. Das bedeutet: Regelversorgung bezeichnet vereinfacht gesagt eine Zahnbehandlung über das medizinisch notwendige Maß und nicht die bestmögliche. Von dieser Regelversorgung gibt es dann aber nur 50 % erstattet. Ein gesetzlich Versicherter zahlt mindestens die Hälfte des medizinisch notwendigen Zahnersatzes selbst. Wählt er eine technologisch aufwendigere, nachhaltige oder ästhetische Methode, die über die Regelversorgung hinausgeht, steigen die Preise enorm. Es ist keine Seltenheit, dass Patienten zwischen 2000 und 3000 Euro pro Zahn aus eigener Tasche zahlen.


Wie viel kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Eine günstige Zahnzusatzversicherung ist in jungen Jahren schon ab acht Euro pro Monat zu ergattern. Grundsätzlich steigen die Kosten mit dem Alter. Jegliches Abweichen vom „Normalvertrag“ lässt die Preise nach oben schnellen. Für eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit und Leistungseinschränkung verlangen die Unternehmen teils 60 Euro im Monat. Wenige Tarife arbeiten mit sogenannten Altersrückstellungen. Die Anbieter verlangen bereits zu Beginn höhere Beiträge, halten diese aber über den Versicherungszeitraum weitgehend stabil.

Ein niedriger Preis wirkt attraktiv, ist aber keinesfalls entscheidend. Es kommt darauf an, wie viel Leistung der Kunde für den Beitrag bekommt. Eine gute Zahnzusatzversicherung zahlt z. B. für Implantate mit hoher Qualität mindestens 80 Prozent (inklusive des Festzuschusses der gesetzlichen Krankenkassen).

Beispiel: Angenommen, ein Zahnimplantat kostet 2500,00 Euro. Eine Versicherung mit niedrigem Beitrag in Höhe von 10 Euro und 65 Prozent Kostenübernahme steht einer solchen mit 100 Prozent Kostenübernahme und 30 Euro Monatsbeitrag gegenüber.

 

Versicherung 1 Versicherung 2
Monatsbeitrag 10 EURO 25 EURO
Kosten des Zahnersatzes 2.500 EURO 2.500 EURO
Prozentuale Übernahme 65 % 100 %
Ergebnis übernommener Kosten 1.625 EURO 2.500 EURO
Zu zahlender Eigenanteil 875 EURO 0 EURO
Gesamtausgaben nach 2 Jahren Versicherungslaufzeit 1.115 EURO 600 EURO

Die effektiven Gesamtausgaben, die der Patient trotz der vermeintlich günstigeren Versicherung zahlt, liegen fast doppelt so hoch, wie die des Anbieters mit höherem Monatsbeitrag. Je mehr Zahnarztbesuche hinzukommen, desto weniger rentiert sich die günstige Versicherung.


Zusatzversicherung Vergleich – worauf achten?

Beim Vergleich der Zahnzusatzversicherung ist es deshalb ratsam, sich nicht vordergründig vom Preis steuern zu lassen. Wer diese Punkte beachtet, findet das für seine persönlichen Anforderungen günstigste Angebot bei gleichzeitig maximaler Leistungsbreite:

  • Doppelt hält nicht immer besser

Wie bei jedem anderen Krankenzusatzversicherung Vergleich auch, gilt es, zunächst eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Es gibt Unterschiede, inwieweit die eigene Krankenkasse Zahnzusatzprodukte abdeckt. Wer sich nicht vergewissert, ist am Ende doppelt versichert und zahlt doppelt.

