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Viel Aufwand für sechs Minuten

Der Ausbau ist auch ein Zeichen für den Wirtschaftsstandort Riesa, meint SZ-Redakteur Christoph Scharf.

© Lutz Weidler

Christoph Scharf

Schon wieder B 169? Nach Jahren der Planung ist man geneigt, bei dem Thema abzuschalten. Immer wieder bekommt man in Riesa die Aussage zu hören: „Der Autobahnzubringer wird doch eh nicht mehr gebaut.“ In der Tat traut sich keine Behörde mehr, das Jahr eines möglichen Baubeginns anzugeben.

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Spricht man aber mit den Menschen, die an der Planung beteiligt sind, merkt man immer wieder: Es gibt Leute, die sich jahrein, jahraus für das Projekt einsetzen. Denen es nahegeht, dass sich sichtbar so gut wie nichts tut. Die hart daran arbeiten, dass es irgendwann tatsächlich Baurecht für die Trasse gibt.

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Tatsächlich soll die neue B 169 nur sechs Minuten Zeitersparnis bei der Fahrt von Riesa zur Autobahn bringen. Dennoch lohnt sich der ganze Aufwand: Denn die kürzere Fahrzeit ist nur ein Aspekt. Pendler kennen den Frust, der sich beim Hinterherzuckeln hinter Lkw-Kolonnen einstellt: Sichere Überholmöglichkeiten helfen, Unfälle zu vermeiden. Der Ausbau ist auch ein Zeichen für den Wirtschaftsstandort Riesa. Und er macht das Leben in den Dörfern an der heutigen Trasse endlich wieder lebenswert.

E-Mail an Christoph Scharf