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Verkehr in der Innenstadt rollt wieder

An der Breitscheidstraße in Stolpen wurde seit Juni umfangreich gebaut. Jetzt ist die Trasse wieder frei.

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© Dirk Zschiedrich

Stolpen. Aufatmen bei den Anwohnern und auch bei Stolpen-Besuchern: Die Bauzäune an der Rudolf-Breitscheid-Straße sind gefallen. Ab Donnerstag, 10. November, 14 Uhr, kann auch der Verkehr wieder rollen. Damit endet für die Anwohner und auch die Besucher der Innenstadt eine lange Bauphase mit Umleitungen, fehlenden Parkmöglichkeiten, Lärm und Dreck.

Im Juni dieses Jahres rückten die Straßenbauer an. Vor ihnen lag eine Menge Arbeit. Anfang Oktober, so war das Ziel, wollten sie ihre Baumaschinen wieder aufladen. Es kam etwas anders. Offenbar gab es doch noch mehr zu tun, als ursprünglich angenommen. Denn es ging nicht nur um eine neue Asphaltschicht für die Straße. Die Trasse sollte auch unterirdisch eine Erneuerungskur bekommen. Letztlich mussten die Stadtverwaltung, der Wasser- und Abwasserzweckverband „Mittlere Wesenitz“ und der Energieversorger Enso an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.

Als zweiter Fertigstellungstermin wurde Anfang November genannt. Und den konnten die Bauleute nun auch einhalten. Der Zweckverband hat die Trinkwasserleitung für rund 172000 Euro bauen lassen. Außerdem wurde auf etwa 320 Metern ein Mischwasserkanal verlegt. Der kostet den Zweckverband rund 186 000 Euro. Die Enso hat die Anlagen der Gas- und Stromversorgung in Teilen umverlegen beziehungsweise erneuern lassen. Für Beleuchtung und den Fußweg war dagegen die Stadt Stolpen zuständig. Zum Schluss bekam die Straße eine neue Asphaltdecke.

Der grundhafte Ausbau dieser Trasse war seit Längerem geplant. Bislang fehlte der Stadt aber das Geld, um die Sanierung zu bezahlen. Finanziert wird der Umbau nun aus den Ausgleichsbeträgen, die die Kommune von den Hausbesitzern im Sanierungsgebiet erhalten hat. Ein Großteil der Grundstückeigentümer hatte die Möglichkeit genutzt, die Gebühren vorzeitig zu zahlen. Nur dadurch kommt das Geld ausschließlich der Stadt zugute. Und diese wiederum steckt es in die Sanierung der Rudolf-Breitscheid-Straße.

An die 335000 Euro sind aus städtischer Sicht dafür vorgesehen. Die Sanierung dieser innerstädtischen Trasse war das größte Straßenbauvorhaben der Stadt in diesem Jahr. Bei dem zweiten Projekt, der Bahnhofstraße, gehen die Arbeiten vorerst ebenfalls ihrem Ende entgegen. (SZ)