  • Die eigene Ausgangslage

Versicherer stellen potenziellen Kunden vor Vertragsabschluss Fragen über ihre Zahngesundheit. Ein schlechter Zustand der eigenen Zähne führt zu hohen Beiträgen, und teilweise zur Ablehnung der Aufnahme. Die Unternehmen verweigern den Vertragsschluss mit dem Interessenten, wenn diesem schon mehrere Zähne fehlen oder eine komplizierte Zahnbehandlung ansteht. Eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen (wie z. B. der ERGO Direkt Zahn-Ersatz-Sofort (ZEZ) Tarif, Zahnzusatzversicherung der ERGO – Versicherung) ist am Markt schwer und nur für viel Geld erhältlich. Gesundheitsfragen sind stets wahrheitsgemäß zu beantworten, da sich die Anbieter bei den behandelnden Ärzten erkundigen. Hat der Kunde keine wahrheitsgemäßen Angaben gemacht, stellt das einen Grund zur sofortigen Kündigung durch die Versicherung dar und der Versicherungsschutz kann ebenfalls darunter leiden.

  • Altersfrage: Wann ist es zu spät?

Die prekäre Frage ist die nach dem „Wann“. Sie beeinflusst die Höhe der monatlichen Kosten. Eine Zusatzversicherung für ein Kind ist deutlich billiger zu haben, als für den 55-jährigen. Viele Anbieter empfehlen einen Abschluss mit 30 – 45. Tatsächlich spielen mehr Faktoren, wie z. B. die persönliche Zahngesundheit eine Rolle. Im Vergleich dazu ist gerade bei Jugendlichen durch Wachstum und Gebissbildung ein hohes Kostenrisiko vorhanden. Wann es zu spät oder zu früh ist, obliegt der eigenen Entscheidung. Allerdings ist die Auswahl eines Tarifes mit Altersrückstellungen für junge Menschen empfehlenswert. Sie profitieren von einem relativ gleichbleibenden Beitragsniveau bis ins Alter.

  • Last-Minute-Entscheidungen gehen schief

Behandlungen, die bereits vor dem Vertragsschluss begonnen haben, fallen nicht unter den Versicherungsschutz. Eine ärztlich gestellte Diagnose, die noch nicht behandelt wurde, ordnen die Unternehmen als laufende Zahnbehandlung ein. Nur vereinzelte und teure Tarife sichern solche Vordiagnosen ab.

  • Zahnversicherung ohne Wartezeit? Ein teures Pflaster!

Die Versicherungen beugen durch Wartezeiten kurzfristigen Missbrauchsvorhaben vor. Sperrfristen zwischen sechs und acht Monaten sind marktüblich. Die meisten Unternehmen machen eine Ausnahme für Unfälle. In den Fällen zahlen sie die Rechnungen trotz bestehender Wartezeit. Eine Zahnzusatzversicherung, die sofort nach Vertragsschluss greift, lässt sich kaum finden. Ein Beispiel für eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit ist die Zahnzusatzversicherung der ERGO Direkt. Die Beiträge sind dementsprechend hoch. Zudem versucht auch die beste Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit, ihr wirtschaftliches Risiko zu begrenzen. Deshalb schrauben sie ihre Leistungen oft so weit nach unten, dass sie im Falle anstehender Behandlungen nur einen geringen Prozentsatz der Kosten tragen.

  • Leistungsumfang prüfen

Das Leistungsspektrum der Marktteilnehmer ist unterschiedlicher denn je. Während einige nur eine reine Zahnersatzversicherung als Grundversorgung anbieten, trumpfen andere mit umfassenden Angeboten von Zahnerhalt bis Kieferorthopädie auf. Die Übernahme des Zahnersatzes stellt lediglich den Mindeststandard dar. Mehr als die Reduzierung des Eigenanteils für die Regelversorgung leistet eine solche Zahnersatz Zusatzversicherung oft nicht. Keramik- oder Gold – Inlays, professionelle Zahnreinigungen, Zahnimplantate und kieferorthopädische Behandlungen sind nicht erfasst.

Info

Vor allem Inlays streichen viele Anbieter aus ihren Tarifen. Dabei legen Patienten zunehmend Wert auf ästhetische Füllungen. Wer hieran – wie die meisten – Interesse hat, darf diese Leistung beim Zahnzusatz Vergleich nicht vergessen. Bestenfalls umfassen die Versicherungsbedingung auch den kostenintensiven Knochenaufbau bei Implantaten. Kostenfallen lauern auch, wenn Versicherer beispielsweise nur eine bestimmte Anzahl von Inlays pro Kiefer übernehmen..

