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Verseuchtes Heidenau

Unter der Bachstraße liegt vergiftete Erde. Das ist nicht selten in der Stadt. Kostet aber immer zusätzlich Geld – und Zeit.

Das Erzgebirge reicht bis Heidenau. Jedenfalls, wenn es um Ablagerungen wie Arsen geht. Das giftige Halbmetall hat es vor allem durch das Wasser bis an die Elbe geschafft. In der Region treten Arsen-Belastungen von 40 bis zu mehr als 320 Milligramm pro Kilogramm Boden-Trockenmasse auf. Grenzwerte sind 25 Milligramm auf Spielplätzen, 50 in Wohngegenden, 125 in Parks und Freizeitanlagen und 140 in Industriegebieten.

Mehr Arsen als gut ist liegt nun zum Beispiel in der Johann-Sebastian-Bach-Straße und stört hier die Kanal- und Straßenbauarbeiten. Deshalb muss der verseuchte Boden großflächig ausgetauscht und entsorgt und obendrein auf eine spezielle Deponie gebracht werden. Am Ende macht das voraussichtlich rund 177 000 Euro Mehrkosten aus. Die nimmt Heidenau erst einmal aus der Reserve, was nicht das Problem ist, sagt Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Doch die Stadt muss nun einem Nachschlag Fördermittel „hinterher rennen“, was dauern kann. Beispiel Garagenhof Ernst-Thälmann-Straße.

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Auch hier wurden beim Abriss der Garagen im Sommer in der Erde giftige Stoffe entdeckt. Nun steht die Nachförderung auch noch immer aus. Die Stadt hält jedoch daran fest, an der Thälmannstraße in diesem Jahr die Erschließungsstraße zu bauen. Sie ist Voraussetzung für den Verkauf des Areals. Ziel ist der Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Die sind derzeit sehr gefragt und entstehen an verschiedenen Stellen. Weiterer Standort soll eine Fläche zwischen Martin-Luther- und Schillerstraße sein, wo drei Mehrfamilienhäuser geplant sind. Auch dazu wird der Stadtrat am Donnerstag sein Einverständnis geben. (SZ/sab)

Stadtrat, 28. Januar, 18.30 Uhr, Rathaus