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Viel Hilfe für den Irrgarten

Die Kleinwelkaer Freizeiteinrichtung braucht nach dem Brand von Anfang Januar einen neuen Eingang. Dazu soll nun auch eine Benefizveranstaltung beitragen.

© Carmen Schumann

Von Kerstin Fiedler

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Bautzen. Es geht voran. Langsam zwar, aber bis zur Saisoneröffnung zu Ostern wollen Matthias Böhme und Rüdiger Schneider den ehemaligen Kiosk zum provisorischen Verkaufs- und Imbisshäuschen umgebaut haben. Dank vieler Spenden können so schon Regale aufgebaut werden. Damit aber noch mehr Geld zum Wiederaufbau im Irrgarten zusammenkommt, gibt es am Sonntag eine Benefizveranstaltung im großen Saal des Burgtheaters Bautzen.

Beeindruckt von der Hilfsbereitschaft

Die Chefin des Irrgartens, Regina Frenzel, ist beeindruckt von der Hilfsbereitschaft, die sich vor allem durch das Teilen in sozialen Netzwerken verbreitet. „Mir sind in den Wochen so tolle Sachen passiert, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Regina Frenzel. Wenn auch die Erinnerung an den Brand im Januar immer wieder hochkommt. Erst am Sonntag hatte Regina Frenzel Besuch aus Hameln. Dort hatte ein ehemaliger Dresdner seinen Imbiss aufgegeben und bei Ebay eine Mikrowelle eingestellt. „Genau so eine, wie wir sie brauchen“, sagt Regina Frenzel. Beide telefonierten und es musste nur noch geklärt werden, wie die Mikrowelle von Hameln nach Kleinwelka kommt. Da gab es dann jemanden, der in Hameln wohnt und aus Görlitz stammt. Über Facebook fanden sich die beiden. „Mittlerweile sind das zwei Mikrowellen, die ich bekam, außerdem Tabletts, Besteck und anderes Küchenzubehör, was die ehemaligen Görlitzer am Wochenende mitgebracht haben“, freut sich die Irrgarten-Chefin. Durch eine Wunsch-Liste bei Amazon musste die Post in den vergangenen Wochen häufig Sachen nach Kleinwelka liefern. Für die Lagerung wurde eine Garage gesucht – und gefunden. Den Transport übernahm zum Beispiel ein Bäcker aus Niesky, der von dem Unglück gelesen hat. Die Backofen-Firma Debag aus Bautzen spendierte einen Backofen, das Löbauer Druckhaus Irrgarten-Flyer. Immer wieder kommen auch Mutmacher per Facebook – nicht nur aus Deutschland, sondern bis aus Kanada. „Dadurch sind wir nun auch sicher, dass eine Saisoneröffnung am Gründonnerstag zu schaffen ist“; sagt Regina Frenzel.

Auch die Telekom tut sich schwer

Denn durch die Kälte der vergangenen Tage und die Grippeerkrankung von drei Mitarbeitern war es schwierig, weiterzuarbeiten. Aber der ehemalige Kiosk wird ganz sicher fertig. Das kleine Kassenhäuschen, das sonst nur noch zu den Geisternächten genutzt wurde, dient zunächst als Kasse. „Unser Problem ist, dass wir bis dahin wahrscheinlich weder Strom noch Wasser haben“, sagt Frenzel. Auch die Telekom tut sich schwer. Und zu allerletzt hat auch noch der Jeep den Geist aufgegeben. „Wir haben durch den Brand leider kein Geld, einen neuen Gebrauchten zu kaufen“, sagt Regina Frenzel. Doch bei allen Problemen: Jetzt freut sie sich erst einmal auf Sonntag. Das Theater hilft, indem die Benefizveranstaltung im großen Saal des Burgtheaters stattfinden kann. Es werden mehrere Künstler auftreten, so die Zauberer Thomas und Vincent, der Pantomime Ralf Herzog aus Dresden und das Artistenstudio Bautzen. Der Karikaturist Kümmel aus Niesky wird Gesichter auf Papier bannen. „Es wird eine schöne Familienveranstaltung“, sagt Regina Frenzel. Karten gibt es nicht, sondern Spendenboxen. Deshalb hofft sie auf die Großzügigkeit der Gäste, damit bald der Eingangsbereich neu gestaltet werden kann.

Benefiz am Sonntag, 11 Uhr, Burgtheater Bautzen