  • Vorsicht bei Begrenzung der Deckungssumme

Die Erstattungsleistungen sind vereinzelt oder generell (für alle Leistungen) auf einen gewissen Prozentsatz begrenzt. Selten kommt es vor, dass ein Versicherer sämtliche Rechnungen voll erstattet. Insbesondere bei sehr günstigen Anbietern, die mit einer bis zu 100-prozentigen Erstattung werben, ist Wachsamkeit geboten. Trifft diese Vollerstattung auf eine Leistung zu, deren Inanspruchnahme unwahrscheinlich ist, hilft das wenig.

Vergleichsseiten im Netz sprechen davon, dass ein guter Versicherer mindestens 50 % der Zahnarztleistungen erstattet, besser noch 70-90 %. Genau genommen sagt der Prozentsatz nur die halbe Wahrheit. Von Bedeutung ist auch die Größe, auf die sich der Prozentsatz bezieht. Es macht freilich einen großen Unterschied, ob das Unternehmen stets 50 % der Gesamtrechnung zahlt, oder nur 50 % von dem, was die gesetzlichen Kassen nicht übernehmen. 50 % der Regelversorgung (Grundversorgung) sind außerdem weniger als 50 % der Gesamtrechnungen. Am nachvollziehbarsten sind Tarife, die immer auf einen festen Satz (z. B. 60 %) der Gesamtrechnung aufstocken. Der Kunde darf dann immer mit diesem Prozentsatz rechnen, egal welchen Festzuschuss die gesetzliche Kasse zahlt.

  • Ausschlussklauseln: wenn der Ausschluss die Regel ist

Ganz ohne kommen keine Versicherungsbedingungen aus. Dennoch achten potenzielle Kunden am besten darauf, dass sie nicht überhandnehmen. Üblich ist der Ausschluss einer Zahnbehandlung, die vorsätzlich verursacht wurde. Gleiches gilt für Behandlungen durch Kinder oder Ehegatten. Kostendeckungen im Ausland unterfallen ebenso vielen Ausschlussklauseln. Vielreisende und Grenzgänger sind mit solchen schlecht bedient.

  • Kundenmeinungen einholen

Gerade, wenn die Zeit knapp ist, um sich die Bedingungen jedes Anbieters durchzulesen, gibt es noch einen Trick, um über Probleme und Service- Leistungen informiert zu sein: die Suche nach Verbrauchermeinungen zur Zahnzusatzversicherung. Erfahrungen bereits bestehender Versicherungskunden enthalten Informationen über Beschwerden, Vertragstücken und Kundenfreundlichkeit.

  • Mehrere unabhängige Testportale durchsuchen

Bereits in 2013 hatte sich das ZDF mit einem Zahnzusatzversicherung Vergleich im WISO Magazin befasst. Der Beitrag nahm verschiedene Portale unter die Lupe und empfiehlt stets den Einbezug mehrerer unabhängiger Tests. Vorsicht ist auch geboten bei Portalen, die von Versicherungsunternehmen finanziert sind. Der Ratschlag von WISO zur Zahnzusatzversicherung lautet außerdem, die Tarife einzeln und gründlich unter die Lupe zu nehmen. Anhand der Premium Tarife ließen sie sich am besten vergleichen. Solche übernehmen bei Implantaten mindestens 1000 Euro und bei Inlays mindestens 200 Euro.


