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Verspäteter Schulabriss

Ein Stück von Plauens Architekturhistorie soll verschwinden. Nun gibt es unvorhersehbare Probleme.

© René Meinig

Von Annechristin Bonß

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Himmlischer Service

Einen stressfreien Weihnachtseinkauf ermöglicht die Altmarkt-Galerie ab Samstag, 30. November, mit ihrem „Himmlischen Service“.

Der Bauzaun steht bereits, die Fenster sind demontiert, nun könnte der Abriss an der 39. Grundschule eigentlich beginnen. Das Gebäude B, in dem einst die Außenstelle des Gymnasiums Plauen untergebracht war, sowie der Verbindungsbau und das Heizhaus sollen verschwinden. Dafür entsteht neben dem Gebäude A, das parallel zur Schleiermacherstraße steht, ein Neubau. Der Start für den Abriss war bereits für Ende Juni geplant. Die Arbeiten verschieben sich nun um zwei Wochen. Grund für die Verzögerung sind Schadstoffe, die Experten in dem Gebäude gefunden haben.

Das ist nicht das einzige Problem, welches die Stadt bei dem Vorhaben lösen muss. Wegen Fehlern bei der Suche nach einer Firma für den Rohbau müssen diese Arbeiten erneut ausgeschrieben werden. Nach jetzigem Stand verzögert sich dadurch der Bauablauf um zwei Monate, teilt Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) in einem Schreiben an die Stadträte mit. Welche Folgen das für das gesamte Vorhaben hat, bleibt offen.

Nicht allen Plauenern gefällt der Abriss. Das Gebäude B gehört zur historischen Achse im Stadtteil und zählt als eine der ältesten Bauten in Plauen. Es wurde 1876 gebaut. Weil die Fassade allerdings in den 60er-Jahren stark verändert wurde, haben Stadt und Land keinen Denkmalschutz ausgesprochen.