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Verzögerung am Bischofsweg

Anwohner müssen noch Geduld haben. Vor allem für Radfahrer soll es sicherer werden.

© Sven Ellger

Von Julia Vollmer

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Die Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz Bischofsweg werden später fertig als erwartet. Das Straßen- und Tiefbauamt geht von Ende November aus. Geplant war bisher Mitte des Monats. Aufgrund von Problemen mit den Leitungen kam es zu einer kleinen Verzögerung. Gegenwärtig laufen die Bauarbeiten auf dem Bischofsweg Süd, um die Asphaltverlegung vorzubereiten. Der Teil Nord ist abgeschlossen.

Die Arbeiten laufen seit Ende September. Zwischen Johann-Meyer-Straße und Dammweg wurde dabei zunächst das Kopfsteinpflaster entfernt. Damit dieser Abschnitt künftig vor allem für Fahrradfahrer sicherer wird, lässt das Straßen- und Tiefbauamt hier eine Asphaltdecke aufbringen. Im Zuge der Bauarbeiten wird für Radfahrer außerdem ein separater Fahrstreifen auf der Straße angelegt. Die Arbeiten, sollen laut Stadt rund 400 000 Euro kosten. Dabei bekommt der Bahnhofsvorplatz neues Pflaster, zwei Bäume, zwei Hockerbänke, einen Abfallbehälter sowie neue Licht-stelen. Während des Umbaus müssen Autofahrer mit Einschränkungen rechnen. Weil die Arbeiten jeweils auf einer Seite der Straße stattfinden, kann der Verkehr auf der gegenüberliegenden Fahrspur problemlos rollen. Eine Umleitung für die gesperrte Fahrspur ist vor Ort ausgeschildert, teilte die Stadt mit.

Immer wieder hatte es Diskussionen gegeben, dass es rund um den Bischofsplatz vor allem für Radfahrer gefährlich ist. Das Entsetzen war groß, als am 11. Juli 2017 auf dem Bischofsplatz eine Radfahrerin verunglückt ist. Die Frau wurde von einem Auto erfasst, als sie die Straße überquerte. Dazu nutzte sie die Fußgängerampel in Höhe der Rudolf-Leonhard-Straße, der Autofahrer hatte das rote Signal übersehen. Schon drei Monate zuvor hatte eine betrunkene Autofahrerin zwei Radfahrer erfasst, als sie versuchte, diese in Höhe der Haltestelle zu überholen. 3 000 Menschen unterschrieben danach eine Petition für Radwege am Bischofsplatz, es fand sogar eine Demonstration statt.

Dass der Holperabschnitt nicht schon viel früher saniert worden ist, hängt mit den Umbauplänen für die Königsbrücker Straße zusammen. (Mit SZ/csp, noa)