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Verzögerung bei Gasthofausbau

Die Beräumung des Gebäudes ist schon durch. Jetzt wartet der Eigentümer nur noch auf die Baugenehmigung.

© Archivfoto/Richter

Von Mareike Huisinga

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Pirna. Nichts tut sich momentan am alten Gasthof in Cotta. Fenster und Türen sind verschlossen. Die Reste einer blauen Schuttrutsche hängen aus einem Seitenfenster.

Eigentlich sollte die Sanierung des historischen Gebäudes voll im Gange sein. „Aber es gibt noch keine Baugenehmigung, obwohl der Antrag bereits vor mehreren Monaten bei der Stadt Pirna eingereicht wurde“, sagt Oliver Hartenstein. Der Bauunternehmer aus Dresden hatte das Anwesen, das seit ungefähr 20 Jahren leer steht, erworben.

Im vergangenen Frühjahr ließ er das Gebäude entkernen und hoffte, dass er mit dem Bau im Sommer 2017 starten könne. Aber noch fehlt das Plazet aus Pirna. „Wir sind in den Startlöchern. Sobald die Genehmigung vorliegt, geht es los“, verspricht Hartenstein.

Die Stadt Pirna bestätigt indes, dass es ein laufendes Verfahren sei. „Wir stehen mit dem Bauherren regelmäßig im Gespräch“, sagt Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin. Details nennt sie nicht.

Insgesamt sollen 14 Wohnungen in Größen zwischen 50 und 120 Quadratmetern in dem ehemaligen Gasthof entstehen. Alle Quartiere erhalten entweder Balkon oder Terrasse. Die Wohnungen zur Westseite sollen zu Maisonetten ausgebaut werden, die künftigen Mieter bekommen einen kleinen Gartenanteil. Parkplatzmangel wird es nicht geben. Im hinteren Bereich lässt der Investor ausreichend Stellflächen anlegen. „Die Kaltmiete wird voraussichtlich bei zirka sechs Euro pro Quadratmeter liegen. Das ist der ortsübliche Preis“, so Hartenstein. Zu den gesamten Investitionskosten möchte er keine konkreten Angaben machen, die Zahl liege jedoch im siebenstelligen Bereich.

Und was wird aus dem großen Ballsaal an der hinteren Seite des Gasthofes, in dem zu DDR-Zeiten unter anderem fröhliche Faschingspartys gefeiert wurden? „Es gibt die Perspektive, ihn ebenfalls zu Wohnungen umzubauen, das wäre aber der zweite Bauabschnitt, für den noch kein Zeitplan vorliegt“, sagt der Investor.

Das Gebäude wurde 1897 als Gasthaus erbaut. Zu DDR-Zeiten fand hier mittags die Schulspeisung statt, abends war Disko angesagt. Nach der Wende zog ein chinesisches Restaurant ein, das sich aber nicht lange halten konnte. Außerdem war eine Fleischerei in dem Gebäude untergebracht, das Schild hängt heute noch.