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Bautzen

Viel Geld für die Kita in Königswartha

Fassade und Dach, Brandschutz und Außenanlagen – das sind die Vorhaben, die im „Zwergenland“ umgesetzt werden sollen. In einem Jahr soll alles fertig sein.

Die Fassade der Kita „Zwergenland“ in Königswartha ist in die Jahre gekommen. Jetzt gibt es Geld für die Sanierung. Und nicht nur dafür. © SZ/Uwe Soeder

Königswartha. Das sollten sich die Bauherren einmal anschauen. Im Außengelände der Kita „Zwergenland“ in Königswartha liegen Fußplatten, die wahre Stolperfallen sind. Doch nun ist Hilfe in Sicht. Ein Förderprogramm des Umweltministeriums gibt Mittel für die Kita frei. Und die sind nicht nur für die Außenanlagen gedacht.

Es sei ein Glücksfall, dass nun auch Trägervereine Förderung aus dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ beantragen können, sagen der Geschäftsführer des Christlich-Sozialen Bildungswerks (CSB) und der Königswarthaer Bürgermeister. Peter Neunert und Swen Nowotny sind froh, dass es fast 700 000 Euro für die Sanierung der Kita „Zwergenland“ in Königswartha gibt, deren Träger der CSB seit 1998 ist. Es ist die einzige Kita im Gemeindegebiet, allerdings dementsprechend groß. Insgesamt können hier 280 Kinder von der Krippe bis zum Hort betreut werden. Derzeit sind 265 Kinder angemeldet.

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Vor rund 20 Jahren wurde die Einrichtung, die 1991 eröffnet wurde, schon einmal saniert. Damals wurden neue Waschräume, Fenster und Türen eingebaut. Doch nun ist auch die Fassade in die Jahre gekommen, das Dach macht einige Schwierigkeiten, teilweise regnet es rein. Auch die Dämmung des Dachs muss verbessert werden. Für Udo Gumpert ist die Einrichtung in Königswartha kein Neuland. Er hat bereits die erste Sanierung geplant und begleitet. Gemeinsam mit seinem Sohn Torsten führt er das Bauplanungsbüro Gumpert in Wittichenau. Genau wie heute musste die Planung damals sehr schnell erledigt werden. „Damals war plötzlich noch Geld da, was verbaut werden konnte“, erinnert sich Gumpert. Ähnlich war es auch dieses Mal. „Zum Glück gab es eine gute Zusammenarbeit zwischen, Träger, Gemeinde und Landratsamt.

Im Inneren abschnittsweise sanieren

Die Außenfassade und das Dach seien relativ unkompliziert umsetzbar, sagt Gumpert, weil diese Arbeiten nicht den Betrieb der Kita beeinträchtigen. Dennoch soll das Gebäude nur abschnittsweise eingerüstet werden, damit es nicht so komplex wirkt. Welche Farbe die Fassade erhalten wird, ist noch nicht klar, wird aber auch mit der Leiterin Ute Sykora und dem Elternrat besprochen. Komplizierter ist es, die Brandschutzauflagen umzusetzen. Man müsse den veränderten Anforderungen Rechnung tragen, sagt Udo Gumpert. Gleichzeitig sollen auch einzelne Teile des Hauses behindertengerecht gestaltet werden. Dabei werden Türen verbreitert, und es gibt dann ein Behinderten-WC. In den Außenanlagen sollen vor allem die Verwerfungen der Betonplatten beseitigt und alte Zäune erneuert werden. Auch zur Erleichterung der Arbeit des Hausmeisters wird es einige Maßnahmen geben.

Die Sanierung im Inneren soll abschnittsweise erfolgen, sodass aller drei bis vier Wochen immer ein Teil von den Kindern freigezogen wird. Nächste Woche gehen die ersten Ausschreibungen raus. „Ich hoffe, dass wir auch Firmen finden“, sagt Udo Gumpert. Dann könne im Juni außen begonnen werden, im August geht es innen los. Ziel ist es, im März/April 2020 mit den Arbeiten fertig zu sein. Darauf freut sich Ute Sykora schon. Sie leitet die Kita seit 2001. „Mit guten Absprachen werden wir das sicher schaffen“, sagt sie.