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Döbeln

Verwirrung um Corona-Zahlen

Die Fallzahlen von Landkreis und Robert-Koch-Institut stimmen nicht überein. Neuinfektionen gab es aber am Montag nicht.

Mitarbeiter stehen in Schutzanzügen in einem Testraum für Abstriche im Gesundheitsamt Köln.
Mitarbeiter stehen in Schutzanzügen in einem Testraum für Abstriche im Gesundheitsamt Köln. © Oliver Berg/dpa

Mittelsachsen. Sie weichen nur um einen Fall voneinander ab. Dennoch sorgen die unterschiedlichen Fallzahlen in Bezug auf die Nachweise des Coronavirus für den Landkreis Mittelsachsen für Verwirrung. Während das Landratsamt am Montag weiterhin 260 Fälle meldete, betrug die Zahl in der Grafik des Robert-Koch-Institutes 259. In der vergangenen Woche war es genau anders herum. Da wurde vom RKI ein Fall mehr gemeldet als in Mittelsachsen.

Warum das so gewesen ist, konnte das RKI inzwischen erklären. Vereinzelt könne es vorkommen, dass Fälle von einem Gesundheitsamt für ein anderes angelegt werden, so Marieke Degen, stellvertretende Pressesprecherin des RKI. Dies sei zum Beispiel dann so, wenn sich eine Person länger in einem anderen Landkreis aufhalte, aber nicht in diesem wohne. 

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Genau so ein Fall habe zu der Differenz in der vergangenen Woche geführt. „In diesem Fall wurde tatsächlich für das Gesundheitsamt in Mittelsachsen ein Fall von einem Amt in einem anderen Bundesland übermittelt“, erklärt Degen. Der Fall sei lediglich auf Bundesebene aufgetaucht, weil dort alle Zahlen zusammengeführt werden. Die Gesundheitsämter hingegen haben nur ihre Zahlen.

Am Montag nun wurde jedoch die Zahl beim RKI nach unten korrigiert. Nach der Aktualisierung der Daten um 0 Uhr gab es 259 Fälle in Mittelsachsen. Das Landratsamt verkündete aber bereits am Sonntag den 260. Nachweis.

"Solche kleinen Differenzen sind immer mal möglich. Das Gesundheitsamt vor Ort ist am nächsten dran, deren Zahlen sind auf der lokalen Ebene die relevanten", so Susanne Glasmacher, Sprecherin des RKI am Mittwoch.

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