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Verwunderung um Tourismus-Entscheidung

Zittau hat sich um die Aufnahme von Ebersbach- Neugersdorf in die Touristische Gemeinschaft bemüht. Doch die Umworbenen haben sich anders entschieden.

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© Thomas Eichler

Zittau/Oberland. Die geplante touristische Neuorientierung von Ebersbach-Neugersdorf sorgt im Zittauer Rathaus für Verwunderung. Die Oberlandstadt hat sich für eine Mitgliedschaft in der Touristischen Gebietsgemeinschaft (TGG) Oberlausitzer Bergland entschieden und dies mit fehlenden Informationen der TGG Zittauer Gebirge und der Stadt Zittau begründet. Die TGG im Süden des Kreises stand auch zur Auswahl für einen Beitritt. „Von einer mangelnden Information kann gar keine Rede sein“, stellt Stadtsprecher Kai Grebasch klar. „Wir waren vielmehr mitten in Gesprächen und hatten sogar schon Termine für einen möglichen Informationsbesuch von Oberbürgermeister Thomas Zenker im Stadtrat in Ebersbach-Neugersdorf ausgetauscht, als die Entscheidung im Dezember getroffen wurde.“ In den vergangenen Monaten seien eine Reihe von Gesprächen mit Kommunalvertretern der südlichen Oberlausitz geführt worden. OB Zenker habe – wie auch Landrat Bernd Lange als TGG-Vorsitzender – immer wieder für ein gemeinsames Auftreten in der Gebietsgemeinschaft Zittauer Gebirge/Oberlausitz geworben.

Vonseiten der Oberlandstadt wird der schnelle Schritt in einem Schreiben an OB Zenker mit der anstehenden Neuausrichtung des Tourismusverbandes Oberlausitz-Niederschlesien und die eigene Tourismuskonzeption begründet. Dazu kommen Unsicherheiten der Stadt Ebersbach-Neugersdorf bezüglich der thematischen Ausrichtung der TGG Zittauer Gebirge, gerade im Zusammenhang mit den anstehenden, jüngst beschlossenen Strukturveränderungen. „Ebersbach-Neugersdorf möchte sich, wie Bürgermeisterin Hergenröder gegenüber OB Zenker äußerte, die weiteren Entwicklungen im Oberlausitzer Bergland wie im Zittauer Gebirge ansehen und gegebenenfalls später über eine Neuorientierung entscheiden“, erklärt Grebasch.

Vor dem Hintergrund der notwendigen Neuausrichtung im regionalen Tourismus sei die Entscheidung der Stadt Ebersbach-Neugersdorf für Zittau wenig erfreulich, so der Rathaussprecher. „Wir bedauern, dass diese jetzt scheinbar ohne die genaue fachliche Prüfung der Potenziale der zur Auswahl stehenden Vermarktungseinheiten zustande gekommen ist. Wir setzen aber auf eine kraftvolle und verlässliche Zusammenarbeit.“ (SZ/jl)