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Versuchter Mord wird im Juni neu verhandelt

Ab 7. Juni muss sich eine Zittauer Altenpflegerin in Bautzen erneut für den Angriff auf eine 85-Jährige verantworten. Der Bundesgerichtshof hatte das ursprüngliche Urteil aufgehoben.

© dpa

Görlitz. Der Prozess um einen versuchten Mord an einer 85-Jährigen in Görlitz durch eine ausgebildete Altenpflegerin aus Zittau im Oktober 2016 wird ab dem 7. Juni in Bautzen neu verhandelt. Dies teilte das Landgericht Görlitz am Donnerstag mit. Die Angeklagte war im März 2017 wegen besonders schweren Raubes in Kombination mit versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden.

Dieses Urteil wurde auf Revision der Altenpflegerin jedoch im November letzten Jahres durch den Bundesgerichtshof (BGH) wieder aufgehoben. Zwar wurden die grundsätzlichen Feststellungen des Landgerichts nicht angefochten. Demnach wollte die Zittauerin der Rentnerin ihr Geld zunächst ohne Gewalt wegnehmen. Als es jedoch nicht gelang, die 85-Jährige aus dem Zimmer zu locken, habe die Angeklagte die alte Dame mit einer Wäscheleine bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und anschließend einen Stapel Zeitungen entzündet. Aus Angst, den ganzen Wohnblock abzubrennen, habe die Altenpflegerin das Feuer jedoch wieder gelöscht. Der BGH kritisierte jedoch, dass das Landgericht von einem falschen rechtlichen Maßstab ausgegangen sei. Das Landgericht hätte prüfen müssen, ob die Angeklagte vom Versuch des Mordes zurückgetreten ist.

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Nach der Auftaktverhandlung vor der Außenkammer Bautzen der Großen Strafkammer des Landgerichts Görlitz sind für den 13. und 14. Juni zwei Fortsetzungstermine angesetzt. (szo)