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Hoyerswerda

Verloren, aber nicht enttäuscht

Trotz der 28:29-Niederlage bot der LHV einen großen Kampf gegen den HSV Dresden – vor allem in der zweiten Halbzeit.

LHV-Torhüter Max Kastner stand oft im Fokus am Samstag. Hier können Christian Herzer l.) und Tobias Sieber einen Dresdner nicht am Wurf hindern. © Foto: Werner Müller

Hoyerswerda. Zum letzten Heimspieltag der Saison luden die Handballer des LHV für Samstag in die Turnhalle des BSZ „Konrad Zuse“ und viele Zuschauer folgten der Einladung. Und alle hatten danach ihr Kommen nicht bereut, auch wenn es eine knappe 28:29-Niederlage gegen den HSV Dresden gab. Der Grund für die Niederlage lag in der ersten Spielhälfte, in der die Hoyerswerdaer schon mit 11:16 zurücklagen.

Zunächst wurden aber vor dem Spiel alle LHV-Mannschaften auf das Feld gerufen. Von der E-Jugend bis zur 3. Männermannschaft sahen die Zuschauer, wie breit gefächert der LHV Hoyerswerda aufgestellt ist.

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Danach begannen die LHVer zunächst recht konzentriert und Lukas Seifert konnte den ersten Treffer zum 1:0 erzielen. Allerdings zeigten die guten Gäste gleich, dass sie unbedingt ihre letzten beiden Punkte zum sicheren Klassenerhalt holen wollten. Mit einem enormen Zug zum Tor führten sie rasch mit 5:1 und LHV-Trainer Conni Böhme musste schon zu seiner ersten Auszeit greifen. Erst danach gelang Ben Krahl mit einem Siebenmeter der Treffer zum 2:5. Doch näher herankamen die LHVer danach in den ersten 30 Spielminuten nicht mehr. Die Abwehr wirkte noch nicht so konzentriert und kam meistens einen Schritt zu spät, was die Dresdner immer wieder nutzten, um mit viel Dynamik zum Tor zu gehen. Über die Stationen 6:10 und 8:14 ging es dann zum 11:16-Halbzeitstand. „Im ersten Spielabschnitt hatten uns die Dresdner voraus, dass sie viel explosiver in ihre Aktionen zum Tor gegangen sind, das war der größte Unterschied“, so Conni Böhme.

Das Ziel für den zweiten Spielabschnitt hieß nun natürlich, den Rückstand zu verkürzen. Damit begann Tobias Sieber mit seinem Treffer zum 12:16. Im Anschluss gab es aber eine sehr harte Entscheidung der Schiedsrichter, als sie Leon Burmeister mit der dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen Roten Karte auf die Tribüne schickten. Das schien nun aber den Kampfgeist der LHVer zu wecken, die nun deutlich besser in der Abwehr arbeiteten. Florian Arend, Nils Nitzsche und Nico Köppner brachten durch ihre drei Treffer in Folge den Gastgeber wieder auf 16:18 heran. Aber nicht nur das, nach 48 Spielminuten gelang Tobias Sieber dann sogar der 21:21 Ausgleich – die Hypothek aus der Halbzeit war wieder aufgeholt.

Ab diesem Moment lebte das Spiel von einer enormen Spannung. „Leider gelang es uns in dieser Phase nicht, in Führung zu gehen, obwohl wir die Möglichkeit dazu hatten“, haderte der LHV-Coach im Anschluss etwas mit den vergebenen Chancen. Die Dresdner konnten immer wieder einen Treffer vorlegen und die Hoyerswerdaer waren gezwungen, nachzuziehen. Eine doppelte Zeitstrafe gegen die Hoyerswerdaer kurz vor Schluss sollte dann alles in die Karten der Landeshauptstädter spielen. Zwar gelang den Einheimischen noch ein Treffer im Spiel vier gegen sechs, allerdings waren nun im Abwehrverbund natürlich größere Lücken vorhanden. So konnten die Dresdener am Ende glücklich, aber nicht unverdient mit 28:29 gewinnen. Die Zuschauer verabschiedeten ihre Männer trotzdem mit viel Applaus, hatten sie doch vor allem im zweiten Spielabschnitt einen großartigen Kampf geboten und den Rückstand wieder aufgeholt. Allgemein kann man sagen, dass die LHVer gerade in den Heimspielen ihren Fans viel Freude bereitet haben.

Eine Möglichkeit gibt es nun noch, die Mannschaft in dieser Saison zu sehen – wenn am 27. April in Görlitz der letzte Spieltag der Saison angepfiffen wird. Das Team würde sich hier über eine große Unterstützung freuen, ist doch der LHV bislang die einzige Mannschaft in dieser Saison, die gegen Görlitz gewinnen konnte. Bis dahin gibt es aber erst einmal die Osterpause, die alle nutzen, um die Akkus für den letzten Auftritt noch einmal ordentlich aufzutanken. (LHV)

LHV spielte mit: Max Kastner, Henry Schacht – Ben Krahl (8/4), Nils Nitzsche (3), Dario Feuerriegel, Nico Köppner (1), Hendrik Vogt, Tobias Sieber (4), Christian Herzer (2), Lukas Seifert (4), Leon Burmeister (1), Florian Arend (5), Fabian Knofe, Trainer/Betreuer: Conni Böhme, Christian Bartoszek, Alexander Canbek, Tony Jäschke