merken

Verletzte und Übergriffe in Kandel

Seit dem Mord eines Flüchtlings an einer 15-Jährigen kommt der Ort nicht zur Ruhe. Bei einer neuerlichen Demonstration gab es Verletzte, Platzverweise und Anzeigen.

© dpa/Uli Deck

Kandel. Etwa 1 260 Menschen haben am Samstag im Zusammenhang mit dem Tod des Mädchens Mia im südpfälzischen Kandel demonstriert.

900 davon nahmen nach Angaben der rheinland-pfälzischen Polizei an einer Demonstration des bürgerlich-rechten bis rechtspopulistischen Lagers unter dem Motto „Migrationspolitik, Innere Sicherheit“ teil. 360 andere beteiligten sich demnach an Aktionen des linken Spektrums.

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Dabei sei eine Gegendemonstrantin von einem Vertreter des rechten Spektrums leicht verletzt worden, teilten die Beamten mit. Zudem sei eine weitere Körperverletzung angezeigt worden. Details dazu nannte die Polizei zunächst nicht. Rund 1 000 Polizisten sorgten dafür, dass die verschiedenen Gruppen nicht aneinandergerieten. Sie sprachen 16 Platzverweise aus und stellten bei einem Vertreter der rechten Szene ein Messer sicher. 16 Anhänger des linken Spektrums wurden wegen Angriffen auf Bundespolizisten an einem Bahnhof angezeigt.

Seit dem Tod der 15-Jährigen Mia Ende Dezember kommt es in Kandel immer wieder zu Demonstrationen von rechtspopulistischen Gruppen und zu Gegendemonstrationen. Sie war mutmaßlich von ihrem Ex-Freund erstochen worden, einem Flüchtling aus Afghanistan. (dpa)