Einige Krankenkassen arbeiten nicht mit Premiumtarifen. Sie bieten günstigere Tarife an, erhöhen aber oft nur den Festzuschuss oder reduzieren den Eigenanteil bei der Regelversorgung. So begnügt sich die Zahnzusatzversicherung der AOK mit einer Verdopplung des Festzuschusses für medizinisch notwendigen Zahnersatz. Sie bezieht sich also auf die minimale Regelversorgung, wie z. B. Amalgamfüllungen oder Brücken. Mit einem Premiumtarif lassen sich weitaus höhere Rechnungsbeträge, wie z. B. für Implantate und Kronen absichern. Manche Versicherer haben selbst gar kein Zahnzusatzprodukt, und verweisen deshalb auf das Angebot ihrer Partner, so z. B. die Zahnzusatzversicherung der Barmer Krankenkasse. Sie macht sich die Leistungen der HUK Coburg zu Eigen. Kunden schließen also auch, wenn sie über die Webseite der Barmer gehen einen Vertrag mit der HUK ab.


Auf den Punkt gebracht: Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Die Frage, ob eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist, hat aufgrund der hohen Kosten ihre Berechtigung. Eine allgemeingültige Antwort existiert nicht. Eine Orientierung geben die nachfolgenden Gesichtspunkte. Je mehr auf den Interessenten zutrifft, desto deutlicher empfiehlt sich der Abschluss einer Zahnarzt – Zusatzversicherung.

  • Der Zustand der eigenen Zähne hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert. Im Alter zwischen 30 und 45 Jahren treten bei vielen Patienten zunehmend Zahnprobleme auf. Je mehr Zähne betroffen sind, desto größer ist die Kostenbelastung. Dennoch gibt es Ausnahmen. Personen, die dank vorbildlicher Mundhygiene und genetischer Veranlagung den Zahnarzt nur sehr selten besuchen müssen, werden wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren ohne häufigen Zahnersatz auskommen.
  • Der Patient neigt zu Parodontitis. Veranlagungen dahingehend lassen sich bereits vorhersagen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Eine Nachfrage beim nächsten Zahnarztbesuch gibt Aufschluss über frühe Anzeichen.
  • Die eigenen Zähne sind anfällig für Karies. Wer öfter mit einem „Loch im Zahn“ zu kämpfen hat, benötigt viele Füllungen. Im Einzelfall halten sich die Kosten dafür im Rahmen. Addieren sich die kleinen Summen bei Häufung der Fälle, verursacht dies nicht nur im Zahn ein Loch, sondern auch in der eigenen Kasse.
  • Das Bedürfnis nach Ästhetik im Zahnbereich ist hoch. Füllungen oder Zahnersatz, die durch die Grundversorgung der gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst sind, haben oft ein entscheidendes Manko: Sie sehen nicht besonders schön aus. Jeder kennt die silberschimmernden Amalgamfüllungen, die bei großflächiger Anwendung unästhetisch wirken. Schönere Alternativen bedeuten auch einen höheren Preis.
  • Die eigenen Kinder sind über zwölf Jahre alt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Kieferorthopädie- und Zahnbehandlungen häufig nur bis zu dieser Altersgrenze. Danach zahlen die Eltern ohne private Krankenzusatzversicherung für Kinder die Zahnarztkosten aus eigener Tasche.

Beantworten Interessenten einen Großteil dieser Gesichtspunkte mit „Nein“, empfiehlt sich, über Alternativen nachzudenken. Ein Beispiel wäre es, das Geld zu sparen, um zukünftige Zahnbehandlungen zu finanzieren. Personen mit sehr geringem Einkommen haben unter Umständen einen Anspruch auf Sonderbehandlung, wenn ein sogenannter Härtefall vorliegt. Es sei aber darauf hingewiesen, dass diese die absolute Ausnahme darstellen und kaum in Vollzug geraten.

Sonderfall 1: Kind/ Jugend: Zahnspangen

Wie bei jeder Zusatzkrankenversicherung sind die Eltern oft ratlos, wenn es um die Absicherung der eigenen Kinder geht. Vor einigen Jahren war das nicht weiter schlimm, da die Anbieter einer Zahnzusatzversicherung für Kinder sehr überschaubar waren. In 2019 sind die Karten neu gemischt. Zahlreiche spezialisierte Produkte und Tarife sind erhältlich – von speziellen Kieferorthopädietarifen bis hin zur Zahnzusatzversicherung für die ganze Familie.

