merken

Deutschland & Welt

Tote nach Brückeneinsturz in Taiwan

Kurz nachdem ein Taifun im Inselstaat gewütet hat, ist in Taiwan eine Brücke eingestürzt. Mehrere Menschen wurden getötet.

In Taiwan sind mehrere Menschen beim Einsturz einer Brücke getötet worden. Die Brücke stürzte auf mehrere Fischerboote.
In Taiwan sind mehrere Menschen beim Einsturz einer Brücke getötet worden. Die Brücke stürzte auf mehrere Fischerboote. © National Fire Agency Taiwan/dpa

Taipeh. Nach dem Einsturz einer Brücke im Osten Taiwans sind fünf Tote geborgen worden. Es handle sich um ausländische Arbeiter aus Indonesien und den Philippinen, teilte die Notfallzentrale mit. Sie seien in Booten entdeckt worden, die von herabfallenden Brückenteilen getroffen worden seien. 

Die Arbeiter hatten auf den Abzug des Taifuns "Mitag" gewartet. Eine Person galt noch als vermisst. "Die Suche am Unglücksort wird fortgesetzt", sagte Transportminister Lin Chia-lung am Mittwoch.

Die 140 Meter lange Stahlbogenbrücke im Fischerhafen von Nanfangao im Landkreis Yilan war am Vortag aus noch unbekannter eingestürzt. Laut Augenzeugen stürzte die Brücke plötzlich ein - "wie ein frei fallender Gegenstand", sagte ein Einwohner dem Lokalsender SET TV.

Die Brückenteile stürzten auf mehrere Fischerboote. Neun Menschen, die sich an Bord der Boote befanden, wurden aus dem Wasser gerettet, wie es weiter hieß. 

Rettungskräfte vor der kollabierten Brücke - es werden immer noch Menschen vermisst. 
Rettungskräfte vor der kollabierten Brücke - es werden immer noch Menschen vermisst.  © AP/dpa

Der tropische Wirbelsturm war von Montag bis in den Dienstag hinein mit heftigen Böen und Regenfällen über die Pazifikinsel gezogen und hatte vielerorts Schäden hinterlassen. Mindestens zwölf Einwohner wurden verletzt - laut der zentralen Katastrophenschutzbehörde zumeist durch herabstürzende Gegenstände, oder weil der Wind sie von ihren Motorrollern pustete. In mehr als 65.000 Haushalten fiel der Strom aus. Fast 5.000 Einwohner in flutgefährdeten Gebieten mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Laut Taiwans Wetterdienst zieht "Mitag" mittlerweile abgeschwächt weiter Richtung Südkorea. (dpa)