merken

Bautzen

Viel Geld für einen Erlebnispark

Eine Attraktion für Familien soll am Rand des Bautzener Stadtteils Gesundbrunnen entstehen. Dafür gibt es Lob, aber auch Kritik.

Eine knappe Million Euro soll für den neuen Spiel- und  Erlebnispark investiert werden.
Eine knappe Million Euro soll für den neuen Spiel- und Erlebnispark investiert werden. © dpa

Bautzen. Gute Nachricht für Familien: Im nächsten Jahr entsteht in Bautzen ein neuer Spiel- und Erlebnispark, in dem alle Generationen auf ihre Kosten kommen sollen. Die Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) möchte den Park im Stadtteil Gesundbrunnen anlegen – und hat jetzt einen Teilerfolg errungen: Der Stadtrat hat zugestimmt, dass für das Vorhaben Städtebaufördermittel verwendet werden dürfen. Es geht um eine knappe Million Euro, die zu jeweils einem Drittel durch Bund, Land und Stadt getragen werden.

Anzeige
Zeit, dem Weihnachtsstress zu entfliehen!   

Über Thüringen liegt der Adventszauber und lädt ein, die Vorweihnachtszeit ohne Hektik im Herzen Deutschlands zu genießen.

Entstehen soll der Park auf einer zwei Hektar großen Fläche am Rand des Stadtteils Gesundbrunnen zwischen Otto-Nagel-Straße, Vorstau und Autobahn. Geplant ist ein naturnahes Areal mit vielen verschiedenen Spielgeräten wie Schaukeln, Seilbahn, Kletter-Rutsch-Turm und Wasser-Spiel-Kombinationen, außerdem Tischtennisplatten und Fußballtore. Nicht nur Kinder verschiedenen Alters, auch Jugendliche und Erwachsene sollen sich an Geräten sportlich betätigen können. Außerdem sind Grill- und Picknickplätze geplant und auch eine Toilette.

BWB soll Park unterhalten

Stadtrat Steffen Grundmann (Die Linke) lobt das Projekt. „Ich bin absolut dafür, der Gesundbrunnen hat so etwas verdient.“ Mike Hauschild (FDP) sieht die spätere Bewirtschaftung des Geländes kritisch. Es sei nicht Aufgabe der BWB, solch eine öffentliche Einrichtung zu unterhalten. Sie müsste dafür ja quasi Geld ihrer Mieter einsetzen. Die BWB habe aber zugesichert, dass sie das leisten kann, entgegnet OB Alexander Ahrens (SPD). Gerechnet wird mit 20 000 Euro jährlichen Kosten.

Oliver Helbing (AfD) fragt, was man gegen Vandalismus tun wolle. BWB-Chefin Kirsten Schönherr erklärt, dass zunächst vorgesehen war, das Gelände komplett einzuzäunen. Aber das wäre angesichts der Größe des Areals sehr teuer. Daher wolle man eigentlich darauf verzichten, da ein Zaun ohnehin keine Garantie gegen mutwillige Zerstörungen sei. Außerdem würden dadurch vorhandene Wege auf dem Gelände unterbrochen. Roland Fleischer (SPD) mahnt, das Projekt nicht zu zerreden. Schließlich macht die Mehrheit des Stadtrates den Weg für die Förderung frei, nur die AfD enthält sich. Aus der Fraktion kommt der Vorschlag, ein solches Projekt lieber ein paar Nummern kleiner anzugehen, etwa den Abenteuerspielplatz in der Gesundbrunnenmulde aufzuwerten.

Die BWB will nun die weiteren Planungsschritte für den Park veranlassen und im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen. Abgeschlossen wird er dann wahrscheinlich 2021.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier. 

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier. 

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.