Die Absicherung von Zahnersatz spielt bei Erwachsenen eine große Rolle. Kinder sind mit Ausnahme eines Unfalls kaum auf diesen angewiesen. Da viele in der Entwicklungsphase unter Zahn- und Kieferfehlstellungen leiden, sind kieferorthopädische Behandlungen an der Tagesordnung. Eine gute Zahnzusatzversicherung für Kinder deckt diesen Bereich vorrangig ab. Versicherungsvertreter, die keine auf Kinder zugeschnittenen Produkte in petto haben, raten den Eltern zum Abschluss einer günstigen Zahnzusatzversicherung. Eine Zahnspange, notwendige Kieferkorrekturen sind aber von dieser nicht erfasst, weil sie sich auf Zahnersatz beschränkt.

Wann hilft die gesetzliche Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen regulieren die Zahnarztrechnung für eine Zahnspange nur, wenn eine Zahnfehlstellung der KIG- Stufe 3 vorliegt. Der Index für Kieferindikationsgruppen ordnet Fehlstellungen nach Stufen ein (1-5). KIG-Stufe 3 verlangt das Vorliegen einer bereits mittelschweren Zahn- oder Kieferfehlstellung. Die Krankenkasse zahlt selbst dann nur die notwendige und ausreichende Zahnspange. Mehrkosten für unsichtbare Spangen oder ästhetische Keramik-Brackets tragen die Eltern privat. Bereits KIG-Stufe 2 führt zu Beeinträchtigungen des Kaufverhaltens, genügt aber noch nicht zur Übernahme durch die GKV. Die Eltern bleiben auf Behandlungskosten zwischen 2000 und 5000 Euro hängen. Mit einer guten Zahnzusatzversicherung sind diese Kosten auf 10 bis 20 Prozent reduzierbar.

Sonderfall 2: Zahnzusatzversicherung für Privatversicherte

Unternehmen, die eine private Zusatzversicherung für Zähne anbieten, stellen für die Aufnahme meist eine Bedingung: Der Patient ist gesetzlich krankenversichert. Privatversicherte haben im Rahmen ihrer Tarife selbst die Möglichkeit, aus verschiedenen Paketen zur zahnärztlichen Versorgung zu wählen. Der Nachteil: Diese sind teuer. Bei Existenzgründern und Personen, die knapp über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, überwiegt der Spargedanke. Sie wählen günstige Tarife, die den Zahnarztbesuch nur rudimentär absichern. Hinzu kommt, dass einige private Krankenversicherer durch ihre Bedingungen verbieten, dass der Kunde im Gesundheitsbereich eine Parallelversicherung abschließt.

Es bleiben zwei Möglichkeiten: Die Höherstufung des eigenen Tarifs oder die Suche nach Spezialversicherern, die auch Patienten der Privatkassen unter Vertrag nehmen. Der Weg des geringsten Widerstandes wäre, sich beim eigenen Versicherer über eine solche Tarifaufstockung schlauzumachen. Ein Angebot unterbreiten zu lassen, kostet nichts und hilft zur Einschätzung der Marktlage. Der Kunde vergleicht sodann am besten mit den übrigen wenigen Marktteilnehmern, die überhaupt Privatpatienten zusatzversichern. Die Informationen dieses Ratgebers gelten dafür gleichermaßen.


Zahnzusatzversicherung von der Steuer absetzen – geht das?

Trotz der Tatsache, dass eine Zahnzusatzversicherung Kosten produziert, gibt es vielleicht einen kleinen Trost beim Ausfüllen der Steuererklärung. Die gezahlten gelten als Vorsorgeaufwendungen. Deshalb dürfen Steuerzahler ihre Kosten für die Zahnzusatzversicherung absetzen. Im Regelfall genügt als Nachweis die Einreichung der Versicherungsverträge, sowie der Kontoauszüge. Für Angestellte gilt bei Vorsorgeaufwendungen allerdings eine Höchstgrenze von 1.900 Euro. Nur die Kranken- und Pflegeversicherungen sind darüber hinaus absetzbar. Leider brauchen diese den Betrag häufig ganz oder zum Großteil auf. Nur wenn das nicht der Fall ist, erwarten den Versicherten Steuerrückzahlungen aus der gezahlten Zahnzusatzversicherung.


