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Vermummte schlagen auf schwangere Afrikanerin ein

Nach den Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Ausländern im Januar in Wurzen hat es erneut einen gewaltsamen Übergriff gegeben.

Wurzen. Nach den Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Ausländern im Januar in Wurzen (Landkreis Leipzig) hat es erneut einen gewaltsamen Übergriff gegeben. Dabei ist eine schwangere Frau aus Eritrea verletzt worden, wie die Leipziger Polizei am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Die 19-Jährige sei bereits am vergangenen Freitag im Hinterhof ihres Wohnhauses von zwei vermummten Männern bedrängt, beleidigt und in Rücken und Kniekehlen geschlagen worden. Sie erlitt leichte Verletzungen, die ambulant behandelt werden konnten. Ob die Tat einen ausländerfeindlichen Hintergrund hat, konnten die Beamten nicht sagen.

Nach den schwarz gekleideten Tätern wird den Angaben nach noch gefahndet. Da die Täterbeschreibung recht vage sei, würden Zeugen gesucht.

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Über den Vorfall hatte zunächst das in Wurzen ansässige „Netzwerk für Demokratische Kultur“ berichtet. Auf der Internetseite rufen die Mitglieder zu einem respektvollen Miteinander auf. „Wir dürfen nicht wegschauen, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Weltanschauung oder Herkunft angegriffen werden.“

In Wurzen waren Einheimische und Ausländer in den vergangenen Monaten immer wieder aneinandergeraten. Mitte Januar wurden bei Auseinandersetzungen mehrere Menschen verletzt. Die Stadt galt vor allem in den 1990er Jahren als ein Zentrum des Rechtsextremismus in Sachsen. (dpa)