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Verkehrsschau in Meinsberg

Am Freitag treffen sich Vertreter des Landratsamtes, der Polizei und der Stadtverwaltung, um eine Lösung für mehr Sicherheit im Ortsteil zu finden.

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Ein Verkehrsteiler könnte ein Lösungsansatz für Sicherheit am Ortseingang von Meinsberg sein.
Ein Verkehrsteiler könnte ein Lösungsansatz für Sicherheit am Ortseingang von Meinsberg sein. © André Braun

Von Sylvia Jentzsch

Waldheim. Der vierte Unfall innerhalb von vier Monaten scheint der Auslöser dafür zu sein, dass nun alles schneller geht. Bereits am Freitag gibt es eine sogenannte Verkehrsschau mit Vertretern der Polizei, des Landratsamtes und der Stadtverwaltung. Gesucht wird nach einer Lösung, wie die Strecke zwischen den Ortsteilen Kaiserburg und Meinsberg sowie im Ort selbst, sicherer werden kann. Auf Anfrage des Döbelner Anzeigers beim Landratsamt, wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, hieß es: „Wir werden uns dazu wahrscheinlich am Montag äußern.“

Die Anwohner von Meinsberg fordern mit Nachdruck mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger in und um Meinsberg. Sie haben eine Petition verfasst und 262 Unterschriften gesammelt (wir berichteten). Auf der Kreisstraße zwischen Ziegra und Meinsberg sind in diesem Bereich 100 Kilometer pro Stunde erlaubt. Dort fordern die Anwohner unter anderem eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf höchstens 70 Kilometer pro Stunde. Außerdem wird eine Verlegung des Ortseingangsschildes für Meinsberg, aus Ziegra kommend, deutlich vor die erste Bebauung gefordert. In der Petition werden noch weitere Sicherheitspunkte angesprochen. Auch der einer Verkehrsinsel, um vom Radweg auf den gegenüberliegenden Gehweg zu gelangen. Solch eine Verkehrsinsel, wie es sie auch an der Kriebsteiner Straße gibt, würde nicht nur mehr Sicherheit beim Überqueren der Kreisstraße schaffen, sondern auch die Kraftfahrer aufgrund der Einengung der Straße zu einer Geschwindigkeitsreduzierung zwingen. Um eine solche anzulegen, muss das Landratsamt zustimmen, weil es sich um eine Kreisstraße handelt, und die Stadträte grünes Licht für die Finanzierung geben.

Außerdem werden mehr Kontrollen gefordert. „Der Ansatz einer Geschwindigkeitsbegrenzung beziehungsweise das Verlagern des Ortseingangsschildes ist grundsätzlich richtig. Nur nützt das Ganze nichts, wenn nicht kontrolliert wird“, so Andreas Pelz aus Meinsberg. Er erlebe täglich, wie sowohl aus der Ortschaft heraus als auch in die Ortschaft hinein gerast wird. Aus Meinsberg fahrend, werde meistens schon an der Bushaltestelle beschleunigt, sodass am Ortsausgang eine Geschwindigkeit von 70 bis 100 Kilometern in der Stunde erreicht werde. „Ich hoffe nur, dass die Verkehrsschau zu einem Zeitpunkt stattfindet, in der auch entsprechender Verkehr ist und nicht, wie meistens üblich, irgendwann in der verkehrsarmen Zeit“, so Andreas Pelz.