Alles hat ein Ende: Zahnzusatz – Versicherung kündigen

Selbst die beste Zahnzusatzversicherung entwickelt sich manchmal nicht den Bedürfnissen entsprechend. Technischer Wandel, Beitragsanpassungen oder Einbrüche beim Service wecken den Wunsch nach Versicherungswechsel oder -kündigung.

Die Voraussetzungen für eine ordentliche Kündigung, insbesondere die Kündigungsfristen, richten sich nach dem individuellen Vertrag zwischen Versichertem und Unternehmen. Üblich sind Fristen von drei Monaten vor Laufzeitende. Hält der Kunde sie nicht ein, verlängert sich der Vertrag automatisch, in der Regel um ein weiteres Jahr. Danach sind die Verträge zum Ende eines jeden Versicherungsjahres kündbar. Vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit ist keine ordentliche Kündigung durch den Versicherten möglich. Vereinzelt versprechen Anbieter ein jederzeitiges Kündigungsrecht, das aber mit teuren Beiträgen einhergeht. Formell sind Kündigungen in Text- oder Schriftform möglich. Aus Nachweiszwecken empfiehlt sich die Wahrung der Schriftform und die Versendung der Kündigung mit Einschreiben.

Außerordentliche Kündigungen beenden den Versicherungsvertrag mit sofortiger Wirkung ab Zugang, sind aber nur im Ausnahmefall möglich. § 626 Abs. 1 verlangt für die außerordentliche Kündigung.


Fazit: Ein gesundes und schönes Lächeln will versichert sein

Die Zahnzusatzversicherung deckt entsprechend ihrer Bezeichnung ausschließlich den zahnärztlichen Bereich ab. Für Menschen, die nach einer umfassenden Ergänzungsversicherung suchen (z. B. für Brillen/Kontaktlinsen, Naturheilkunde usw.), empfiehlt sich eine ambulante Zusatzversicherung. Abhängig von Anbieter und Tarif lassen sich auch in deren Rahmen Deckungen von Zahnersatz in Höhe von 90 % erreichen. Dabei sei aber erwähnt, dass diese Produkte nicht auf Zahnzusatz spezialisiert sind. Da er für die Unternehmen eines der größten Kostenrisiken darstellt, verlangen sie für eine maximale Kostendeckung sehr hohe Preise. Je mehr Gesundheitsbereiche ein Versicherer bedient, desto umfangreicher und unübersichtlicher gestalten sich die Bedingungen. Gleiches gilt für eine generelle Krankenzusatzversicherung für das Kind.

Eine Zusatzversicherung für Zähne lohnt sich, je mehr der Interessent Wert auf Ästhetik, Alternativbehandlungen und hochwertigen Zahnersatz legt. Potenzielle Kunden erreichen mit einem kritischen Vergleich, dass sie nicht auf das vermeintlich billigste Angebot mit versteckten Kosten hereinfallen. Die teuersten Rechnungen stellen Ärzte im Bereich Zahnersatz (Implantate, Prothesen usw.) Zwingend für Erwachsene ist deshalb, auf eine gute Absicherung des Bereiches zu achten. Bei Kindern gilt der gleiche Hinweis für die Kieferorthopädie. Bei Rückfragen lohnen sich konkrete Service Anfragen bei den einzelnen Versicherern. Zahnärzte sind für die Untersuchungen zuständig und geben daher keine Empfehlungen über die Auswahl der Versicherungen ab. Außerdem ist auch die beste Zahnversicherung nicht in der Lage, eine optimale Zahn- und Mundpflege zu ersetzen. Nach wie vor ist sie die ideale Vorsorge gegen Zahnschäden und -verlust.

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